Zeit für Veränderungen? Die 10 besten Gründe, jetzt in ein Franchise-Unternehmen zu investieren

Alan J Gibson, QFP, FCMI, hat als Berater bei The Franchising Centre langjährige Erfahrung damit, Menschen dabei zu helfen, ihre Unternehmen in erfolgreiche Franchisekonzepte umzuwandeln. Im hier übersetzten Artikel erläutert er uns, warum sich Existenzgründer für eine Selbständigkeit im Franchising entscheiden – und warum eine solche Entscheidung eine gute Idee sein kann. Hier finden Sie den Originalartikel in englischer Sprache.

Jetzt im Herbst ist eine gute Zeit, um einmal kurz auf die vergangenen Monate zurückzuschauen – und sich auch an die Neujahresvorsätze zu erinnern bzw. an die ambitionierten Zukunftspläne und die Absicht, ein eigenes Unternehmen zu eröffnen und damit zu wachsen und zu expandieren.   

Ist es Zeit für eine Veränderung?

Wenn Sie diese Frag mit “Ja” beantworten, sind Sie auf europäischer Ebene in guter Gesellschaft.

In Großbritannien wurde vor Kurzem von öffentlicher Hand eine Studie durchgeführt. Danach wurden in den ersten fünf Monaten diesen Jahres über 250.000 neue Firmen registriert. Und es sieht auch so aus, als könnten Unternehmer in Großbritannien auch in diesem Jahr wieder die durchschnittliche Wachstumsrate von 10% halten – wie auch bereits in den letzten 3 Jahren.

Aber es gibt nicht nur gute Nachrichten

Sich alleine mit einer Geschäftsidee selbständig zu machen, ist harte Arbeit. Schätzungen der Industrie gehen Davon aus, dass 25% aller Gründungen im ersten Geschäftsjahr scheitern – und bis zum vierten Jahr steigt die Scheiterungsrate auf bis zu 50%.

Hier die häufigsten Gründe, die zu einem Scheitern einer Existenzgründung führen:

  • Inkompetenz und Überschätzung
  • Ein Mangel an Management-Erfahrung
  • Ein Mangel an Erfahrung mit dem jeweiligen Produkt oder der jeweiligen Dienstleistung
  • Mangelnde Planung oder Fehler in der Finanzplanung
  • Unfähigkeit, sich auf zentrale Aspekte des Geschäftes zu konzentrieren

Die Vertriebsform Franchising bietet den geeigneten Kandidaten ein erprobtes Geschäftskonzept, vorgefertigte Methoden und Abläufe, Schulung und fortlaufende Unterstützung um ihnen dabei zu helfen, den häufigsten Scheiterungsgründen einer Existenzgründung aus dem Weg zu gehen.

Welches sind die 10 häufigsten Gründe warum sich Existenzgründer für ein Franchise-Unternehmen entscheiden?

Einer der Vorteile einer Tätigkeit als Franchiseberater ist die Möglichkeit, Franchisekonzepte aus verschiedenen Branchen an eine Reihe von geeigneten Franchisenehmern zu vermitteln. Wenn es darum geht, warum ein Gründer in eine Franchise-Selbständigkeit investiert, werden in unseren Gesprächen oft folgende Gründe genannt:

  1. Sein eigener Chef sein – viele möchten der Starre und Frustration entkommen, die mit einer Tätigkeit als Angestellter oft einhergeht – statt dessen möchten sie direkt von den Früchten ihrer harten Arbeit profitieren und stecken ihre Energie daher lieber in ihr eigenes Unternehmen.
  2. Flexibilität – auch eine größere Flexibilität in der Gestaltung des Alltags, der Führung des Geschäftes bzw. der Wahl des „Arbeitsortes“ spielt für viele Menschen eine wichtige Rolle, wenn es um die Gründung eines eigenen Unternehmens geht.
  3. Finanzielle Unabhängigkeit – Eine berufliche Selbständigkeit bietet den Vorteil, dass man sich neben seiner täglichen Arbeit einen Vermögensgegenstand aufbaut, der ggf. auch verkauft werden kann. Und das neben dem Verdienst des eigenen Lebensunterhalts. .
  4. Training, Weiterentwicklung und laufende Unterstützung – Gute Franchisegeber legen viel Wert auf eine gründliche Einarbeitung und fortlaufende Unterstützung für Ihre Franchisegeber. Daneben bieten viele auch weiterführende Kurse an.
  5. Geschäftskonzept in verschiedenen Branchen und in Voll-/ oder Teilzeit – mittlerweile gibt es fast 1000 Franchisekonzepte auf dem deutschen Markt. Die Bandbreite reicht von Unternehmen mit hohem Eigenkapitalbedarf bis hin zu Geschäftsmodellen, die in Teilzeit von zu Hause aus betrieben werden können. Auch sind diese Franchise-Unternehmen mittlerweile in fast allen Branchen zu finden. Hier findet jeder das Richtige.
  6. Risikoreduzierung – die besten Franchisenehmer sind nicht notwendigerweise auch “geborene Unternehmer”. Sie verstehen das Prinzip, einem erprobten Geschäftsmodell zu folgen – und somit das Unernehmensrisiko deutlich zu reduzieren.
  7. Effiziente Geschäftsführungspraktiven  – die Tatsache, dass eine Franchisegründung im Normalfall günstiger ist als eine Einzelgründung, die Zeitersparnis durch die vorgefertigten Geschäftspraktiken und die Einkaufsvorteile durch den großen Einkaufsverbund: All das sind starke Verhandlungsargumente für Ihre Verhandlungen mit Banken und anderen Investoren.
  8. Stolz auf das Erreichte – für viele Franchisenehmer ist das eigene Unternehmen auch eine gute Möglichkeit, um ihre Fähigkeiten, ihre Kreativität und ihre Hingabe unter Beweis zu stellen. Damit können sie auch sich selbst beweisen, wieviel sie leisten und dass sie damit erfolgreich sein können.
  9. Teil einer großen Gemeinschaft sein – Franchisenehmer sehen ihre Kunden, Angestellten und Lieferanten oft als Teil einer “großen Familie” an – sehen z.B.  mit Genugtuung dabei zu, wie sich die Lebensumstände ihrer Angestellten verbessern. Und damit unterstützen Sie dann auch wieder die Gemeinschaft in der jeweiligen Region.
  10. Als Teil eines Teams arbeiten – am Anfang seiner Selbständigkeit zu wissen, dass man nicht alleine dasteht, kann sehr hilfreich sein. Auch die Tatsache, dass man Teil eines Teams wird, in dem Informationen ausgetauscht und gemeinsam an einem großen Ziel gearbeitet wird, ist eine gute Starthilfe für die Selbständigkeit. 

