So meistern Sie Schwierigkeiten mit Umbau und Ämtern

Kennen Sie diese Situation: Egal wie sehr Sie sich anstrengen, Sie kommen sich trotzdem vor als ob Sie permanent gegen eine Mauer anrennen würden, die einfach nicht nachgeben will? Viele Unternehmer haben beim Start mit Ihren Unternehmen genau diese Erfahrung gemacht – und die meisten nicht nur einmal. Viele sehen diese Herausforderungen sogar als Teil des Gründungsprozesses an. In welchen Bereichen müssen Unternehmer also mit den größten Hürden rechnen? Dazu berichten viele Unternehmer, dass  Suche und Umbaumaßnahmen der neuen Niederlassung sowie Anpassung an regionale gesetzliche Vorgaben die meisten Schwierigkeiten bereitet haben.

Aber warum treten gerade bei Bau- oder Renovierungsmaßnahmen und im gesetzlichen Bereich soviele Probleme auf, dass es sich für Franchisenehmer anfühlen kann wie die Besteigung des Mount Everest? Sollte es bei Franchisesystemen nicht so sein, dass sich durch die Erfahrung des Franchisegebers einige Hürden umgehen lassen und der Prozess bis zur Geschäftseröffnung schneller von statten geht?

Die Realität sieht eher so aus: Franchiseunternehmen haben, was Bauvorgaben und Regelungen anbelangt, mit den gleichen Problemen zu kämpfen, wie andere Unternehmen auch. Dennoch wird durch die Gründung eines Franchiseunternehmens die Selbständigkeit um einiges leichter weil er sich auf die Unterstützung eines erfahrenen Teams und auf ein bereits erprobtes Geschäftskonzept verlassen kann.

Selbst wenn Sie ein Unternehmen aus zweiter Hand oder ein bereits existierendes Franchise-Unternehmen kaufen, kann es passieren, dass in Abhängigkeit von Größe und Lage des aktuellen Standortes, einige Veränderungen auf den Franchisenehmer zukommen. Dies kann sowohl einen Umzug als auch aufwändige Umbaumaßnahmen mit sich bringen – je nachdem was der Franchisegeber verändern will um die wirtschaftliche Rentabilität der neuen Filiale zu steigern.

Warum sind viele Existenzgründer dann so überrascht, wenn sie sich derartigen Verzögerungen stellen müssen? Vielleicht weil bei den Verhandlungen fälschlicherweise der Eindruck geweckt wird, dass das Team des Franchisegebers für den Franchisenehmer alle Probleme löst – und damit auch die Abwicklung von Bau- und Umbaumaßnahmen übernimmt. Probleme treten normalerweise immer dann auf, wenn der Franchisenehmer feststellt, dass er sich selbst um die anfallenden Arbeiten kümmern muss.

Dazu kann man noch erwähnen, dass die Franchisegeber in Abhängigkeit von der Zeit, die er bereits mit seinem Konzept am Markt aktiv ist, mit jeder neuen Niederlassung weitere Erfahrungen sammeln konnte, was die rechtlichen Gegebenheiten der Stadt oder des Landkreises anbelangt. Auch haben sie zumeist gute Geschäftsbeziehungen zu Immobilienmaklern vor Ort aufgebaut. Allerdings ist keine Firma gegen neue Entwicklungen oder Änderungen bei der regionalen und überregionalen Gesetzgebung geschützt – und genau dadurch können sich sowohl die Fertigstellung als auch die Eröffnung einer neuen Niederlassung merklich verschieben.

Und wie können Franchisenehmer nun die Tücken von Bauregelungen und regionaler Gesetzgebung am Besten meistern?

Indem Sie so gut wie möglich Kontakt mit den vor Ort verantwortlichen Mitarbeitern der Franchise-Systemzentrale halten. Stellen Sie soviele Fragen wie möglich – besonders was die gesteckten Ziele und den realistischen Zeitplan zur Verwirklichung angeht. Weiterhin sollten Sie Sie sich darüber informieren, wie genau der Bauprozess ablaufen wird und welche Umbaumaßnahmen genau geplant sind. Hüten Sie sich vor überzogenen Erwartungen und versuchen Sie, während des gesamten Planungs- und Bauprozesses so entspannt wie möglich zu bleiben.

Auch im Hinblick auf die Umsetzung regionaler Regelungen empfielt es sich, mit einem Franchisenehmer zusammenzuarbeiten, der bereits Erfahrungen mit Aufbau und Verkauf erfolgreicher Franchisestandorte hat. Besonders Franchisegeber, die schon längere Zeit am Markt aktiv sind besitzen hier wertvolle Erfahrungen, die dem zukünftigen Franchisegeber zu Gute kommen können. Aber auch jüngere Franchise-Unternehmen können sich schnell das nötige Wissen und die Erfahrung aneignen, die notwendig ist, um dem neuen Franchisenehmer dabei zu helfen, die Hürden der regionalen Gesetzgebung zu meistern und den regionalen Markt kennenzulernen. Dazu braucht man selbstverständlich etwas Zeit – und der neue Franchisenehmer muss sich selbst darum kümmern, in Erfahrung zu bringen, ob das entsprechende Konzept in der Region auch Anklang finden wird und ob die Nachfrage für eine Gründung an einem bestimmten Standort hoch genug sein wird. Nur wenn alle diese Fragen bereits im Vorfeld ausfühlich abgeklärt sind, kann man davon ausgehen, dass die neue Niederlassung ohne größere Verspätungen eröffnet werden kann.

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