Schon jetzt erfolgreich selbstständig und im neuen Jahr zusätzlich als Franchise-Nehmer durchstarten?

Gerade für Menschen, die bereits ein eigenes Geschäft führen, kann die Tatsache, dass ihnen der Franchise-Geber sozusagen ständig „über die Schulter schaut“, abschreckend wirken.

Mit Franchising selbstständigWie schafft man also den Spagat zwischen völliger Selbstbestimmung im eigenen Unternehmen und der partiellen Weisungsgebundenheit als Franchisegeber? Während die Tatsache, dass der Franchisegeber bei der Führung der neuen Niederlassung immer ein gewisses Mitspracherecht behält, für die meisten Neugründer ein Vorteil ist, kann es für jemandem, der bereits seine eigene Firma gegründet hat und Franchising lediglich als Investitionsmöglichkeit ansieht durchaus ein sehr ungewohntes Gefühl sein.

Viele erfolgreich Selbstständige haben dann das Gefühl, ihnen werde gesagt, was sie zu tun oder wie sie sich zu verhalten hätten.

Angesichts der Tatsache, dass das jeweilige Franchisekonzept ja die „Erfindung“ des Franchisegeber ist, macht es durchaus Sinn für ihn, sämtliche Geschäftsbereiche regelmäßig im Auge zu behalten und ggf. Gegenmaßnahmen zu implementieren. Schließlich vertraut der Franchisegeber seinen Partner ja gewissermaßen seine Idee, seine Marke, seinen guten Ruf und sein Geschäftskonzept an – und da will er natürlich sicherstellen, dass Sie das Geschäft auch in seinem Sinn führen. Darin liegt auch der große Vorteil des Franchisings: Nach einem erprobtem System arbeiten um entsprechend erfolgreich werden.

Den richtigen Franchise-Partner findenFür junge Existenzgründer ist es oft durchaus beruhigend, zu wissen, dass der Franchisegeber sozusagen als „Großer Bruder“ im Hintergrund agiert und bei Problemen Hilfestellung gibt – schließlich kennt er sein Konzept besser als alle anderen. Erfahren Unternehmer finden es jedoch oftmals schwierig, sich den Vorgaben des Franchisegebers sozusagen „unterzuordnen“. Bevor es hier zu Schwierigkeiten kommt, sollte man sich ins Gedächtnis rufen, dass der Erfolg eines Franchisekonzeptes auf der Befolgung von bestimmten Richtlinien bzw. der Nutzung von standardisierten Geschäftspraktiken basiert. Zu viele Änderungen auf diesem Gebiet können schlimmstenfalls den Erfolg des gesamten Konzeptes gefährden.

Aus diesem Grund sehen die Hamburger von McDonalds in den USA genauso aus wie bei uns in Deutschland. Auf der anderen Seite wird jeder gute Franchisegeber immer ein offenes Ohr für die Ideen und Vorschläge seiner Franchisenehmer haben – keinesfalls sollte der Franchisegeber sozusagen als „Diktator“ über sein Franchise-Imperium herrschen und keine Meinung außer seiner eigenen gelten lassen – spätestens bei der Expansion auf internationale Märkte wird dies zu Problemen führen. Wenn z. B. die Speisekarte aus ethnischen oder religiösen Gründen nachgebessert werden muss.

Auch in der Franchise-Industrie beruht langfristiger Erfolg auf der Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien. Daher kann es kaum verwundern, dass viele Produkte des Franchise-Giganten McDonalds auf Ideen von Franchise-Nehmern zurückgehen.

Darunter auch:

  • Big Mac
  • Egg McMuffin
  • McFlurry
  • Filet-O-Fish

Aber längst nicht alle Franchisegeber sind aus dem gleichen Holz geschnitzt – einige nehmen die Ideen ihrer Franchise-Nehmer ernst, andere nicht. Um herauszufinden, in welche Kategorie Ihr zukünftiger Franchisegeber gehört, müssen Sie Ihre Hausaufgaben machen.

Informationen über Franchisegeber sammelnUnd hier kommen Sie am Leichtesten an die Infos die Sie interessieren:

  • In Gesprächen mit anderen Franchise-Nehmern: Sie können Ihnen am Besten einen Eindruck über das Verhältnis zum Franchisegeber geben
  • Im Franchise-Handbuch:  Hier finden Sie wichtige Angaben zum Franchise-Konzept sowie Richtlinien zu Geschäftspraktiken und Unternehmenskommunikation
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