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Kathrin Kaltbeck

01.09.2010

Arbeiten im Heimbüro - auch mit Franchising (Teil 3)

Teil 3: Die Kosten eines Heimbüros

Wo fange ich an?

Eine gute Voraussetzung für eine möglichst kostengünstige Realisierung Ihres Home-Office-Projektes ist eine detaillierte Vorabplanung. Je genauer Sie sich vorab überlegen, was Sie benötigen, desto einfacher und weniger zeitaufwendig wird nachher der eigentliche „Einkauf“. Falls Sie beabsichtigen, sich mit einem Franchise-System von zu Hause aus selbstständig zu machen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Franchisegeber vorab genau durch, was in Ihrem „Franchisepaket“ bereits enthalten ist (z. B. Firmensoftware, Möbel, die eine bestimmte „Corporate Identity“ verkörpern etc.) und worum Sie sich selbst kümmern müssen.

Entwerfen Sie vielleicht vorab eine Art „Fahrplan“ für Ihr Büro.

Folgende Fragen sollten darin unbedingt beantwortet werden:

  • floor-polishwie viel Geld steht für Einrichtung und Ausstattung zur Verfügung?
  • habe ich bestimmte Vorlieben hinsichtlich Farbe oder Stilrichtung?
  • wie kann ich mich auf der Ausgabenseite auf das Nötigste beschränken und dennoch ein ansprechendes Ergebnis erzielen?
  • Kann ich vielleicht durch “Eigenarbeit” etwas Geld einsparen?

Ein derartiges Vorgehen  kann einem im Nachhinein viel Arbeit und Geld ersparen.

Des Weiteren sollten Sie folgende Kostenfaktoren bei Ihrer Planung in jedem Fall berücksichtigen:

  • Mobiliar und Einrichtung
  • Technische Ausstattung (Hard- und Software)
  • Kosten für Heizung, Strom und Wasser (hier könnte man zwar argumentieren, dass hier durch die private Nutzung sowieso Kosten entstehen, für eine größere Transparenz empfiehlt sich aber – sofern umsetzbar - eine möglichst akkurate Trennung zwischen Privat- und Arbeitsverbrauch)
  • Folgekosten für Technik (Internet, Telefon, Reparaturen, Neuanschaffungen etc.)

its your callAuch hier wird die Art Ihrer Geschäftstätigkeit die tatsächliche Höhe der zu kalkulierenden Kosten mitbestimmen. Wenn Sie kein großes Kundenaufkommen in Ihrem Büro erwarten, brauchen Sie (zumindest vorläufig) kein Vermögen in einen großen Besprechungstisch inklusive der zugehörigen Ledergarnitur zu investieren.

Sollten Sie jedoch planen, Kundengespräche bevorzugt in Ihrem Heimbüro stattfinden zu lassen, sind ansprechende Sitzgelegenheiten für Ihre Geschäftspartner angebracht.

Bei dieser Gelegenheit sollten Sie vielleicht auch einen  Blick in Ihre Unterlagen werfen. Die Umstrukturierung Ihres Wohnbereiches in einen Wohn- und Arbeitsbereich kann auch eine gute Gelegenheit für eine genaue Durchsicht Ihrer bisherigen Vertragsunterlagen sein (Telefon-, Strom-  und Internetanbieter, bestehende Ratenverträge, Versicherungspolicen etc). Auch hier können sich eventuell Einsparmöglichkeiten (z. B. durch einen Anbieterwechsel bei Internet oder Strom) verbergen. Alles, was Sie jetzt einsparen können wird Ihnen in der Aufbauphase Ihres Unternehmens zu Gute kommen.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie, nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 06. Juli 2010,  einiges an Kosten für Ihr Heimbüro auch wieder bei Ihrer Steuererklärung geltend machen.

