Existenzgründung als Karriere nach der Uni

Existenzgründung als Karriere nach der Uni

Besonders in der jetzigen wirtschaftlichen Situation ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium längst keine Garantie mehr für eine gut bezahlte Anstellung unmittelbar nach Abschluss des Universitätsstudiums.

Der Begriff „Generation Praktikum“ hat sich in den letzten 10 Jahren zum Schlagwort für mehrere Absolventenjahrgänge entwickelt, die sich von einem schlecht bezahlten Praktikum zum nächsten hangeln müssen, bis sie, teilweise nach 1-2 Jahren, endlich eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen. Der Umstieg vom Praktikum in die reguläre Erwerbstätigkeit ist jedoch keineswegs garantiert, da viele Firmen zwar für manche Aufgaben Praktikanten beschäftigen, die betreffende Stelle jedoch in den seltensten Fällen nach dem Ende des Praktikums als Vollerwerbsstelle besetzt werden kann. Meist wird die betreffende Stelle einfach mit dem nächsten Praktikanten „umbesetzt“.

career after the universityManche Hochschulabsolventen träumen daher oft von der beruflichen Selbstständigkeit als Ausweg aus der „Praktikumsspirale“. Die unternehmerische sowie die persönliche Freiheit, die die zukünftigen Existenzgründer in einer beruflichen Selbstständigkeit sehen, ist oft auch ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für eine berufliche Selbstständigkeit. Ein Schritt, der große Chancen eröffnet, aber auch mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Deshalb ist es sehr wichtig, sich vorher genau über alle Voraussetzungen, Bedingungen und notwendigen Schritte zu informieren.

Mit der Zunahme von befristeten Arbeitsverträgen und der übermäßigen „Nutzung“ von Praktikanten als Ersatz für „reguläre“ Arbeitskräfte wird die Arbeitssuche immer mehr zu einer „Suche mit unbekanntem Ende“. Vor diesem Hintergrund kann ein selbst geleitetes Unternehmen unter Umständen sogar ein gewisses Maß an Stabilität und Sicherheit bieten.

 Dieser „Sicherheitsaspekt“ ist bei der Wahl eines Franchise-Systems besonders ausgeprägt: Zum einen können Sie auf ein erprobtes System zurückgreifen, welches Ihnen Produkte und Know-How zur Verfügung stellt, wodurch Sie eine höhere Sicherheit bekommen, zum anderen können viele Probleme durch Konsultation des Franchisegebers gelöst werden, während sie als eigenständiger Unternehmer nicht so schnell mit einer Problemlösung rechnen können. Zudem gibt es viele kompetente Berater und Coaches, welche Ihnen den Einstieg genauer erklären und mit Ihnen zusammen versuchen einen möglichst perfekten Businessplan zu erstellen, welcher auf Sie als Jungunternehmer zugeschnitten ist.

Neben dem erforderlichen Know-How spielt natürlich auch die Finanzierung Ihres Unternehmens eine große Rolle. Hochschulabsolventen verfügen nach Studienabschluss in den seltensten Fällen über genügend Kapital, um ein eigenes Unternehmen gründen zu können. Doch auch hier gibt es Mittel und Wege. Natürlich kann man sich bei jeder Bank um einen Kredit bemühen, doch werden häufig Sicherheiten verlangt, die der zukünftige Unternehmer noch nicht bieten kann.

Eine besondere Anlaufstelle ist die Deutsche Ausgleichsbank (DtA), ein Förderinstitut des Bundes für den deutschen Mittelstand, das dem Nachwuchs mit zinsgünstigen Darlehen, Risikokapital und Bürgschaften unter die Arme greift. Eine weitere Möglichkeit der Unterstützung bieten private Investoren, die so genannten Business Angels. Sie beteiligen sich in Form von Kapital oder Management-Wissen am Unternehmen und werden im Gegenzug dafür zu Teilhabern. Unter Umständen kann auch die Bundesagentur für Arbeit weiterhelfen. Existenzgründungszuschuss und Überbrückungsgeld können jedoch nur demjenigen gewährt werden, der Anspruch auf Arbeitslosengeld oder –hilfe hat.
Die Fördermöglichkeiten sind vielfältig genug, um für jeden, der eine berufliche Selbstständigkeit anstrebt, auch ein passendes Finanzierungskonzept bieten zu können.