Die Chance der Selbstständigkeit in höherem Alter

Eine Kündigung in höherem Alter kann für Betroffene aus mehreren Gründen problematisch sein: Ältere Arbeitnehmer haben es oft sehr schwer, nach erfolgter Kündigung auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen da, jüngere Mitbewerber von Firmen bevorzugt eingestellt werden. Unflexibel, zu teuer, wenig motiviert, vergesslich... Das sind nur einige der Vorurteile, mit denen sich Arbeitnehmer ab 50 herumschlagen müssen, wenn es um die Besetzung einer neuen Stelle geht. Älterer Geschäftsmann Darüber hinaus bevorzugen Personalverantwortlliche oft jüngere Bewerber da Firmen an der langfristigen Besetzung einer Stelle interessiert sind.  Ältere Bewerber entsprechen diesem Anspruch jedoch nicht, da sie, aus Sicht der Personalabteilungen, nur relativ kurzfristig für die Firma arbeiten werden (maximal bis zum Erreichen des Rentenalters) Zum Anderen kann eine länger andauernde Arbeitslosigkeit auch ein gewisses finanzielles Risiko mit sich bringen. Oft erfüllen ältere Arbeitslose nicht die Kriterien, die für den Bezug von ALG2 (Hartz 4) aufgelegt wurden. Besonders zuvor angespartes Vermögen kann sich hier als problematisch erweisen:  Die Höchstgrenze ist mit 150€ pro Lebensjahr (§ 12  Abs. 2 SGB II) nicht gerade großzügig bemessen (für einen 50jährigen alleinstehenden Erwerbsfähigen beispielsweise ergäbe sich ein Freibetrag von 7500 €), und man kann sich auch eines gewissen Gefühls der Ungerechtigkeit nur schwer erwehren wenn man unverschuldet in die Arbeitslosigkeit gerutscht ist und sich nun in einer Situation befindet, in der man sein Angespartes erst aufbrauchen soll bevor man weitere Unterstützung vom Staat erhält. Als Betroffener gerät man hier schnell in einen Teufelskreis aus Perspektivlosigkeit und sozialem Abstiegsrisiko. Früher oder später stellt sich für die Leidtragenden hier die Frage nach dem „Sprung ins kalte Wasser“, nach der beruflichen Selbstständigkeit. business meeting Da dies eine der grundlegendsten Entscheidungen ist, die man in seinem Berufsleben treffen kann, müssen hier positive und negative Aspekte besonders sorgfältig gegeneinander abgewogen werden, bevor man eine endgültige Entscheidung treffen kann. Im Anschluss finden Sie eine kurze Tabelle mit Aspekten, die bei der Entscheidungsfindung hilfreich sein können (die Aufstellung ist nur als Hilfestellung gedacht und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):
Vorzüge Nachteile
Beendigung der Perspektivlosigkeit Arbeitspensum und damit monatliches Einkommen sind auftragsabhängig und damit (vor allem im 1. Jahr) schwer zu kalkulieren
Eigeninitiative anstatt zermürbendes Warten eventuell hohes finanzielles Risiko (v. A. in höherem Alter)
Selbstständige Tätigkeit kann dem eigenen Tagesablauf angepasst werden Sämtliche Versicherungen müssen vom Selbstständigen selbst getragen werden (z. B. Kranken- und Rentenversicherung)
Wissen und Erfahrungen können auf selbstbestimmte Weise genutzt werden für Ausfallzeiten durch Krankheit bzw. längere Urlaube muss selbst finanziell vorgesorgt werden da, anders als im Angestelltenverhältnis, kein geregeltes monatliches Einkommen zur Verfügung steht
Höhere Verdienstchancen als bei einer Tätigkeit im Angestelltenverhältnis  
Wie man leicht erkennen kann, halten sich positive und negative Aspekte der Selbstständigkeit ungefähr die Waage. So ist es nicht verwunderlich, dass man, besonders in höherem Alter, oft vor den Risiken der Selbstständigkeit zurückschreckt: „Packe ich das noch?“, „Bin ich hierfür nicht schon viel zu alt?“, „Will ich wirklich meine finanziellen Rücklagen riskieren?“... Das sind nur einige der Fragen, die sich Existenzgründer während der einzelnen Phasen ihrer Unternehmensgründung stellen. Das Existenzgründungskonzept des Franchising kann Antworten auf diese Fragen liefern: 1.) Kann man „zu alt“ für eine Geschäftsgründung sein? Durch die große Anzahl an verschiedenen Franchisekonzepten kann der Existenzgründer genau überlegen, welches System am Besten zu seinen individuellen Stärken und Begabungen passt. Gleichzeitig kann bei der Auswahl der potenziell geeigneten Franchisesysteme auch Rücksicht auf den jeweiligen familiären Hintergrund genommen werden. Besitzt jemand zum Beispiel ein Haus oder eine größere Wohnung, könnten für ihn vornehmlich Konzepte interessant sein, die mit Hilfe eines home-office betrieben werden können. Da für ein home-office z. B. Mietzahlungen  für Ladenlokal etc. entfallen, könnte hiermit die monatliche Belastung signifikant gesenkt werden. 2) Wie sollte die finanzielle Planung für die Geschäftsgründung aussehen? istock_000003615197xsmallAuch vor dem Hintergrund dieser Fragestellung kann Franchising ein guter Gedanke sein. Dank der großen Palette an verschiedenen Franchise-Unternehmen hat man auch hier „die Qual der Wahl“: Die Preisspanne der Eintrittsgebühr erstreckt sich von 5.000 € bis hin zu 50.000 € und mehr. Man kann sich also bereits im Vorfeld überlegen, wo die persönliche (finanzielle ) Schmerzgrenze liegt. Auf keinen Fall jedoch sollten Gelder verwendet werden, die explizit für die Altersvorsorge vorgesehen waren. Diverse Förderprogramm von Bund und Ländern können unter Umständen den Schritt in die Selbstständigkeit vereinfachen. Vor allem dann, wenn durch den Wechsel in die Selbstständigkeit die Chance auf Beendigung der Langzeitarbeitslosigkeit besteht. Nähere Informationen hierzu finden Sie in unserem Archiv. 3. Will man wirklich den Sprung ins „kalte Wasser“ wagen? Der große Vorteil bei Franchising besteht darin, dass man von seinem Franchisegeber ein Komplettkonzept für den Aufbau eines neuen Unternehmens erhält. Demzufolge ist das sprichwörtliche „Wasser“ wahrscheinlich nicht so kalt, wie es anfangs scheint. Auch die laufende Betreuung und Unterstützung wird Ihnen dabei helfen, Ihr Unternehmen Schritt für Schritt zum Erfolg zu führen. Die Grundidee des Franchising basiert auf einer Partnerschaft für gemeinsamen wirtschaftlichen Erfolg. Daraus ergibt sich, dass Ihr Franchise-Geber mindestens genauso an dem Erfolg Ihres Unternehmens interessiert sein sollte wie Sie als Inhaber. Der vorlegende Artikel zeigt klar auf, dass eine Arbeitslosigkeit auch in höherem Alter keineswegs ein Grund zum Verzweifeln sein muss. Franchising bietet ideale Voraussetzungen für eine Geschäftsgründung in nahezu jeder Lebenssituation. Mit einer positiven Grundeinstellung und etwas Flexibilität kann sie sogar als Chance für etwas völlig Neues verstanden werden. Und wer möchte behaupten, dass Enthusiasmus und Risikobereitschaft ein Vorrecht der jüngeren Generationen sind?
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