Erfolgreich als Franchisenehmer?

Erfolgreich als Franchisenehmer?
Auf diese 7 Faktoren kommt es an

Die Abschlussprüfungen an Schulen und Universitäten stehen kurz bevor. Für viele stellt isch also jetzt die Frage, wie es weitergehen soll. Jeder, der mit dem Gedanken spielt, eine berufliche Selbständigkeit einzugehen, sollte vorher einen kurzen Selbsttest machen:

Sich selbständig zu machen und ein eigenes Geschäft zu führen, ist eine große Herausforderung – folgende Faktoren helfen Ihnen dabei, dauerhaft erfolgreich zu sein. Daher empfehlen wir Ihnen, Ihre eigenen Stärken und Schwächen einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen, bevor Sie sich endgültig für den Kauf einer Franchiselizenz entscheiden.

Nachfolgende Faktoren sind nachweislich für den Erfolg von Franchisenehmern mit verantwortlich:

Freude am Umgang mit Menschen

Als Franchisenehmer werden Sie es hauptsächlich mit drei Gruppen von Menschen zu tun haben: Ihrem Franchisegeber, Ihren Kunden und Ihren Angestellten.
Ihr Franchisegeber braucht Sie als motivierten Partner, der ohne großes Getöse seine Arbeit erledigt. Franchising funktioniert auf Basis einer starken und ehrlichen Beziehung zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer. Einer der Grundsteine der guten Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien ist eine gute Kommunikation. Daher müssen Sie gewillt sein, mit Ihrem Franchisegeber in ständigem Kontakt zu bleiben, und auch seinen Besuchen, besonders in der Anfangszeit, offen gegenüberstehen.

Die beiden anderen Gruppen sind ebenfalls sehr wichtig: Viele Franchisekonzepte basieren auf gutem Umgang mit Kinden, sehr oft auch jeden Tag. Hier sollten Sie sich folgendes merken: Wenn Sie Ihre Waren und Dienstleistungen mit Charm und einem Lächeln anbieten, werden Ihre Kunden immer gerne zu Ihnen zurückkommen. Hier ist es wichtig, nicht zu schüchtern zu sein – erfolgreiche Franchisenehmer sind sehr oft aufgeschlossen und haben eine gesunde Portion Selbstvertrauen. Beides brauchen Sie sowohl für die Arbeit mit Angestellten, als auch bei Ihrem Auftreten in der Öffentlichkeit. Wenn Sie lieber für sich alleine arbeiten, so empfielt sich vielleicht ein Internet-Franchise. Hier können Sie im Komfort Ihrer eigenen vier Wände Ihrer Tätigkeit nachgehen.

Finanzielle Möglichkeiten

Zuerst müssen Sie die Höhe der finanziellen Mittel berechnen, die Sie für den Kauf einer bestimmten Franchise-Lizenz aufbringen müssen. Behalten Sie hier unbedingt auch alle weiteren finanziellen Auswirkungen im Auge (zum Beispiel den Verlust Ihres Einkommens und die Deckung Ihres monatlichen Finanzbedarfs für mindestens ein Jahr. Notieren Sie sich alle notwendigen Zahlen am Besten auf einem Blatt Papier und stellen Sie verfügbare Mittel, Eingaben und Ausgaben genau gegenüber. Auf diese Weise können Sie erkennen, ob Sie die notwenigen finanziellen Ressourcen aufbringen können. Falls nicht, so wird Ihnen diese Aufstellung dabei helfen, zu erkennen, welche Kredithöhe Sie sich gegebenenfalls leisten können. Kreditanträge für eine Selbstständikeit im Franchising werden von den Banken übrigens oft bevorzugt behandelt, da sie auf einem erprobten und erfolgreichen Geschäftskonzept beruhen. Allerdings wird in den meisten Fällen ein Eigenkapitalanteil von 30% vorausgesetzt.

Enthusiasmus für’s Geschäft

Etwa 92% der Franchisekonzepte in den Vereinigten Staaten schreiben schwarze Zahlen. Das geht aus der Nat West bfa Franchise-Umfrage aus dem Jahr 2013 hervor.Damit wird Franchising zur „sichersten“ Alternative der Existenzgründung. Allerdings wird sich auch hier der Erfolg nicht über Nacht einstellen. Auch hier haben die Götter harte Arbeit ein großes Maß an Eigenmotivation vor den Erfolg gestellt. Nur so werden Sie bald die ersten Ertäge ernten können – und mit der gleichen Einstellung müssen Sie Ihr Geschäft auch weiterführen.

Wenn Sie die Zügel schleifen lassen und Ihr Geschäft darüber zu scheitern droht, wird Ihr Franchisegeber nicht gerade begeistert sein.

Und auch beim Marketing hilft eine gehörige Portion Enthusiasmus weiter. Wenn Sie von Ihrem eigenen Geschäft begeistert sind, werden dies auch Ihre Kunden spüren – und beim nächsten Mal zu Ihnen zurückkommen.

