Franchising schnell erklärt - So verwandeln Sie Ihre Firma in ein Franchise-Unternehmen

So verwandeln Sie Ihre Firma in ein Franchise-Unternehmen

Wenn Sie bereits Eigentümer einer gut laufenden Firma sind, so bietet Ihnen die Vertriebsform Franchising eine interessante Möglichkeit, mit Ihrem Unternehmen zu expandieren. Doch dieser Schritt will gut überlegt sein. Bevor Sie die Idee „Franchise-Unternehmen“ in die Tat umsetzen können, sollten Sie einen detaillierten Strategie-Plan entwerfen damit die Umsetzung mit möglichst wenig Komplikationen gelingt.

Grundsätzliche Bedingungen:

Bevor Sie eine Umwandlung Ihrer Firma in ein Franchise-Unternehmen anstoßen können, sollte Ihr Unternehmen über folgende Eigenschaften verfügen:

  • Geschäftszahlen die auf eine erfolgreiche Firmenentwicklung in der Vergangenheit schließen lassen
  • Einen geschützten Markennamen
  • Ein klar definiertes Firmenimage
  • Betriebsabläufe, die problemlos repliziert werden können
  • Eine klar definierte Unternehmensführung
Geschäftszahlen

Die Unterlagen über Ihre Geschäftsentwicklung sollten Sie so vorbereiten, dass sie weit genug in die Vergangenheit zurückreichen, um sowohl Investoren als auch zukünftige Franchisenehmer zufriedenzustellen. Es gilt, Vertreter dieser beiden Parteien von der Qualität Ihres Unternehmens zu überzeugen. Nur so werden diese in Ihre Firma investieren. Ein Geschäftsmodell, das mit großzügigen Verdienstspannen kalkuliert, lässt sich leichter in ein Franchise-System umwandeln. Es muss sichergestellt werden, dass die zukünftigen Franchisepartner auch genug mit Ihrem Geschäftsmodell verdienen, um die Gebühren zu bezahlen und selbst noch genügend dabei zu verdienen. Wenn Sie mit einem Franchise-Unternehmen erfolgreich sein wollen, müssen einwandfreie und nachprüfbare Geschäftszahlen vorlegen können.

Markenname

Sorgen Sie rechtzeitig dafür, den Namen ihrer Firma rechtlich schützen zu lassen. Führen Sie dazu auch umfangreiche Recherchen durch um sicherzugehen, dass der Name, den sie für Ihr Unternehmen verwenden möchten, nicht schon von einer anderen Firma bei den entsprechenden Stellen eingetragen wurde. Besonders, wenn Sie eine internationale Expansion anstreben, kann Sie eine gute Recherchearbeit im Vorfeld gegebenenfalls vor kostspieligen Streitigkeiten vor Gericht schützen. Falls Sie bei diesem Schritt unsicher sind, sollten Sie sich rechtzeitig um professionelle Unterstützung kümmern (zum Beispiel bei einer Branding-Agentur).

Firmenimage

Erfolgreiche Franchisefirmen unterscheiden sich von ihrer Konkurrenz durch einen professionellen Markenaufbau und kontinuierliche Markenpflege. Entscheidend für den langfristigen Erfolg des Markenaufbaus ist ein ganzheitlich identitätsorientierter Ansatz bei sämtlichen Maßnahmen zum Markenmanagement: Logo, Inneneinrichtung, einheitliche Arbeitskleidung für Mitarbeiter und Lackierung bzw. Design sämtlicher Firmenfahrzeuge: Alles muss auf den einheitlichen und in sich stimmigen Marktauftritt abgestimmt sein. Mit einer starken Marke mit hohem Wiedererkennungseffekt setzen Sie sich nicht nur von der Konkurrenz ab, Sie erleichtern auch Ihren Franchisenehmern den Markteintritt durch die Nutzung einer bereits etablierten und bekannten Marke.

Betriebssabläufe

Ein wichtiges Element beim Aufbau eines Franchise-Unternehmens ist die Replizierbarkeit sämtlicher Geschäftsabläufe. So kann sichergestellt werden, dass das Geschäftsmodell problemlos auf einen anderen Standort übertragen werden kann.

Besonders für den Aufbau des Kundenvertrauens ist es wichtig, an jedem Standort die gleichen Produkte und den gleichen Service anzubieten, wie in jeder anderen Niederlassung des Franchise-Unternehmens.
Um dies zu erreichen, ist ein klar ausgearbeitetes Trainingsprogramm unumgänglich – hier erwirbt der neue Franchisenehmer das nötige Wissen zur Führung der neuen Franchise-Niederlassung. Ergänzend dazu sollten die Franchisegeber auch ein sogenanntes „Franchise-Handbuch“ erhalten, in dem sämtliche Betriebsabläufe genauestens erläutert sind.

Unternehmensführung

Ein Franchisekonzept unterscheidet sich stark von einem traditionellen Geschäftsmodell. Bei der ersten Unternehmensform gilt es, das Konzept als Ganzes an potenzielle Franchisenehmer zu vermarkten anstatt entsprechende Produkte und Dienstleistungen an Endkunden zu vertreiben. Beim Vertrieb eines Franchise-Konzeptes sollten Sie daher Unterlagen bzw. Informationen für die Interessenten zur Verfügung zu stellen, die die Vorteile des angebotenen Konzeptes genau erläutern. Bei Interviews oder einem sogenannten „Tag der offenen Tür“ kann man direkt mit den potenziellen Franchisenehmern in Kontakt treten. Des Weiteren müssen Franchise-Verträge aufgesetzt und deren Beachtung kontrolliert werden. Regelmäßige Schulungsmaßnahmen und weitreichende Unterstützung der Franchise-Nehmer gehören ebenfalls zur Standardausstattung eines erfolgreichen Franchise-Unternehmens. Achten Sie auch darauf, über ausreichend finanzielle Mittel zu verfügen, um auch all diese Bereiche effizient arbeiten lassen zu können:

Wichtige Kostenfaktoren :
  • Geschützter Markenname
  • Markenaufbau und -pflege
  • Trainings- und Schulungsmaßnahmen
  • Franchise-Handbuch
  • Werbe- und Marketingmaterial
  • Sonstiges Promotionsmaterial
  • Franchise-Vertrag
  • Unternehmensführung und Management