Zu den Grundvoraussetzungen hierfür zählen:

  • istock_000006530447xsmalldas Vorhandensein von steuerpflichtigem Einkommen (d. h., dass Arbeitslose, Rentner und Studenten i. d. R. keine Kosten absetzen können, solange sie keiner steuerpflichtigen Nebenbeschäftigung nachgehen)
  • der Raum, den Sie als Büro nutzen, muss eine in sich abgeschlossene Einheit darstellen (kein abgetrennter Bereich, Eck- oder Durchgangszimmer)
  • das Arbeitszimmer darf nicht den größten Teil der zur Verfügung stehenden Wohnfläche einnehmen
  • für Selbstständige und Freiberufler generell absetzbar
    sind Kosten für die Büroeinrichtung wie Schreibtisch,
    Stuhl, Regale oder PC. Alle diese Anschaffungen können
    Sie als Arbeitsmittel geltend machen

Was brauche ich unbedingt?

Wie auch immer Ihre selbstständige Tätigkeit aussehen wird, auf die folgenden Arbeitsmittel werden Sie wahrscheinlich nur schwer verzichten können:

  • Schreibtisch und Bürostuhl
  • PC mit Internet-Anschluss, Drucker und externer Festplatte (zur Datensicherung)
  • Telefon mit Anrufbeantworter, Faxgerät
  • Ablagemöglichkeiten
  • Schreibutensilien (Block, Notizzettel, Stifte, Ablagekörbe)

Beim eigentlichen Kauf Ihrer Einrichtungs- und Arbeitsgegenstände lohnt es sich, frühzeitig die Augen offenzuhalten und nach guten Angeboten zu suchen. Am Besten setzen Sie sich hierzu eine „Deadline“ (z. B. „am 01.10.10 möchte ich „eröffnen“ – bis dahin muss ich alles beisammen haben“). So vermeiden Sie, dass die Suche nach der richtigen Einrichtung zu einem endlosen Mammutprojekt wird. Nutzen Sie für Ihre Suche das Internet genauso wie Möbelhäuser vor Ort – auch hier finden sich teilweise sehr günstige Angebote.
Wer Spaß an Eigenarbeit hat und handwerklich begabt ist, für den kann auch ein Flohmarktbesuch sehr lohnend sein. Für wenig Geld bekommt man hier schöne, manchmal etwas reparaturbedürftige Einzelstücke. So können Sie mit wenig Aufwand Ihrem Büro die „persönliche Note“ geben.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

istock_000007312862xsmallVor allem darauf, dass Ihnen die Neuanschaffungen auch gefallen, und zu Ihnen passen. Falls Sie über keinen separaten Zugang zu Ihrem Arbeitsbereich verfügen sollten, sollten Sie neben einem gewissen „Grundstil“ auch auf Stimmigkeit zwischen Wohn- und Arbeitsbereich achten (je mehr Ihre Kunden „zwangsläufig“ von Ihrem Wohnbereich zu sehen bekommen, desto mehr sollten Sie auf eine gewisse Übereinstimmung achten).
Ein zu buntes „Stilgemisch“ wirkt leicht irritierend und unprofessionell (stellen Sie „Omas alten Sekretär“ vielleicht doch lieber in eine nette Ecke im Wohnzimmer statt in Ihr Büro).

Bei Schreibtisch und Bürostuhl sollte Ihnen „Qualität vor Preis“ gehen. In Ihrer Firma sind Sie das wichtigste Arbeitsmittel – achten Sie daher auf sich…

Mittlerweile bietet das Internet auch gute Bezugsmöglichkeiten für Büromöbel aus zweiter Hand. Nutzen Sie vielleicht auch die Folgen der Wirtschaftskrise und stöbern Sie in der Tageszeitung nach Firmenauflösungen. Manchmal erweisen sich diese als wahre „Fundgruben“ für Büroausstattung (besonders bei Aktenschränken und Ablageorganisation – als Neuanschaffungen können diese ziemlich ins Geld gehen).

Sollten Sie sich dazu entschließen, eine Franchisepartnerschaft einzugehen, kann es sein, dass die Einrichtung Ihres Büros Teil des „Franchisepaketes“ ist. In diesem Fall wird Ihnen einiges an Such- und Beschaffungsaufwand erspart bleiben.

Es ist jedoch vom jeweiligen Franchisegeber abhängig, ob und in welcher Form die Einrichtung des „Betriebsbüros“ vorgeschrieben ist.

