Mehr Migranten Existenzgründer als Deutsche

In einer gestern herausgegebenen Pressemitteilung der Bundesregierung heißt es, dass Maria Böhmer, die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, die Existenzgründungs-Bereitschaft von Migrantinnen und Migranten als vorbildlich bezeichnet. Der Grund: „Immer mehr Migrantinnen und Migranten wagen den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit. Als Existenzgründer haben sie die Deutschen inzwischen überholt. Von ihrer Bereitschaft, unternehmerisches Risiko einzugehen, kreative Ideen in wirtschaftliches Handeln umzusetzen und damit Wachstum zu generieren, profitiert unsere gesamte Volkswirtschaft“, wird Böhmer zitiert. „Insgesamt haben die knapp 600.000 Unternehmerinnen und Unternehmer ausländischer Herkunft in Deutschland mehr als 2 Millionen Arbeitsplätze geschaffen.“ Die Meldung beruft sich auf Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), nach denen inzwischen jede neunte Firma in Deutschland von einem Unternehmer oder einer Unternehmerin nichtdeutscher Herkunft gegründet wird. Und womit ihr Anteil prozentual höher als der deutscher Existenzgründer liegt. Mehr als 22.000 Migrantinnen und Migranten sollen im vergangenen Jahr die Beratungsangebote der Industrie- und Handelskammern zur Existenzgründung genutzt haben. „Aus verschiedenen Erhebungen wissen wir, dass Migrantinnen und Migranten eine überdurchschnittlich große Bereitschaft zur beruflichen Selbstständigkeit mitbringen“, wird die Ministerin weiter zitiert. Das gilt insbesondere für Frauen mit eigener Migrationsgeschichte. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Unterstützung durch die Familien [...]“ Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, www.bundesregierung.de.
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