Franchise-Marktstudie Immobilien 2016

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Immobilien - bereits seit Generationen eine solide Geldanlage

Die Immobilienbranche ist eine variable und sehr lukrative Branche. Für immer mehr Menschen ist die Investition in eine eigene Immobilie im Zuge der stark schwankenden Finanzmärkte eine sicherere Anlage. Aus diesem Grund wird auch oft in diesem Zusammenhang von „Betongold“ gesprochen. Ein ausschlaggebender Faktor für eine lukrative Immobilie ist nach wie vor die Lage. Der Standort ist verantwortlich für die Preisveränderung einer Immobilie. Dabei ist es irrelevant ob es sich um das Luxus Penthouse in der Münchner Innenstadt handelt oder um eine Einzimmer-Mietwohnung in Berlin, in beiden Fällen kann bei der richtigen Lage mit einer Wertsteigerung gerechnet werden. Es muss ja nicht immer direkt um den Kauf einer Immobilie gehen, auch mit der Verwaltung und Vermietung einer Immobilie lässt sich Profit erwirtschaften. Lebensumstände ändern sich, sei es ein neuer Job oder das Studium in einer anderen Stadt oder die Familiengründung, die den Bedarf eines größeren Wohnraums nach sich zieht. Die Suche beginnt und kann sich auch sehr lange hinziehen. Fast jeder, der in einer Großstadt lebt, kennt die Tücken eine passende Wohnung oder ein Haus zu finden. Oftmals ist man nicht ein alleiniger Interessent und hat einen Besichtigungstermin mit z.T. mehr als 50 anderen potenziellen Mietern oder Käufern. Das zeigt wie die Branche boomt. Gerade in Metropolen und Studentenstädten steigt das Interesse, dies wird im deutschlandweiten Vergleich deutlich. Gerade diese Städte mit steigenden Einwohnerzahlen werden tendenziell immer interessanter für den Immobilienmarkt. Da die Nachfrage kontinuierlich steigt und das Angebot diesen Bedarf nur teilweise decken kann, entwickeln sich die Immobilienpreise schnell nach oben. Die folgende Übersicht der Quadratmietpreise im ersten Quartal 2016 in der Bundesrepublik wurde von Statista ermittelt.

Die folgende Übersicht der Quadratmietpreise im ersten Quartal 2016 in der Bundesrepublik-1

Allerdings befasst sich die Immobilien- und Maklerbranche nicht ausschließlich mit Wohnimmobilien. Auch gewerblich genutzte Immobilien wie Geschäftslokale, Büroflächenoder Lagerflächen spielen in der Branche eine tragende Rolle. Gerade der Vertrieb dieser Immobilien erfolgt in der Regel immer über ein Maklerbüro. Aus diesem Grund ist auch hierbei eine hohe Rendite möglich. Betrachtet man den Wert aller Immobilien insgesamt, so fallen 57% auf Wohnimmobilien und 43% auf Gewerbe- und Infrastrukturbauten. Die Immobilienbranche ist mit über 790.000 Unternehmen und mit mehr als 3,8 Millionen Erwerbstätigen einer der größten Wirtschaftszweige in Deutschland. Im Jahr 2011 waren mit 24,5% fast ein Viertel aller Unternehmen dieser Branche zugehörig und beschäftigten 10% aller Erwerbstätigen. Hierzu zählen aber nicht nur Immobilienmakler oder Berater, sondern auch unter anderem Bauunternehmen.