Falls Sie sich für die Führung eines eigenen Unternehmens interessieren, finden Sie auf Franchise Direkt noch weitere interessante Informationen rund um die Themen Existenzgründung und Selbstständigkeit. Wir hoffen dass Sie diesem Artikel nützliche Informationen entnehmen konnten. Bitte lesen Sie auch die anderen beiden Artikel dieser Reihe: Strategien zu Planung und Organisation und Die Vor- und Nachteile eines Heimbüros


Kathrin Kaltbeck

25.08.2010

Arbeiten im Heimbüro – auch mit Franchising (Teil 2)

Teil 2: Strategien zu Planung und Organisation

Sich seine Zeit selbst einteilen, flexibel in der Organisation von Terminen und Aufträgen sein und eigene Ideen verwirklichen. Dies sind die häufigsten Antworten auf die Frage: „Warum haben Sie sich dafür entschieden, auf selbstständiger Basis von zu Hause aus zu arbeiten?“ Auf den ersten Blick hören sich diese Aussagen sehr vielversprechend an. Dennoch steckt hinter dem vermeintlich „so einfachen Arbeitsalltag” von zu Hause aus jede Menge Planung und Organisation.

Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Tipps geben, wie Sie Ihr eigenes Büro erfolgreich und strukturiert aufbauen können. Da viele Franchise-Konzepte mittlerweile auch in Teilzeit oder von zu Hause aus betrieben werden können, ist dieser Artikel sicherlich auch für (zukünftige) Franchisenehmer von Interesse.

1. Die Atmosphäre in Ihrem eigenen Büro:

istock_000007042793smallWenn Sie als Angestellter arbeiten, müssen Sie zwangsläufig mit dem Geschmack Ihres Chefs „leben“. Ob die Einrichtung dann „super-schick“ oder eher „zum Abgewöhnen“ ist, haben Sie in diesem Fall nicht zu entscheiden. Dies ändert sich jedoch schlagartig, wenn Sie in Ihrem eigenen Büro arbeiten. Dann treffen plötzlich Sie alle Entscheidungen und können sich Ihr Büro ganz nach Ihren Wünschen einrichten. Und hierzu sollten Sie sich Zeit nehmen.

Schließlich handelt es sich um Ihr künftiges Arbeitsumfeld. Gestalten Sie den Raum, der Ihnen als Büro dienen soll möglichst so, dass er Ihnen gefällt und Sie sich gerne darin aufhalten. Ein schönes Bild an der Wand zum Beispiel (eines das SIE persönlich mögen und keines, das Sie sich nur gekauft haben, weil alle sagen, dass der Künstler momentan total „IN“ ist …), erspart Ihnen den trostlosen Anblick weiß getünchter Wände und lockert die Atmosphäre im Raum etwas auf. Denken Sie auch an die Anschaffung von 1 oder 2 Deko-Grünpflanzen. Sie verbessern merklich das Raumklima und sind zudem auch etwas „fürs Auge“. Ein angenehmes Arbeitsumfeld fördert die Konzentration und wirkt entspannend, auch wenn einmal Handy und Festnetz gleichzeitig mit dem Faxgerät um Ihre Aufmerksamkeit buhlen.

2. Die Festlegung der Arbeitszeiten:

Balancing the AccountsEine gewisse Routine im täglichen Arbeitsablauf erleichtert Einiges. Wenn Sie bereits zu Beginn eine Art „Rahmenplan“ für Arbeitszeiten ausarbeiten, können Sie Ihre täglich anfallenden Arbeiten bereits vorab planen und sich einen groben Ablauf vorstrukturieren (z. B. von 9:00 bis 10:00 erledige ich die Ablage und kümmere mich um die Post etc.). Die genaue Planung dieses „Grundgerüstes“ hängt jedoch auch von Ihrer jeweiligen Tätigkeit ab.

