Deutscher Franchise-Verband e.V.
 

Fehlende langfristige Strategie zur Stärkung der Gründungskultur in Deutschland

Anlässlich der am kommenden Montag, den 16. November, beginnenden Gründerwoche Deutschland ist es nach gut zwei Jahren Arbeit der Großen Koalition Zeit, eine Zwischenbilanz zur Mittelstandspolitik zu ziehen: Das beschlossene nationale Reformprogramm 2014/2015 für die KMU und für den Mittelstand geht nicht weit genug, gerade wenn man die Maßnahmen mit den anfänglichen Verlautbarungen zur Mittelstandspolitik der Parteien CDU/CSU und SPD der Großen Koalition vergleicht. Die geforderte „große Reform“ für das Unternehmerland Deutschland über die Legislaturperiode hinweg bleibt hierbei aus. Einzelne wirtschaftspolitische Gestaltungshebel, wie die bildungspolitische Verankerung im Lehrplan oder mehr Transparenz und Nachhaltigkeit durch Bürokratieabbau werden überhaupt nicht in Erwägung gezogen. „Die Große Koalition hätte gerade in den ersten beiden Jahren ihrer Regierungsperiode für eine nachhaltige Neuausrichtung der Mittelstandpolitik nutzen können“, so der Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbandes (DFV) e.V. Torben L. Brodersen.

Das Versäumnis der Politik, gründerfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen, bleibt daher weiter bestehen und eine über Legislaturperioden hinweg eingeleitete Strategie zur Unternehmerkultur ist weiterhin nicht zu erkennen. “Die Große Koalition hat trotz Ankündigungen der Priorisierung von KMU Politik noch keinerlei signifikante Maßnahmen eingeleitet“, betont das Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH) e.V. Eckhard Döpfer. Zwei Jahre der politischen Gestaltung bleiben noch. Es gilt, die Koalition weiter an ihre gemachten Wahlversprechen zu erinnern. Die Wirtschaft leistet ihren Beitrag. Nun ist auch die Politik gefordert.

Mittelständische Unternehmen sind der Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft. Sie sind unverzichtbar für Wachstum, Beschäftigung und Innovation in Deutschland. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, darunter auch Franchisesysteme, stehen in Deutschland für eine Unternehmenskultur, die die Einheit von Eigentum, Haftung und Leitung verbindet. Der Mittelstand spielt damit eine entscheidende Rolle in einer modernen und zukunftsgewandten Wirtschaft und Gesellschaft.

Mittelständler denken nicht in Quartalszahlen, sondern in Generationen. Sie entwickeln ihre besondere Stärke aus den langfristigen Beziehungen zu ihren Beschäftigten, Lieferanten und Kunden. Ihre traditionell starke regionale Verankerung und ausgeprägte unternehmerische Verantwortungsbereitschaft machen sie zu einer tragenden Säule unserer Sozialen Marktwirtschaft.

Seit 1978 vertritt der Deutsche Franchise-Verband e.V. (DFV) die Interessen der deutschen Franchisewirtschaft im nationalen und internationalen wirtschaftspolitischen Umfeld. Mitglieder des DFV werden stetig betreut, mit Brancheninformationen sowie Fachwissen versorgt und erhalten aktive Unterstützung bei der Gewinnung von qualifizierten Franchisenehmern. Dies geschieht zum Beispiel durch das Veranstaltungsformat, den Franchise Matching Day, bei dem Franchisegeber mit Franchisegründern und potenziellen Franchisepartnern zusammengeführt werden. Der nächste Franchise Matching Day findet am Samstag, den 14. November 2015 von 10-18 Uhr im RheinEnergieSTADION in Köln statt. Nähere Informationen sind unter: www.franchise-matchingday.de erhältlich.

Die Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung
und Vertrieb (CDH) e.V.
ist der Spitzenverband für Vertriebsunternehmen. Die Mitglieder sind selbständige Unternehmer, die im Vertrieb auf der b2b-Ebene tätig sind – und das in allen Branchen. Dazu gehören insbesondere die Handelsvertretungen als Marktpartner von Industrie und Handel. Sie vermitteln Produkte zwischen Industriebetrieben, zwischen Industrie und Handel oder zwischen Groß- und Einzelhandel. Die rund 48.000 Unternehmen vermitteln jährlich Waren im Wert von ca. 175 Milliarden Euro einschließlich eines Eigenumsatzes von ca. fünf Milliarden Euro pro Jahr.