Ihre positive Grundeinstellung wird sich auch auf Ihre Angestellten übertragen und ihnen bei ihrer Arbeit helfen.

Bereitschaft, Regeln zu befolgen

Als Franchisenehmer müssen Sie vor allem ein guter Schüler sein. Dies bedeutet nicht nur, das zu tun, was Ihnen gesagt wird – sie müssen sich auf die Führung Ihres Franchisegebers einlassen und Lernbereitschaft zeigen. Ihr Franchisegeber hat bereits ein funktionsfähiges Geschäftsmodell für Sie entwickelt; durch Ihren Franchisevertrag sind Sie daran gebunden, es so zu führen, wie es Ihnen gesagt wird.

Dies erstreckt sich über alle Abteilungen Ihres Geschäftes – von Verpackung und Versand bi shin zur Buchhaltung. Alles Geschäftsvorgänge werden in jeder Franchise-Filiale genau gleich abgewickelt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Kunden in jeder Franchise-Niederlassung vergleichbare Erfahrungen machen.

Der Vorteil liegt hier einerseits darin, dass Sie sich voll und ganz auf die Unterstützung anderer Franchisenehmer und Ihres Franchisegebers verlassen können, andererseits folgen Sie einem klar formulierten Businessplan, der sich bereits an anderer Stelle bewährt hat. Der Nachteil ist, dass Sie, falls Ihnen Probleme auffallen sollten, diese nicht im Alleingang lösen können. Hier müssen Sie etwaige Änderungen erst mit Ihrem Franchisegeber absprechen und dessen Entscheidung abwarten.

Unterstützung von Familie und Freunden

Ein eigenes Geschäft aufzubauen kostet Zeit und Geld – und die volle Unterstützung Ihrer Familie ist dabei von höchster Wichtigkeit. Bereiten Sie sie rechtzeitig auf die anstehenden Veränderungen vor und vergewissern Sie sich, dass Ihre Familie auch damit zurechtkommt, falls Sie öfter als bisher anderweitig Verpflichtungen nachgehen müssen. In der Anfangszeit kann es empfehlenswert sein, dass Ihr Partner in einem „normalen“ Angestelltenverhältnis verbleibt.

So können Sie sicherstellen, dass Ihre Familie trotz der Existenzgründung über ein fest kalkulierbares Einkommen verfügt.

Stabile Gesundheit

Sich als Franchisenehmer selbständig zu machen bedeutet, ein gewisses Risiko auf sich zu nehmen und dann die nächsten Jahre seines Lebens daran zu arbeiten, das Geschäft am Laufen zu halten. Franchising ist besonders bei Menschen über 50 sehr beliebt (Ergebnis der Nat West bfa Franchise-Umfrage 2013). Vor einer endgültigen Entscheidung sollten Sie nicht nur ihr Alter, sondern auch Ihre Gesundheit berücksichtigen: Stellen Sie sich hier die Frage, ob Sie lange genug fit sein werden um mit Ihrem Geschäft einen Gewinn erzielen zu können.

Einige Franchisekonzepte geben Öffnungszeiten vor, bei denen Sie sehr lange arbeiten müssen – auch an Wochenenden und Feiertagen. Das gilt ganz besonders für die Anfangszeit. Wenn Ihr Energielevel von Natur aus eher niedrig ist, ist es vielleicht nicht empfehlenswert, einer derartigen Belastung lange standhalten zu wollen. Vielleicht sollten Sie dann lieber ein Franchisesystem auswählen, das sie in Teilzeit ausüben können.

Mentale Stärke ist für Existenzgründer genauso wichtig wie körperliche. Die Führung eines eigenen Unternehmens bringt auch psychischen Druck mit sich dem Sie sich stellen müssen. Ganz besonders in stressigen Situationen wie einer starken Konkurrenz, Fragen der Zusammenarbeit oder plötzlichen Veränderungen müssen Sie entsprechend richtig reagieren. Und wenn Fehler passieren, müssen Sie so belastbar sein, dass Sie sich schnell erholen und weiter optimistisch bleiben können.

Zielorientierung

Sie müssen eine klare Vorstellung von dem Unternehmen haben, dass Sie aufbauen möchten – ansonsten wird es sehr schwer werden, erfolgreich zu sein. Und genau hier haben Franchisenehmer einen klaren Vorteil – alle Ziele sind bereits für sie vorformuliert. Als Franchisenehmer liegt Ihre Hauptaufgabe also darin, sich diese Zielvorgaben genau anzusehen und sich Strategien zur Erreichung dieser Ziele zu überlegen. Zerlegen Sie die einzelnen Ziele in Teilzielen, die Sie innerhalb einer kurzen Zeit erreichen können. Nehmen Sie diese Ziele unbedingt ernst – und schieben Sie nichts auf die lange Bank! Planen Sie auch regelmäßige Meetings mit Ihren Angestellten ein und diskutieren Sie die einzelnen Ziele mit ihnen. Sie alle sind für den Erfolg der gemeinsamen Unternehmung mit verantwortlich..