Wie im „normalen“ Büroalltag auch, kann „Unvorhergesehenes“ oft den geplanten Ablauf durcheinanderwirbeln (z. B. ein unerwartetes längeres Telefonat etc.). Legen Sie daher den Zeitrahmen für die einzelnen Tätigkeiten nicht zu knapp fest und planen Sie Pausen und „Pufferzeiten“ von Anfang an mit ein. Ebenso sollten Sie die Arbeitszeiten Ihrer Geschäftspartner bei Ihrer Planung im Blick behalten (wann ist wer am Besten erreichbar?) –

so stellen Sie sicher, dass Sie bei Ihrer Kundenbetreuung oder Ihrer Akquise möglichst wenig Zeit für unnötige Telefonate verlieren. Ebenso wichtig ist es, sich bereits vorab Gedanken über Anfangs-, Pausen- und Feierabendzeiten zu machen. Auch als Selbstständiger haben Sie sich Ihren Feierabend verdient. Tappen Sie möglichst nicht in die „Open-End-Falle“ – auch Sie können nicht 24/7 arbeiten …

Jeder Arbeitnehmer hat ein Anrecht auf eine x-minütige Mittagspause. Warum sollten Sie sich als „Ihr eigener Chef“ dieses Recht versagen? Planen Sie daher mindestens 30 Minuten für Ihre Mittagspause ein – und nutzen Sie die volle Zeit dazu, abzuschalten und neue Energie für den Nachmittag zu tanken.

3. Richtig Organisieren im Alltag:

Pretty woman with open signAls Selbstständiger (vor allem, wenn Sie alleine arbeiten), müssen Sie sich um vieles, was bisher von Ihrer Sekretärin oder anderen Abteilungen innerhalb Ihrer Firma erledigt wurde, selbst kümmern. Daher ist es absolut notwendig, Ihre Arbeitsabläufe klar zu strukturieren. In der Praxis bewährt hat sich vor allem eine tägliche „To-Do-Liste“ auf der Sie festhalten können, was Sie unbedingt erledigen müssen.

Achten Sie bei der Zusammenstellung der Liste jedoch darauf, sich realistische Tagesziele zu setzen. Bei einer Tätigkeit als Franchisepartner werden Ihnen zwar, abhängig von Ihrer jeweiligen Partnerfirma, gewisse Tätigkeiten abgenommen da Sie von der Franchisezentrale aus abgewickelt werden (z. B. Warenbestellung etc.), Sie werden jedoch überrascht sein, wie viel „Verwaltung“ dennoch an Ihnen hängenbleibt.

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Um einen Überblick über Ihre tatsächlich investierte Arbeitszeit zu erhalten, empfiehlt sich (vor allem in der Anfangszeit) eine akkurate Zeiterfassung. Dadurch gewinnen Sie einen guten Einblick über Ihre Arbeitsabläufe und können erkennen, wofür Sie wie viel Zeit einplanen müssen. Wenn Sie die Zeiterfassung immer dann stoppen, wenn Sie „ein kleines Päuschen machen“, werden Sie auch schnell erkennen, ob Sie tatsächlich konzentriert arbeiten, oder sich zu sehr von privaten Aufgaben ablenken lassen. So gewinnen Sie schnell einen guten Überblick über effektiv genutzte Zeit (und können auch erkennen, wie viel Zeit Ihnen effektiv Geld einbringt und wie viel für Verwaltung und Planung aufgewendet werden muss).

Bei der genauen Analyse solcher Zeiterfassungsbögen sind viele Freiberufler nicht selten von den Ergebnissen überrascht. Die nebenstehende Grafik beispielsweise zeigt eindrucksvoll auf, wie viel Zeit ein durchschnittlicher Verkäufer wirklich mit dem „VERKAUFEN“ verbringt.

4. Die „richtige“ Arbeitskleidung

Die Beantwortung dieser Frage hängt von verschiedenen Faktoren ab:

a) Von der Art Ihrer Tätigkeit:

istock_000009047420xsmallNatürlich steht es Ihnen als Selbstständiger frei, selbst über die Art der Kleidung zu entscheiden, mit der Sie sich morgens an Ihren Schreibtisch setzen. Dennoch möchten wir Ihnen hier einige allgemeine Ratschläge geben, die Ihnen das Arbeiten im Home-Office erleichtern. Generell muss man dringend davon abraten, sich morgens bei „Arbeitsbeginn“ im Jogginganzug an Ihren Schreibtisch zu setzen.

Diese Art der Kleidung signalisiert Ihrem Unterbewusstsein „Freizeit“, während in Wirklichkeit „Arbeitszeit“ angesagt sein sollte. Auch die Art Ihrer Tätigkeit ist entscheidend für die „richtige“ Ausstattung Ihres Arbeitskleiderschrankes.