Fokussiert man sich auf die Immobilienwirtschaft im engeren Sinne, sprich auf den Immobilienhandel, die Vermittlung und Verwaltung sowie die Vermietung und Verpachtung, so sind 12% der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland auf diesen Zweig zu verbuchen, was ungefähr 63% der gesamten Immobilienwirtschaft entspricht. Die Immobilienwirtschaft ist eng mit der Finanzwirtschaft verknüpft und hat somit eine beachtlichere Funktion in der Volkswirtschaft  als zum Beispiel die Automobilindustrie. Dies liegt der Tatsache zu Grunde, dass ungefähr 50% der Kredite mit Immobilien abgesichert werden. Besonders hervorzuheben ist die Stabilität des deutschen Immobilienmarktes. Im Vergleich zu den OECD-Staaten weist Deutschland die geringsten Preisschwankungen im Bereich der Wohnimmobilien auf. Gründe hierfür sind unter anderem das deutsche Immobilienfinanzierungssystem, welches eine hohe Eigenkapitalquote voraussetzt und welches durch Festzinsen Immobilienpreise geringer auf kurzfristige Zinsänderungen reagieren lässt. Im Vergleich zu den USA oder dem Vereinigten Königreich gibt es in Deutschland keinen Subprime-Markt und zudem einen gut ausgeprägten Mietwohnungsmarkt, welcher es ermöglicht, eine Immobilie zu beziehen, ohne einen hohen Kredit in Anspruch nehmen zu müssen, dies geht aus einer Übersicht des Zentralen Immobilien- Ausschusses hervor.

Entwicklung

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An dieser Stelle ist auch interessant, wie sich die Branche entwickelt. Gerade durch die Globalisierung wurde auch Deutschland betroffen als 2008 die Immobilienblase in den USA platzte und eine weltweite Wirtschaftskrise verursachte. Vergleicht man das Transaktionsvolumen des Immobilien-Investmentmarktes zwischen den Jahren 2007 und 2009, so ist ein starker Niedergang von 65,3 Milliarden € auf 13,4 Milliarden € zu erkennen. Das ist ein gravierender Rückgang von knappen 80%. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass sich der Markt bis heute stabilisieren konnte und im Vergleich zu 2009 stetig anstieg, bis ein Transaktionsvolumen von 79 Milliarden € im Jahre 2015 erreicht wurde. Dies geht aus einer Studie der Statista hervor. Während es starke Schwankungen im Bereich des Transaktionsvolumen gab, blieben die Umsätze relativ stabil und laut Prognosen werden diese auch solide bleiben. Die folgende Grafik von Statista gibt Aufschluss über die prognostizierte Umsatzentwicklung im Grundstücks- und Wohnungswesen zwischen 2009 und 2018 in Deutschland.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist das Investitionsvolumen. Das Investitionsvolumen für den Immobilienkauf stieg um 8% jährlich zwischen den Jahren 2009 und 2014. Im Jahr 2014 befanden sich ca. 65% der erworbenen Objekte in Großstädten und in städtischen Kreisen.

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Generell wird bei dem Wohn-Immobilienkauf zwischen Ein- oder Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen unterschieden. In dem Zeitraum 2009 bis 2014 stieg der Geldumsatz von Häusern jährlich um 5,5%, während die Kaufpreise um 3,3% pro Jahr anstiegen. Ein größerer Anstieg des Geldumsatzes wurde im Segment der Eigentumswohnungen verzeichnet. Im gleichen Zeitraum wurde hier ein Geldumsatzanstieg von jährlich 10,3% erzielt, während die Kaufpreise um durchschnittlich 2,7% anstiegen. Dies ermittelte der Arbeitskreis der Gutachterausschüsse und Oberen Gutachterausschüsse in der Bundesrepublik.  Durch diese Prognosen und Analysen, lässt sich zusammenfassend sagen, dass die Immobilienbranche Zukunft hat, eine der lukrativsten Branchen darstellt und gerade in Deutschland ein hohes Potenzial vorweisen kann.

