TÜV Rheinland bestätigt die Qualität der Sonnenstudios von Sunpoint

Neben den Managementprozessen in der Sunpoint-Zentrale in Brauweiler bei Köln wurde die Beratungs- und Servicepraxis in den Sonnenstudios einem gründlichen Check unterzogen. Dabei galt das besondere Augenmerk der Auditoren nicht nur der qualifizierten Erstberatung und der Erstellung eines individuellen, hauttypengerechten Besonnungsplans. Im Fokus standen auch die penible Sauberkeit im Studio sowie die normgerechte technische Ausstattung der Sonnenbänke. „Bei Sunpoint können die Besucher darauf vertrauen, dass sie einen exzellenten Service und eine optimale Beratung erhalten“, bestätigt Stephan Baus, Leiter TÜV-Geschäftsbereich Systeme, der die Zertifizierung von Managementsystemen verantwortet. „Mit dem Prüfsiegel vom TÜV Rheinland wird das wachsende Vertrauen in die Marke bekräftigt“, erklärt Sunpoint-Geschäftsführer Uwe Dietmannsperger. Rund 17 Millionen Besonnungen pro Jahr und ein Bekanntheitsgrad von über 20 Prozent zeichnen den Branchenprimus aus.

Licht und Schatten

Der TÜV-Prüfbericht kontrastiert auf eindrucksvolle Weise die Praxis in der Branche. So führte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nahezu zeitgleich die „3. Solariensonderprüfung“ durch. Hierbei wurden 100 Studios in ganz Deutschland von BfS-Prüfern inkognito besucht, die sich dabei als Erstkunden ausgaben. In 82 von 100 Studios erfolgte gar keine oder eine nur mangelhafte Erstberatung. Nur jedes fünfte Studio erfüllte die vom BfS gesetzten Kriterien für eine gesundheitlich unbedenkliche Besonnung. Deshalb will das BfS nunmehr mit seinem Aktionsplan „Strahlenschutz als Verbraucherschutz“ Solarien zu einem wichtigen Thema machen.
 

Vertrauen und Kontrolle

Wichtigster Bestandteil des Qualitätsmanagements von Sunpoint sind neben der jährlichen Auditierung der Zentrale und der Studios durch den TÜV Rheinland auch regelmäßige Kontrollen. „Mystery Shopper“ überprüfen die Einhaltung der verbindlichen Standards in der Ausstattung der Studios und der Beratung der Kunden. Deren Prüfberichte zeigen schonungslos die Stärken und Schwächen der Mitarbeiter sowie den allgemeinen Zustand des Studios auf. Partner bei der Qualitätskontrolle ist MSM Marketing-Service & Management GmbH in Münster. Das neutrale Institut führt professionell Testkäufe in allen Bereichen des Handels und der Dienstleistung durch. Auch für Lufthansa sind MSM-Tester unterwegs.


EU-Norm und Konsequenzen

Die größte Herausforderung der Branche stellt die Einhaltung der neuen EU-Norm EN 60335-2-27 dar, sie schreibt seit dem 27. Juli 2007 bei der Besonnung den Grenzwert von 0,3 Watt / pro Quadratmeter als erythem-wirksame Bestrahlungsgrenze vor. Bisher galt der doppelte Wert. Dies entspricht immerhin der Dosierung der mittäglichen Sonnen-Einstrahlung am Äquator. Bei neuen Geräten wurde der Anfang gemacht. Bei alten Geräten gibt es noch keine Reglung. Bei einer geplanten Verordnung 2009 soll eine Umstellung von 0,6 Watt auf 0,3 Watt beschlossen werden. Sunpoint will nicht solange warten, sondern rüstet jetzt – freiwillig – seine Geräte um. „Ohne wenn und aber haben wir die geplante EU-Norm bereits bei über 700 Sonnenbänken umgesetzt. Denn die Gesundheit unserer Kunden hat seit unserem Markteintritt vor über 20 Jahren stets die höchste Priorität“, erklärt Uwe Dietmannsperger.
 

Branche und Richtung

Aktuell bereitet das Bundesumweltministerium ein Solariengesetz vor, das den Besuch von Jugendlichen unter 18 Jahren strikt verbieten soll. Die Grundlage dazu soll das Umweltgesetzbuch schaffen. Dabei geht es im „Buch IV“ explizit um die „künstlichen Sonnenstrahlen“ und ihre kontrollierte Anwendung für Wellness und Fitness. Damit reagiert das Umweltministerium auf die gesundheitlichen Bedenken bei der Überdosierung von UV-Strahlung in Solarien. Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen fördern zudem den Qualitätswettbewerb unter den Studios. Nur Studios mit moderner Bräunungstechnik, deren Personal bestens geschult ist und die eine hauttypengerechte individuelle Besonnungsplanung vornehmen, können die gesundheitlichen Bedenken ausräumen und so im Wettbewerb weiter bestehen. Anderenfalls droht ihnen spätestens mit der Inkraftsetzung des „Solariengesetzes“ das baldige Aus. Von einstmals 7.000 Studios sind derzeit noch 4.000 aktiv. Weitere 500 bis 1.000 Studios stehen nach Einschätzung von Branchenkennern auf der Kippe.

Beratung und Selbstbesonnung

Neben den rund 50.000 Sonnenbänken in den professionellen Solarienbetrieben stehen weitere 40.000 vorwiegend Münz-Solarien in Hotels, Fitnessstudios sowie kommunalen Schwimmbädern. Das so genannte „Aufstellergeschäft“ unterliegt bislang aber nicht der Kontrolle durch das BfS. „Diese Lücke im Verbraucherschutz muss mit dem kommenden Solariengesetz geschlossen werden, denn eine Zwei-Klassen-Gesellschaft beim Verbraucherschutz wäre schlichtweg eine Polit-Posse“, betont Uwe Dietmannsperger.