Franchising mit der Generation Y

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Die “Generation Y” zeigt sich als neue Unternehmergeneration. Viele von Ihnen bevorzugen Ihre eigenen Start-ups anstatt sich von morgens 9 bis abends 5 als Angestellter in ein Büro zu setzen. Und nicht wenige von Ihnen träumen auch davon, der nächste Mark Zuckerberg zu werden. Und auch Franchise-Unternehmen erfreuen sich bei der Generation Y steigender Beliebtheit.

Wenn Sie sich also nicht ganz sicher sind, was Sie nach Ihrem Universitätsabschluß machen sollen oder Schwierigkeiten damit haben, einen Arbeitsplatz zu finden, sollten Sie weiterlesen. Hätten Sie gerne Ihr eigenes Geschäft, haben aber Angst vor der Verantwortung und den verschiedenen Risiken. Franchising bietet für jeden, der sich eine berufliche Selbständigkeit vorstellen kann, ein ideales Geschäftsmodell. Und in ein Franchise-Unternehmen zu investieren, kann auch direkt nach der Uni eine sehr gute Entscheidung sein. Schließlich investieren Sie in eine am Markt etablierte Marke und ein starkes Netzwerk zu Ihrer Unterstützung – und damit in Ihre eigene Zukunft.
Vor 10 Jahren wäre es noch sehr schwer gewesen, jemanden zu finden, der geglaubt hätte, dass 20- oder 30-Jährige gute Franchisenehmer sein können. Damals war die Übernahme von Franchise-Lizenzen hauptsächlich einer kleinen Gruppe an wohlhabenden Einzelpersonen oder Führungskräften aus der Industrie vorbehalten, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollten. Das hat sich in der Zwischenzeit geändert.

Franchise-Unternehmen, besonders diejenigen, bei denen die Startkosten nicht besonders hoch sind, haben die Generation Y für sich „entdeckt“. Dem öffentlich gemalten Bild zum Trotz, demzufolge die Millenials zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, sich vor harter Arbeit drücken und gelobt werden wollen ohne irgendetwas dafür zu tun, haben Franchisenhmer die Erfahrung gemacht, dass viele, die dieser Generation zugerechnet werden, sehr energiegeladen, anpassungsfähig und gut ausgebildet sind – und sehr hart arbeiten können.

Wenn die Erfahrung fehlt

Auch wenn der Gedanke an ein eigenes Unternehmen sehr verführerisch sein kann, für Berufseinsteiger kann er auch sehr Furcht einflößend sein. Einerseits ist da diese Sehnsucht nach beruflicher Unabhängigkeit, andererseits mangelt es aber an entsprechender Erfahrung. Und genau hier kann Franchising eine Brücke bauen.

Die Eigentümer von Franchise-Lizenzen haben das Recht, die Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens in einem vorab vereinbarten geographischen Gebietunter dessen Markennamen zu vertreiben. Hierfür zahlt er eine bestimmte Gebühr und wird fortlaufend vom Franchisegeber in seiner Tätigkeit unterstützt. Durch die Franchisegebühr erhält auch der Franchisegeber einen Anreiz, fortlaufend in sein Konzept und jede einzelne Niederlassung zu investieren.

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Durch die Zusammenarbeit mit einem Franchisekonzept erhält der Franchisenehmer die Möglichkeit, beruflich selbständig zu sein und sich trotzdem auf die Unterstützung eines etablierten Untenehmens verlassen zu können. Die Wahrscheinlichkeit, mit dem neuen Unternehmen Erfolg zu haben, ist beim Franchising wesentlich höher als bei einer Neugründung mit einer völlig neuen Idee.

Unter Anderem aus folgenden Gründen:  

  • Eine kürzere Anlaufzeit bis zur Eröffnung
  • Training und Unterstützung von Anfang an
  • Geringere Kosten durch den Einkauf in großen Mengen
  • Die Verwendung eines etablierten Geschäftsmodells
  • Unterstützung und professionelle Marketing- und Werbematerialien
  • Ein starkes Netzwerk, das Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht
  • Unterstützung bei der Finanzierung

Das Franchisemodell erlaubt es Einzelgründern, für sich selbst zu arbeiten ohne sich alleingelassen zu fühlen. Dazu kommt noch, dass den Unternehmern das Gefühl gegeben wird, Ihren Kunden durch die Nutzung einer bekannten Marke Produkte anbieten können, die sie kennen und denen sie vertrauen.

WIE MAN FINANZIELLE ENGPÄSSE ÜBERWINDEN KANN

Beim Start in die Selbständigkeit als Franchisenehmer kann ein Mangel an finanziellen Mitteln ein ernsthaftes Problem darstellen. Ihre Hausbank sollte zwar Ihre erste Anlaufstelle sein, es gibt aber darüber hinaus auch für jüngere Gründer noch weitere Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung. Hier haben wir eine kleine Auswahl an Fördermöglichkeiten für Sie zusammengestellt:

STAATLICHE FÖRDERUNGEN

STARTGELD

Ansprechpartner: NRW Bank
Kontakt: Tel. 0211-917410
Förderregion: bundesweit
Zinskonditionen Darlehen/Beteiligungen: ab 2,07% Effektivzins (abhängig von Laufzeit und Zinsbindung)
Darlehenshöchstbetrag in Euro: max. 100.000 € / davon max. 30.000 € für Betriebsmittel
Laufzeit: 5 Jahre, max. 1 Jahr tilgungsfrei
Antragsstellung: via Hausbank
Nähere Informationen finden Sie hier.