Franchising

Die Immobilienbranche ist eine lukrative Art in die Selbstständigkeit einzusteigen. Lohnenswerte Möglichkeiten werden hierbei mittels Franchising gegeben. Durch einen starken Franchisepartner wird die Kundenakquise und die Vermittlung von Objekten um ein Vielfaches erleichtert. Mit einem Franchisepartner hat man jederzeit einen Ansprechpartner, der einen beratend unterstützt. Des weiteren werden zu Beginn in der Regel Schulungen angeboten, die einen Unternehmer auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Franchising bietet auch noch weitere Vorteile. Zum einen kann auf ein etabliertes Unternehmen zurückgegriffen werden, welches sich bereits einen Namen in der Branche gemacht hat, was eine große Zeitersparnis für den Unternehmer zur Folge hat, da keine Marktetablierung nötig ist. Zum anderen kann ein Franchisenehmer von dem Know-How eines Unternehmens profitieren, was eine schnellere Generierung erster Umsätze und Gewinne ermöglicht. Bereits erfolgreiche Arbeitsprozesse können direkt übernommen und angewendet werden. Durch die zahlreichen unterstützenden Methoden des Franchisegebers, ist der Einstieg, auch aus einer anderen Branche besonders attraktiv, da die Wahrscheinlichkeit zu scheitern auf ein Minimum reduziert wird.

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Gerade für Kommunikationstalente, denen es leicht fällt ein Netzwerk aufzubauen bietet sich die Immobilienbranche als Quereinstieg besonders an.

Einige renommierte Immobilien-Unternehmen bieten eine Franchise Kooperation an. Wie in jeder Franchise-Branche, unterscheiden sich hierbei die Konditionen. Um einen Einblick zu gewinnen folgen einige Franchise Beispiele, die derzeit erfolgreich am Markt vertreten sind.

GERMANhomes

GERMANhomes ist ein Immobilienmakler aus der Nähe von Hamburg, der sich in der Qualität und dem Service deutlich vom Wettbewerb abhebt. Seit rund vier Jahren ist das Unternehmen in der Immobilienbranche tätig. Durch die verwendete Innenprovision, fallen die Maklerkosten nur für den Eigentümer an, was ein gutes Image bei dem Endkunden hervorruft. Diese Philosophie des Bestsellerprinzips ist auch schon Bestandteil des Unternehmens gewesen, bevor es in Deutschland rechtlich eingeführt wurde. Des weiteren ist GERMANhomes auch besonders wichtig, dass es sich bei den Mitarbeitern um Festanstellungen handelt. Das hat den Grund, dass sich die Mitarbeiter voll und ganz mit dem Unternehmen identifizieren, was ein wesentlicher Bestandteil der Corporate Identity ist. GERMANhomes kann in seiner Zeit auf dem Markt auf erhebliche Erfolge zurückblicken, was sich durch die kontinuierliche Expansion wie in Bremen, Münster und auch Quickborn sehr gut nachvollziehen lässt. GERMANhomes möchte weiter wachsen und sucht starke Partner, die eine ähnliche Philosophie Im Immobilienmarktsegment vertreten und denen Qualität und Service besonders wichtig ist.

Town & Country

Dieses Unternehmen hat sich auf Passivhäuser spezialisiert und bietet seit der Gründung im Jahr 1997, inzwischen über 40 verschiedene Haustypen an. Das Konzept basiert auf der Philosophie, für jeden bezahlbare Häuser zu vertreiben. Town & Country bietet zwei verschiedene Geschäftsmodelle im Franchise an. Zum einen fokussiert sich hierbei ein Modell auf den Vertrieb der Town & Country Passivhäuser, wobei der Käufer auch bei der Grundstückssuche sowie der Finanzierung des Objekts unterstützt wird. Ein anderes Modell beinhaltet zudem die Hauserstellung, bei der mit lokalen Handwerksunternehmen zusammengearbeitet wird. Derzeit bleibt die Anzahl der Franchise-Partner stabil bei mehr als 300 Partnern. Allerdings sind noch 30%-40% der Franchise-Gebiete noch nicht vergeben worden und bieten somit noch weiteren Partnern die Chance in die Selbstständigkeit. Auch das steigende Interesse in der Immobilienbranche zeichnet sich in den Umsätzen von Town & Country ab. Vergleicht man die Umsätze, die der Pressemappe 2016 zu entnehmen sind, zwischen den Jahren 2006 und 2015, so ist ein Umsatzwachstum von 309 Mio.€ in 2006 auf 684 Mio.€ in 2015 zu erkennen. Das ist ein Anstieg von 121% und bestätigt den Erfolg dieses Konzepts.

