Existenzgründer über 50 – Managementfähige Franchise-Systeme machen es möglich

Laut der aktuellen Studie „Ältere Gründerinnen und Gründer“ des RKW-Kompetenzzentrums sind ältere Menschen, die eine Existenzgründung in Angriff nehmen, heute noch die Ausnahme. Doch im Zuge des demografischen Wandels wird es für immer mehr Menschen eine Alternative werden, gegen Ende des Berufslebens noch einmal sein eigener Chef zu werden. So sehen ältere Gründer ihre Existenzgründung als fruchtbare Alternative zum Angestelltenverhältnis. Ihre Hauptmotivation liegt laut der Studie darin, sein eigener Herr zu werden, die reichhaltigen Erfahrungen weiterzugeben sowie einen Ausweg aus der drohenden Arbeitslosigkeit zu finden. Experten sehen auch nicht das Alter einer Person als ausschlaggebend für eine erfolgreiche Existenzgründung an, sondern vielmehr ihre Erfahrungen und Qualifikationen. Hier können ältere Gründer aufgrund ihres bestehenden Erfahrungsschatzes gegenüber jüngeren Unternehmern profitieren und ihre Erfahrungen im Management und in der Personalführung mit einbringen.

Franchising als Chance
Dabei gibt es viele Wege, in die Selbständigkeit zu starten. So können gerade ältere Gründer oft durch Abfindungen oder Rücklagen auf größere finanzielle Reserven zurückgreifen. Größte Hürde ist hier oftmals nur die Entwicklung einer passenden Geschäftsidee. Eine echte Alternative bietet daher das Franchising. Beim Franchising erhalten Gründer eine im Markt bereits bewährte Geschäftsidee und entwickeln sich durch den Einblick in die Betriebsgeheimnisse des Franchise-Gebers rasch zu Experten im fremden Metier. Damit reduziert sich das unternehmerische Risiko und wächst die Lust auf eine selbständige Existenz im Verbund mit anderen Franchise-Partnern. Zu diesem Ergebnis gelangte eine Studie der Deutschen Bank Research aus dem Jahr 2007. „Der Erfolg des Franchising beruht vor allem darauf, dass selbständige Unternehmen die Erzeugnisse beziehungsweise Dienstleistungen unter einem Markennamen mit oftmals hohem Bekanntheitsgrad bei gleichem Service an mehreren Standorten anbieten“, so die Bank. Franchising ist das Partnerschaftsmodell in der Wirtschaft mit großer Zukunft. Besonders managementfähige Systeme bieten älteren Gründern hier beste Chancen für den Sprung auf den eigenen Chefsessel.

Neuer Trend: Existenzgründer der Generation 50 plus
Derzeit gibt es über 1.000 Franchise-Systeme in Deutschland. Doch nur ein Bruchteil davon ist bislang managementfähig. Bestes Beispiel ist hier Rainbow International, ein Aalener Unternehmen, das sich auf die Sanierung von Wasser- und Brandschäden spezialisiert hat. In der Gruppe der Franchise-Partner von Rainbow International gehören beispielsweise Gerhard Thomas, Reiner Frieß und Willi Fuchs zu der Generation 50 plus. Trotzdem – oder gerade deswegen – gelang es den drei Quereinsteigern dabei rasch, sich am Markt zu etablieren. Denn aufgrund ihres reichhaltigen Erfahrungsspektrums verfügen sie über Vorteile gegenüber weniger erfahrenen Gründern. So ergriff beispielsweise Reiner Frieß im September 2008 seine Chance und bewarb sich um eine Franchise-Lizenz. Damit traf er die für ihn richtige Entscheidung, denn er baute sein Unternehmen erfolgreich auf und erwirtschaftet mittlerweile einen Umsatz von mehr als 1,2 Mio. Euro. Auch Gerhard Thomas und Willi Fuchs mit ihren Standorten in Landshut und Ober-Ramstadt gehören zu den erfolgreichen Franchise-Partnern von Rainbow International. Für Geschäftsführer Tobias Baumann ist das kein Zufall: „Bei uns können Existenzgründer der Generation 50 plus ihre Karrieren nahtlos fortsetzen. Denn sie finden wie in einem großen Unternehmen auch bestehende Strukturen und Spezialisten vor, auf die sie sich bei der Geschäftseinführung und danach verlassen können. Denn wir sind ein Management-Franchisekonzept. Für unsere Partner steht nicht die Arbeit im Unternehmen, sondern am Unternehmen im Vordergrund. Deswegen suchen wir Menschen mit Erfahrung in der Personalführung und Management sowie Vertriebsstärke. Gerade erfahrene Persönlichkeiten können in diesen Bereichen oft punkten.“

Ältere Gründer bieten viel Potential
Noch liegt das Durchschnittsalter der Gründer in Deutschland zwischen etwa 25 und 45 Jahren. Existenzgründer über 45 Jahren sind noch wenig vertreten. So stellen Personen zwischen 55 und 64 laut der Studie zwar 19 Prozent der Bevölkerung, aber nur neun Prozent der Gründer. Hier liegt noch viel Potential begraben. Besonders Franchising bietet dabei beste Chancen für erfahrene Menschen, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollen. Denn hier können sie auf ein bereits etabliertes Geschäftskonzept vertrauen, dass sich am Markt bewährt hat. Dies bildet auch bei der Finanzierung durch die Banken einen unschätzbaren Vorteil. „Mit dem richtigen System ist es kein Problem, die Selbständigkeit auch mit über 50 Jahren noch anzustreben. Wichtig ist dabei nur, dass man ein Franchise-System findet, in dem partnerschaftliches Miteinander groß geschrieben wird und in dem der große Erfahrungsschatz der Partner gewürdigt wird“, weiß Rainbow International Geschäftsführer Tobias Baumann.