Wenn Sie zum Beispiel als selbstständiger Berater tätig sind, werden Sie öfter einen Anzug tragen müssen, wohingegen ein unabhängiger Webdesigner sich ein etwas lässigeres Arbeitsoutfit leisten kann.

b) Von eventuellen Dress-Code-Vorgaben in Zusammenhang mit Ihrer Tätigkeit als Franchisepartner

Als Franchisenehmer betreiben Sie unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung eine Niederlassung Ihres Franchisegebers. Zur Grundidee des Franchisings gehört jedoch die Weitergabe eines vollständigen, funktionierenden Geschäftskonzeptes an die Franchisepartner. Hierbei kann auch die Arbeitskleidung Teil dieses Gesamtkonzeptes sein (vor allem, wenn Sie mit dem Firmenlogo bedruckt wurde oder Ähnliches.). In diesem Fall müssen Sie sich als Franchisenehmer den Vorgaben des Franchisegebers „unterordnen“.

Der vorliegende Artikel zielt darauf ab, Ihnen eine gewisse Hilfestellung bei der Planung und Organisation Ihres Home-Office Betriebes zu geben. Wir hoffen, dass die darin enthaltenen Tipps für Sie von Nutzen sind. Im Info-Center von Franchise Direkt finden Sie noch weitere interessante Artikel zu ähnlichen Themen. Im dritten und letzten Teil dieser Artikelserie werden wir uns genauer mit den einzelnen Kostenaspekten einer Berufstätigkeit „von zu Hause aus“ befassen.


Kathrin Kaltbeck

18.08.2010

Mit Natur und gesunder Ernährung auch im Franchising erfolgreich

Der immer stärker werdende Trend zu einer gesünderen und ausgewogeneren Lebensweise beweist auch mitten in der Wirtschaftskrise „Durchhaltevermögen“. Sogar im wirtschaftlich hochproblematischen Jahr 2009 konnte sich der Umsatz auf dem deutschen Biomarkt stabil auf Vorjahresniveau halten. Wurden im Biosegment im Jahr 2008 5,85 Mrd. Euro umgesetzt, so zeigte sich im Jahr 2009 lediglich ein geringfügiger Rückgang auf 5,80 Mrd. Euro.

Interessant hierbei ist die Tatsache, dass der Umsatzrückgang größtenteils auf gesunkene Preise bei insgesamt steigender Nachfrage zurückzuführen ist. Die nachfolgende Grafik verdeutlicht die Umsatzentwicklung auf dem Biomarkt in Deutschland über einen 12-Jahres-Zeitraum:

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Bild: AMI

Insgesamt betrachtet sind sowohl das Interesse an als auch die Verkaufszahlen von biologisch angebauten Lebensmitteln, Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln in den letzten Jahren stark genug angestiegen, um auch das Interesse von Franchisegebern an diesem Marktsegment zu wecken. Einer der Vorreiter auf diesem Marktsegment ist das österreichische Franchise-Unternehmen Sonnentor GmbH. Seit seiner Gründung im Jahr 1988 steht das Unternehmen für Nachhaltigkeit und biologischen Anbau im Einklang mit der Natur. Insgesamt werden die Spezialitäten des Herstellers von qualitativ hochwertigen, biologischen Lebensmitteln mittlerweile in 40 Länder exportiert. Der Exportanteil beim Warenverkauf beträgt inzwischen 90%. Mittlerweile konnte das Unternehmen auch erfolgreichen Niederlassungen in Tschechien und Rumänien aufbauen.

Weitere erfolgreiche Beispiele für das Aufspüren und Nutzen eines neuen Trends ist beispielsweise auch das Franchise-Konzept myindigo, 2009 bei den  International Leaders Club Awards als innovativstes europäisches Gastronomiekonzept mit der „Goldenen Palme“ ausgezeichnet. Die Geschäftsidee von myindigo beruht auf einer abwechslungsreichen Produktpalette und eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten durch eine breite Auswahl an verschiedensten Gewürzen und Gerichten. Alle bei myindigo angebotenen Produkte sind fett- und cholesterinarm, reich an Vitaminen und Mineralstoffen und frei von künstlichen Zusätzen wie Aromen oder Konservierungsstoffen.