GUW - Gründung und Festigung

Ansprechpartner: L- Bank, Staatsbank für Baden-Württemberg
Kontakt: Tel. 0711/222 345
Förderregion: Baden-Württemberg
Zinskonditionen: können bei der zuständigen Bank erfragt werden. Weitere Informationen hier (pdf wird automatisch heruntergeladen).
Darlehenshoechstbetrag in Euro: 5000 - 2 Mio. €
Laufzeit: max. 20 Jahre, davon max. 3 Jahre tilgungsfrei
Antragsstellung: via Hausbank

Falls die traditionelle Finanzierung über eine Bank nicht zu verwirklichen sein sollte, so gibt es noch weitere Möglichkeiten, die Gründung der neuen Firma mit fremden Mitteln stützen zu lassen. Hier stellen wir einige Möglichkeiten vor, die sich auch Gründer aus der Generation Y näher ansehen sollten.

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VENTURE CAPITAL

Venture Capital, im deutschen Sprachgebrauch „Wagnis- oder Risikokapital“ genannt, ist kein Kredit im eigentlichen Sinn, sondern stellt eine Form der „Entwicklungshilfe“ für Gründungen dar.  Über das Programm INVEST können Investoren über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einen Zuschuß in Höhe von bis zu 20% der von Ihnen erworbenen Unternehmensanteile beantragen. Der Mindestbetrag, der in die Unternehmen eingesetzt werden muß, liegt bei 10.000 €, der Anlagebetrag, für den Zuschüsse beantragt werden können darf 250.000 € nicht unterschreiten. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Bewilligung einer derartigen Förderung ist es, dass die Unternehmensanteile mindestens 3 Jahre gehalten werden. Nähere Informationen zu diesem Programm finden Sie hier.

CROWDFUNDING

Companisto

Companisto ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz Marktführer in Sachen Crowdinvesting. Das Auswahlverfahren bei diesem Anbieter ist sehr streng. Alle Vorschläge werden von Business-Analysten überprüft und gefiltert. Von hundert vorgeschlagenen Bewerbungen wird 1% zum Crowdinvesting zugelassen. Auf Companisto können sich die Investoren zwischen einer Gewinnbeteiligung und einer Festverzinsung entscheiden.

Kosten und Gebühren: Die Anmeldung bei Companisto ist kostenlos, wird über die Plattform eine Finanzierung abgeschlossen, so fällt eine Provisionszahlung an.
Website: Companisto.com/de

Startnext:

Die Plattform wurde ins Leben gerufen, um Kreativen, Erfindern und Social Entrepreneurs die Möglichkeit zu geben, Ihre Ideen vorzustellen, mit Unterstützung von vielen Menschen zu finanzieren und Teil einer starken Gemeinschaft zu werden. Die finanzielle Unterstützung der Plattform erfolgt auf freiwilliger Basis, der Mindestbetrag liegt bei 1%.

Transaktionskosten: 4%
Website: https://www.startnext.com/

Seedmatch:

Seedmatch hat sich auf das Crowfunding von Startups spezialisiert. Auf Seedmatch können die Investoren junge, aufstrebende Unternehmen auf Ihrem Wachstumskurs begleiten und mit der von der Plattform ausgeschütteten „Venture Debt“ einen attraktiven Festzins erhalten.

Gebühren und Transaktionskosten: 5 – 10% der finanzierten Summe
Website: https://www.seedmatch.de/

Crowfunding International:

Diese Plattform ist darauf ausgerichtet, Menschen dabei zu helfen, Ihre Träume zu verwirklichen. Um dies zu erreichen, nutzt das Unternehmen den Ansatz „Contribute and Donate“: Um selbst ein Projekt vorstellen zu können, müssen zuerst 200 € in ein anderes Projekt investiert werden. Über diese Plattform können auf diese Weise die unterschiedlichsten Projekte umgesetzt werden.

Website: https://www.crowdfundinginternational.eu/

Und auch große internationale Crowfunding-Plattformen stehen Gründern in Deutschland zur Verfügung. Hier eine kleine Auswahl:

Kickstarter:

Bei Kickstarter treffen sich Menschen, die gern Projekte unterstützen und umgesetzt sehen wollen. Durch die Finanzierung nach dem Prinzip „Alles oder Nichts“ werden Gründer davor geschützt, Ihr Projekt mit weniger als dem benötigten Geld umsetzen zu müssen. Kickstarter ist speziell auf kreative Projekte ausgerichtet, es gilt der Grundsatz, „etwas erschaffen, das mit anderen geteilt werden kann.“

Nutzungsgebühr: 5% bei erfolgreicher Finanzierung
Verwaltungs- und Transaktionskosten:
3 – 5%

Indiegogo

Eine der größten international agierenden Crowfunding-Plattformen, die nach dem System des reward-based Crowfunding arbeitet. Bei Indiegogo ist es möglich, einen flexiblen Zielbetrag für eine Kampagne festzulegen.

Transaktionskosten und Gebühren: 9%, bei erfolgreicher Finanzierung werden davon 5% zurückerstattet. Für Kreditkartenzahlungen fallen zusätzliche Gebühren an, für Kampagnen, die außerhalb der Vereingten Staaten in US-Dollar bezahlt werden, fällt eine Einmalgebühr von 25 $ an.

Website: indiegogo.com

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