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Engel und Völkers

Engel und Völkers hat sich die Vermittlung von Immobilien im Premium-Preissegment spezialisiert. Auf Grund der Spezialisierung auf Teilmärkte und internationale Präsenz, in 37 Ländern, kann dieses Unternehmen einen langjährigen Unternehmenserfolg verzeichnen. Nach der Gründung 1977 vergibt Engel und Völkers seit 1998 die ersten Lizenzen und hat heute über 170 Franchisepartner. Die steigende Nachfrage und die Marktentwicklung spiegelt sich auch in der Umsatzentwicklung wieder. So hat sich beispielsweise zwischen 2013  und 2014 der Markencourtagenumsatz  der Engel und Völkers Gruppe von 272,9 Mio. Euro auf 300,3 Mio. Euro steigern lassen was einem Anstieg von 21% entspricht.

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Falc Immobilien

Dieses Immobilienmakler Unternehmen agiert bundesweit mit einem innovativen Lizenzsystem. Der Kunde wird während des gesamten Vermarktungsprozesses betreut bis weit nach dem Notartermin. Falc Immobilien zeichnet sich durch eine besonders hohe Kundenbindung aus.

RE/MAX

Das 1973 in den USA gegründete Unternehmen RE/MAX kann heute auf das erfolgreichste Immobilienmaklernetzwerk der Welt zugreifen. RE/MAX ist in 95 Ländern vertreten und das mit über 100.000 Immobilienmaklern. RE/MAX hat derzeit Kooperationen mit ca. 200 Franchise-Partnern in Deutschland. Auf Grund von Regions-Umstrukturierungen ist die Anzahl in den letzten drei Jahren leicht zurück gegangen, jedoch ist dies ein Sonderfall und generell bleibt die Anzahl der Partner stabil. Auf der anderen Seite können die gleichbleibenden Franchise-Partner jährliche Umsatzsteigerungen von rund 10%-15% verzeichnen, was durchaus zufriedenstellend ist. Auch in Zukunft wird der Boom nicht zur Blase. Gerade die kleineren und mittelgroßen Städte mit stabiler Wirtschaft, guter Infrastruktur und positiver Bevölkerungsentwicklung seien hierbei besonders attraktiv. Diese bieten Wachstumspotential bei begrenztem Risiko, stabilere Preisentwicklungen und höhere Mietrenditen. Dies geht aus einem Interview mit Kurt Friedl, CEO, Regional Owner & Director RE/MAX Deutschland Südwest hervor.

VON POLL

VON POLL ist ein Immobilienmakler Unternehmen welches sich auf exklusive Immobilien spezialisiert hat. Um den anspruchsvollem Kundenklientel gerecht zu werden, bietet VON POLL einen erstklassigen Service an und richtet sich nach den speziellen Bedürfnissen der Kunden.

Franchisepartner

Eigenkapital

Eintrittsgebühr

Franchise-/Lizenzgebühr

Engel & Völkers

50.000 €

42.500 € zzgl. USt.

12,5% der Netto-Courtage

GERMANhomes

25.000 €

15.000 €

10% des Netto-Umsatzes

Town & Country Haus

10.000 €

10.000 €

10.000 €

Falc Immobilien

5.000 €

Regionalpartner 5.000 €
Büropartner 1.000 €

Regionalpartner Werbegebühr 199€ mtl. im 1.Jahr
299€ mtl. ab dem 2.Jahr
Büropartner 100€ mtl.

RE/MAX

30.000 €

7.500 €

6% des Netto Umsatzes +300€ mtl. Werbegebühr. 3%

VON POLL

45.000 €

k. A.

20% vom Courtage-Umsatz