Mit dieser Geschäftsidee und ihrer Firmenphilosophie „feel good throughout the day“ treffen die Inhaber von myindigo genau den Nerv der Zeit: Die hauptsächliche Zielgruppe von myindigo sind bewusst lebende Genießer , die sich schnell, unkompliziert, gesund und qualitativ hochwertig ernähren möchten.

Auch das Franchise-Unternehmen Dulce Chocolate & Ice Cream setzt bei der Zubereitung seiner „süßen Genüsse“ auf 100% Natur. Auch hier werden keinerlei künstliche Farbstoffe, Aromen oder sonstige Zusätze verwendet. Hinter Dulce Chocolate & Ice Cream verbirgt sich ein Systemgastronomie- und Einzelhandelskonzept, das sich dem Verkauf von handgefertigten Produkten wie Schokolade, Pralinen, Eiscreme sowie Kaffee und Kuchen verschrieben hat. Der wachsende Erfolg des Konzeptes seit seiner Gründung im Jahr 2007 beweist die Tragfähigkeit der Idee weg vom saisonalen Verkauf von Eiscreme hin zu einem Ganzjahreskonzept mit wechselnder Produktpalette.

Da die Wachstumschancen auf diesem Marktsegment nach wie vor überdurchschnittlich groß sind, suchen all diese Firmen weiterhin verstärkt nach weiteren Franchisenehmern. Franchise Direkt bietet eine große Auswahl an Franchise-Unternehmen, die sich auf Verwendung von bzw. den Handel mit naturbelassenen Produkten spezialisiert haben.


Oliver Gieseck

12.08.2010

KfW Fördermittel für Existenzgründer und Selbständige

Die Vorteile der KfW Fördermittel für Existenzgründer und Selbstständige nutzen

Gerade in der Startphase der Selbständigkeit steht oftmals die Finanzierung der Investitionsvorhaben an erster Stelle der Prioritätenliste. Für Existenzgründer ist es besonders wichtig, dass günstige Finanzierungen und Starthilfen gefunden werden, die den Aufbau der Existenz unterstützen. Einige Möglichkeiten bieten hier die diversen Förderprogramme der KfW-Bank, die es auch speziell für Selbständige und Existenzgründer gibt.

piggy-bank-123x200_edited-1Die staatliche KfW-Bank bietet derzeit (2010) konkret zwei verschiedene Sonderprogramme an, die speziell für Personen geeignet sind, die sich selbständig machen möchten und sich in der Phase der Existenzgründung befinden. Dabei handelt es sich auf der einen Seite um das Sonderprogramm „KfW-StartGeld“ und auf der anderen Seite um das Sonderprogramm „ERP-Kapital für Gründung“. Darüber hinaus gibt es auch noch einige Sonderprogramme für etablierte Unternehmen, die bereits seit einiger Zeit bestehen. Diese Programme fallen dann zwar nicht in den Bereich der Existenzgründung, sind aber natürlich dennoch für viele Personen interessant, die bereits seit einiger Zeit selbständig sind.

Das KfW-Sonderprogramm „KfW-StartGeld“

Das KfW-StartGeld ist ein Sonderprogramm aus dem Bereich Existenzgründungs-Förderung, welches für Vorhaben geeignet ist, die nicht mehr als 50.000 Euro an Kosten in Anspruch nehmen werden. Angeboten wird dieses Förderprogramm allen Existenzgründern, Freiberuflern Selbständigen und kleineren Unternehmen, die noch keine drei Jahre am Markt vorhanden und tätig sind. Unter diesen beiden Voraussetzungen (weniger als drei Jahre, bis 50.000 Euro) kann man das KfW-StartGeld Programm bei der KfW-Bank beantragen.

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Diese Förderung weist einige Vorteile für den Existenzgründer bzw. den Selbständigen auf. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Kosten nach Abzug vorhandener Eigenmittel bis zu 100 Prozent finanziert werden können. Ferner gilt eine Haftungsfreistellung von 80 Prozent für die Hausbank, was den Erhalt des Darlehens deutlich vereinfacht.

