Der typische Franchise-Interessent ist männlich, zwischen 36 und 55 Jahre alt, gut informiert und weiß zu führen

Franchise Direkt präsentiert Ergebnisse zum Thema Gründen mit Franchise- und Lizenzsystemen

Franchise Direct, das weltweit größte Onlineportal für Franchise-und Lizenzkonzepte, präsentiert in einer aktuellen Umfrage interessante Ergebnisse über Gründer, die sich im Rahmen eines Franchise-Systems selbständig machen wollen. Der durchschnittliche Franchise-Interessent ist demnach männlich, mittleren Alters, gut ausgebildet, derzeit angestellt in einer Führungsposition, gut informiert und mit einer soliden Eigenkapitalbasis ausgestattet. Die Umfrage beweist: Franchise-Systeme sind bei Gründern noch immer beliebt.

So antworteten auf die Frage, warum sie sich mit Franchising selbständig machen möchten, 46,1 Prozent der Teilnehmer, dass sie zwar ihr eigener Chef sein möchten, nicht aber bei Null anfangen. „Franchising gibt eine gewisse Sicherheit“, gibt Karin Weinzierl, Projektmanagerin bei Franchise Direct, zu bedenken. 19,2 Prozent der Teilnehmer gaben an, ihr bereits bestehendes Unternehmen um ein Franchise-Modell erweitern zu wollen. Weitere 26,2 Prozent sehen im Franchising ein attraktives Zusatzeinkommen. Immerhin 8,4 Prozent glauben, dass eine Gründung als Franchise-Nehmer leichter von der Bank im Rahmen einer Finanzierung unterstützt wird.

Eine Finanzierung spielt aber nicht für alle Franchise-Interessenten eine Rolle. Immerhin 60,5 Prozent möchten die Gründung aus persönlichen Ersparnissen finanzieren. Nur 49,4 Prozent sehen eine komplette oder teilweise Finanzierung durch die Bank. 30,9 Prozent streben eine öffentliche Förderung an und 13 Prozent suchen einen privaten Investor. 21,6 Prozent benötigen überhaupt keine Fremdfinanzierung und 32,7 Prozent der Teilnehmer möchten nur maximal ein Viertel der Gesamtinvestition durch Dritte finanzieren lassen. Nur 15,4 Prozent planen mehr als Dreiviertel der Startkosten mit Fremdkapital. „Die meisten Franchise-Start-ups kalkulieren vorsichtig und kommen mit einer soliden Eigenkapitalbasis“, stellt Weinzierl fest. Allerdings planen auch viele Interessenten insgesamt mit kleineren Einstiegssummen. 33,1 Prozent planen nicht mehr als 10.000 Euro in die Unternehmensgründung zu investieren, 20,9 Prozent Gründungskosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro und 15,3 Prozent möchten bis zu 50.000 Euro investieren. Nur rund 30 Prozent planen Startinvestitionen über 50.000 Euro.

Das nur eine Minderheit der Gründer auf eine Bank angewiesen ist, liegt auch daran, dass ein Großteil der Gründer aus „soliden wirtschaftlichen Verhältnissen kommt“, wie die Umfrageergebnisse zeigen. Denn mehr als die Hälfte (50,3 Prozent) sind in einem Anstellungsverhältnis, wenn sie sich für eine Franchise-Gründung interessieren. Weitere 38,6 Prozent sind bereits selbständig. Nur  11,1 Prozent gründen aus Arbeitslosigkeit oder im Anschluss an eine Ausbildung. 81,9 Prozent verfügen sogar über Führungserfahrung aus einem anderen Job. Auch die Qualifikationen bei Franchise-Interessenten sind hoch. So haben 32,2 Prozent der Umfrage-Teilnehmer eine abgeschlossene Berufsausbildung, 32,2 Prozent einen FOS- oder BOS-Abschluss, 18,1 Prozent einen Fachhochschulabschluss und 20,5 Prozent sogar einen Universitätsabschluss.

Auch die Überlegungs- und Planungszeiten sind lang. „Gründer lassen sich Zeit“, erklärt Weinzierl. Knapp 35 Prozent beschäftigen sich ein bis zwei Jahre lang mit einer Gründung bevor sie den Schritt gehen. 24,7 Prozent nehmen sich sogar drei bis vier Jahre Zeit und 18,7 Prozent tragen sich schon länger als fünf Jahre mit dem Gedanken. „Die Entscheidung ist wohl überlegt – für das Gründen im Allgemeinen und ein Franchise-System im Besonderen“, resümiert Weinzierl.

Einen spezialisierten Franchise-Berater möchten aber nur 27,3 Prozent hinzuziehen. „Das erscheint vielen nicht nötig, weil die Vorbereitung recht lang ist und sich die Gründer in der Regel intensiv mit dem Bewerbungsprozess für ein Franchise-System befassen. 24,4 Prozent der Befragten haben schon einen solchen Prozess durchlaufen, weitere 28,5 Prozent geben an, diesen Prozess gut zu kennen. Rund 61 Prozent haben sich auch schon mit einem oder mehreren Franchise-Gebern unterhalten.

Die Umfrage hat auch interessante soziodemografische Ergebnisse zu Tage gefördert. Mehr als Dreiviertel der Gründungswilligen (75,6 Prozent) sind männlich und im mittleren Alter (26,3 Prozent zwischen 36 und 45 Jahren / 33,9 Prozent zwischen 46 und 55 Jahren). Jung-Unternehmer im wahrsten Sinne des Wortes (zwischen 18 und 25 Jahren) sind nur wenige, nämlich 7,6 Prozent. Sogenannte Silver-Ager mit mehr als 66 Jahren sind sogar nur mit 2,9 Prozent vertreten. „Immerhin“, wie Karin Weinzierl findet. „Selbständigkeit kennt keine Altersgrenze und hat in allen Altersklassen Konjunktur.“ Der durchschnittliche Franchise-Gründer sei aber „im besten Mannesalter“. Man(n) wolle anscheinend „nochmal richtig durchstarten“.

An der Umfrage von Franchise Direct haben sich insgesamt 137 Teilnehmer beteiligt. Zur Teilnahme eingeladen wurde mittels eines Newsletters des Unternehmens, Die Ergebnisse sind also nicht repräsentativ, bilden aber gleichwohl eine signifikante Datengrundlage darüber, wer der typische zukünftige Franchise-Nehmer sein wird. „Wir wollten Einschätzungen darüber bekommen, wer sich mit welcher Motivation und mit welchem Hintergrund auf den Weg in die Selbständigkeit macht“, so Karin Weinzierl abschließend.

Weitere Hintergründe und noch mehr Ergebnisse der Umfrage gibt es unter http://www.franchisedirekt.com/information/franchiseumfrage2015dassinddieergebnisse/?r=4979.