Wie findet man jetzt das richtige Franchisekonzept und kann somit sein eigenes Risiko reduzieren?

Bevor Sie sich endgültig für ein bestimmtes Franchise-Unternehmen entscheiden, sollten Sie die folgende Liste durchgehen und sich vergewissern, dass die einzeln hier genannten Elemente bei Ihrem zukünftigen Franchisegeber auch umgesetzt werden:

  • Nachweislich tragfähiges Geschäftsmodell – Der Franchisegeber ist schon lange genug auf dem Markt, um den langfristigen Erfolg seines Unternehmens unter Beweis zu stellen. Alle Abläufe und Geschäftspraktiken sind ausführlich dokumentiert.

  • Eine starke Marke – Der Franchisegeber hat ein stabiles Markenimage aufgebaut und sämtliche verwendeten Logos und Bilder sind bei den zuständigen Behörden registriert.

  • Originalität – gibt es innerhalb des Geschäftsmodells genug Alleinstellungsmerkmale (Unique Selling Points) um sich deutlich von Konkurrenten am Markt abzugrenzen?

  • Erschwinglichkeit – die Kosten, mit einem bestimmten Franchisekonzept am Markt zu starten sollten einschließlich der Einstiegsgebühr, den Startkosten und sonstigen notwendigen Investitionen immer noch erschwinglich sein und innerhalb einer überschaubaren Zeit das Erreichen der Gewinnschwelle ermöglichen.

  • Rentabilität – mit dem Geschäftskonzept sind Sie in der Lage, langfristig ausreichend Einnahmen zu erzielen, die die Kosten der Betriebsführung decken und einen attraktiven Profit abwerfen.

  • Nachhaltigkeit – Für das jeweilige Produkt oder die Dienstleistung besteht langfristig eine entsprechende Nachfrage. Seien Sie vorsichtig bei Geschäftskonzepten, die kurzfristigen Trends nachjagen oder auf einer “Marktlücke” aufbauen, bei der eine schnelle Marktsättigung zu befürchten ist.

  • Übertragbarkeit –Die Produkte und Dienstleistungen lassen sich in jeder Region gleich gut verkaufen, sie sind nicht abhängig von regionalen Gegebenheiten und das Zielgebiet verfügt außerdem über eine entsprechend große Zielgruppe.

  • Schulungs- und Trainingsmaßnahmen – ein guter Franchisegeber bietet Ihnen sowohl vor dem Antritt Ihrer Selbständigkeit als auch während ihrer Tätigkeit als Franchisenehmer ausreichend Möglichkeiten zu Aus- und Weiterbildung. Auf diese Weise bekommen Sie das richtige Werkzeug, um Ihr Geschäft erfolgreich aufzubauen und zu führen.

  • Werbestrategien – Ihr Franchisegeber verfügt über Marketingstrategien, Kampagnen, Werbemittel und Vorlagen, die Sie zur Entwicklung Ihres Franchiseunternehmens verwenden können.

  • Unternehmenskultur und Ideale – wenn Sie sich mit der Unternehmenskultur und den Visionen Ihres Franchisegebers identifizieren können, ist das bereits ein wichtige Schritt zu einer guten Zusammenarbeit. Weiterhin müssen Sie Ihrem Franchisegeber eine gute Portion an Vertrauen entgegenbringen und sich auf die Zusammenarbeit mit dem ganzen Team einlassen.