Schwimmen für ALLE in 19 Orten in Bayern: Abschluss am 14. Sept. 2016

Ein soziales Projekt für Kinder von NORDSEE und Wasserwacht

Gestern Nachmittag fand der offizielle Abschluss des Kooperationsprojekts Schwimmen für ALLE in Rottendorf bei Würzburg statt. Stellvertretend für 19 weitere Orte, die gemeinsam mit NORDSEE ebenfalls Schwimmkurse für Kinder aus sozial- und finanzschwachen Familien angeboten hatten, feierten über 50 Kinder, ihre Eltern und die Trainer der Wasserwacht das erfolgreiche Ergebnis: die Kinder können jetzt schwimmen.

Spielend und „wie ein Fisch im Wasser“ stellten die Kleinen ihre neuen Fähigkeiten stolz zur Schau. Seit Januar hatte die Wasserwacht-Bayern, initiiert durch NORDSEE, diese zusätzlichen Kurse angeboten. Wichtigstes Ziel: Die Zahl der schwimmfähigen Kinder zu erhöhen und damit die Zahl der Ertrinkungsopfer deutlich zu reduzieren.

Die Projektpartner ziehen Resümee

Mehr als 500 Kinder lernten in diesem Jahr in Bayern in den zusätzlichen Kursen schwimmen.  Davon förderte NORDSEE allein 100 Kinder. Diese lernen gemeinsam mit anderen Kindern und werden nicht hervorgehoben, um nicht diskriminiert zu werden.  Beteiligt waren ehrenamtlich die Wasserwacht-Ortsgruppen Berg bei Neumarkt, Bobingen, Forchheim, Haunstetten, Kempten, Regenstauf, Rehau, Rimpar, Rottendorf, Thalmässing, Weiden/Flossenbürg, Veitshöchheim-Margetshöchheim, Würzburg, Neustadt/Aisch, Kemnath, Mainleus, Dillingen, Vilshofen und Vilseck. Schirmherrin ist die Staatsministerin Ulrike Scharf. Die Landtagspräsidentin Barbara Stamm hob bei diesem Abschlussfest insbesondere die sozialen Integrationschancen für die geförderten Kinder hervor.

Hiltrud Seggewiß, Mitglied des Aufsichtsrats von NORDSEE und Initiatorin von „Schwimmen für ALLE“ auch  in Berlin: „Seit 2014 haben in Berlin etwa 1.200 Kinder aus sozial- und finanzschwachen Familien durch unser Projekt schwimmen gelernt. Wir haben uns sehr über die Bereitschaft der Wasserwacht-Bayern gefreut, diese Idee hier sogar in 19 Orten zu realisieren. Ohne das Engagement der gesamten Organisation und ihrer ehrenamtlichen Schwimmtrainer hätten wir dieses gute Ergebnis nicht erzielen können. Dafür danke ich auch im Namen der NORDSEE Geschäftsführung.“ 

Beide Partner hoben hervor, wie wichtig es ist, dass Kinder schon ab fünf Jahren schwimmen können. Dabei geht es nicht nur um sportliche Fähigkeiten, sondern darum, Teil einer gleichaltrigen Gemeinschaft zu sein und sich vor allem sicher in Bädern, Flüssen und Seen bewegen zu können.

Da es weiterhin jedes Jahr bundesweit Ertrinkungsopfer gibt, soll die Initiative fortgesetzt und ausgeweitet werden.