Zudem ist auch ein zweiter Antrag möglich, falls die Maximalsumme von 50.000 Euro bisher nicht ausgeschöpft worden ist.

Mitfinanziert werden unter anderem der Kauf von Grundstücken und Gebäuden, der Kauf von Maschinen und Einrichtungsgegenständen, die Betriebs- und Geschäftsausstattung, sowie die Erstausstattung.
(Weitere Informationen zu KfW-StartGeld)

Die Rückzahlungsmodalitäten und Konditionen

Neben den genannten Vorteilen und Bedingungen des KfW-Sonderprogramms „KfW-StartGeld“, sind für den Kreditnehmer natürlich vor allem auch die Rückzahlungsmodalitäten wichtig. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die maximale Kreditlauf beim maximalen Kreditbetrag von 50.000 Euro bei zehn Jahren liegt. Dabei können zudem maximal zwei tilgungsfreie Jahre in Anspruch genommen werden.

doing-business-230x170Alternativ kann bei einer Rückzahlungsdauer von bis zu fünf Jahren ein tilgungsfreies Jahr genutzt werden. Die Zins- und Tilgungszahlung erfolgt monatlich und Sondertilgungen sind jederzeit kostenfrei möglich. Die Auszahlung der Darlehenssumme erfolgt zu 100 Prozent und ab einem Monat nach der Kreditzusage fällt für die nicht abgerufenen Kreditteile eine Bereitstellungsprovision von 0,25 Prozent pro Monat an.

Über den gültigen Zinssatz muss man sich stets aktuell bei der KfW-Bank informieren, da dieser sich am Kapitalmarkt orientiert.

Das KfW-Sonderprogramm „ERP-Kapital für Gründung“

Dieses Förderprogramm ist vor allem für junge Unternehmer / Selbständige und Existenzgründer gedacht, denen es an Eigenkapital mangelt, was natürlich sehr häufig der Fall ist. Konkret handelt es sich um ein nachrangiges Darlehen der KfW-Bank, welches die Eigenkapitalbasis des Existenzgründers stärkt und somit den Weg für andere Fremdfinanzierungen, zum Beispiel seitens der Hausbank, deutlich erleichtert.

Die Vorteile dieses KfW-Förderdarlehens bestehen vor allem darin, dass das Kapital über sieben Jahre hinweg zur vollen Verfügung steht, der Zinssatz subventioniert wird und der Kreditnehmer für das nachrangige Darlehen keinerlei von Sicherheiten stellen muss.
(Weitere Informationen zum ERP-Kapital für Gründung)

Die Rückzahlungsmodalitäten und Konditionen

Zu den großen Vorteilen und gleichzeitig zu den Rückzahlungsmodalitäten und Konditionen zählt, dass die Tilgung des erhaltenen Darlehensbetrages erst nach Ablauf von sieben Jahren beginnt, was die Liquidität des Kreditnehmers natürlich sehr positiv beeinflusst. Finanziert werden können maximal 500.000 Euro, wobei der Eigenkapital-Anteil des Antragstellers stets bei mindestens 15 Prozent im Bezug auf die förderungsfähigen Kosten betragen muss. Die Laufzeit des Kredites beträgt 15 Jahre.

Der Zinssatz wird für die ersten zehn Jahre garantiert und ist aufgrund der Subventionierung extrem günstig. In den ersten drei Jahren der Kreditlaufzeit liegt der Zinssatz in den alten Bundesländern und Berlin bei 1,05 Prozent, in den neuen Bundesländern werden 0,80 Prozent veranschlagt. Im vierten bis zum zehnten Jahr der Kreditlaufzeit liegt der Zinssatz dann bei 3,47 Prozent (Mischeffektivzins alte Bundesländer) bzw. bei 3,22 Prozent (neue Bundesländer). Nach Ablauf der Zinsgarantie von zehn Jahren richtet sich der Zinssatz am Kapitalmarkt aus.

Fazit

Insgesamt betrachtet bieten die KfW-Förderprogramme sicherlich vielen Selbständigen und Existenzgründern eine sehr gute Starthilfe und erleichtern die Finanzierung von Investitionen. Aufgrund der sehr günstigen Konditionen und der kaum vorhandenen „Einschränkungen“ sollte man als Existenzgründer nicht auf diese Hilfen verzichten, zumal Nachteile ohnehin nicht vorhanden sind.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von ForwardDarlehen-Vergleich.de – Der Ratgeber für Kredite und Baufinanzierungen


Kathrin Kaltbeck

04.08.2010

Übergewicht bei Haustieren – Franchisesysteme können Hilfestellung sein

Nicht nur die Zweibeiner kämpfen in unserer Wohlstandsgesellschaft gegen überflüssige Pfunde. Auch unsere vierbeinigen Mitbewohner leiden immer mehr unter dem Problem „Übergewicht“.

Die Folgeerscheinungen bei Tieren sind hierbei durchaus mit denen bei Menschen vergleichbar: Lebensqualität und Lebenserwartung nehmen ab, es kommt zu Veränderungen der Gelenke und schlimmstenfalls zu gewichtsabhängigen Begleiterkrankungen (Diabetes, Herzerkrankungen, Atembeschwerden).

Statistisch gesehen sind mittlerweile in Deutschland jeder zweite Hund sowie jede dritte Katze von mehr oder minder ausgeprägtem Übergewicht betroffen.

dogbowl-130x100Da es sehr schwierig ist, sein Haustier auf Dauer allein auf „Diät“ zu setzen, empfiehlt sich eine ausgewogene Mischung aus Ernährungsumstellung und verstärktem Training. Franchise-Unternehmen wie „Das Futterhaus“ und „Zoo und Co“ führen in ihrem Sortiment auch kalorienreduzierte Futtermittel für vom Übergewicht bedrohte oder bereits an Übergewicht leidende Tiere.

Leider gibt es in Deutschland allerdings noch keine „Fitness-Center für Hunde”. In den USA erfreuen sich Franchise-Konzepte wie „Zoom Room“ und „The DogSmith“ seit neuestem großer Beliebtheit. Im Zuge einer seiner Recherchen ist unser amerikanischer Kollege Donald Cranford auf das Problem des Übergewichts bei Tieren sowie die passenden Franchise-Systeme aufmerksam geworden. Lesen Sie deshalb auch seinen Original-Artikel Franchising’s Solution To Dog Obesity (in englischer Sprache)

Demnach ist Übergewicht bei Tieren in Großbritannien ebenso wie in den USA auf dem Vormarsch wie in Deutschland. Beide Franchise-Konzepte haben sich darauf spezialisiert, erfolgreiche Trainingsmaßnahmen für und mit dem Hund anzubieten. Der Schlüssel zum Erfolg dieser Systeme scheint in der Kombination zwischen „Training für die Hunde“ und „Sozialen Kontakten für ihre Menschen“ zu liegen.

english_bullodg-164-x-200Offensichtlich hat die Franchise-Industrie in Amerika den sich fortsetzenden Negativ-Trend schneller erkannt als bei uns in Deutschland. Frühere Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass etwas, das sich in Amerika zu einem Trend entwickelt (und der Besuch von „Hundefitness-Centern“ scheint im Moment genau dies zu tun), früher oder später auch zu uns „überschwappt“. Vielleicht wäre es aber auch eine gute Gelegenheit für einen findigen Existenzgründer, eine derartige Idee aufzugreifen und, zusammen mit eigenen Einfällen zu einem tragfähigen Gesamtkonzept für den deutschen Markt weiterzuentwickeln.

Im Infocenter von Franchise Direkt finden sich viele interessante Informationen rund um die Themen Franchising, Existenzgründung und Geschäftsideen.

Ob sich das Problem des Übergewichts bei Hunden mithilfe einer derartigen Einrichtung endgültig besiegen lässt, bleibt abzuwarten. Schließlich hängt der Erfolg einer solchen Einrichtung weit mehr von der Motivation des Hundebesitzers ab als vom Benehmen des Hundes.

Bei der richtigen Nutzung solcher Einrichtungen sowie einer vernünftigen Ernährung jedoch kann man seinem vierbeinigen Liebling mit Sicherheit ein noch schöneres Leben bei seinem „Dosenöffner“ ermöglichen.


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