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Gastbeitrag

29.11.2011

Franchise 1:1 Business-Meetings: Nach erfolgreichem Start in Düsseldorf bereits Folgeveranstaltungen geplant

geschrieben von Raimond Roßleben

Die 50 Franchise-Interessenten waren gestern von den ersten Franchise 1:1 Meetings hinsichtlich der Präsentationen der Franchise-Systeme und des Caterings einfach begeistert!  Diesmal wurde der Schwerpunkt der Veranstaltung auf unterschiedliche Franchise-Konzepte aus dem Bereich der Systemgastronomie gelegt.

Die 11 Franchisegeber der innovativen Systeme und Hot Spots mit Frozen Yogurt, Smoothies, Bubble Tea, Burger Lieferservice, Tapas, Pasta to Go, etc. und das außergewöhnliche Catering von “Spitz” aus Köln sorgten, neben den informativen Fachvorträgen, den ganzen Tag für interessante und lukullische Höhepunkte.

Die Veranstaltung in den Räumen von TIGGES Rechtsanwälte in Düsseldorf war bis auf den letzten Platz schon Tage vorher ausgebucht.

Die Vorträge der Franchisegeber waren jeweils mit interessanten Fachvorträgen von anerkannten Experten der Franchise-Branche in Blöcken zusammengefasst, so dass in den Pausen und nach den Vorträgen genügend Zeit blieb, um ganz konkret offene Fragen und Details mit den einzelnen Franchisegebern und Referenten zu diskutieren.

Folgende Franchise-Systeme und deren Franchisegeber konnten die Teilnehmer persönlich kennenlernen:

Anton & Konsorten (Pasta to Go)
burgerme (Burger und Salat Liefer-Service)
Crêpeaffaire, UK (Crêpes, Kaffee, regionale Franchise-Partner)
immergrün (Smoothies, Fruchtsäfte, Salate, Panninis)
Kxuio (Bubble Tea)
Langnese Happiness Station (Create your own)
Meloonia (Frozen Yogurt, Smoothies)
MIMA (Bruscadinas, Rotolinis und Cresciones)
SchnitzelHuber (Schnitzel, Brathendl)
Spitz (modernes Wirtshaus, Café und Restaurant)
Tapeo BCN (Tapas Restaurant)

Wenn Sie sich für weitere Informationen zu den jeweiligen Franchisekonzepten interessieren,  so erhalten Sie weitere Informationen bei der Rossleben & Partner Consulting oder direkt hier auf Franchise Direkt. Folgen Sie dazu einfach der entsprechenden Verlinkung.  Für weitere Informationen zu den Franchise-Unternehmen Crêpeaffaire und Spitz besuchen Sie bitte die Internetseite der Rossleben & Partner Consulting.

Die Fachvorträge der folgenden Referenten boten den potenziellen Gründern weitere interessante Details zu Ihrer Gründung:

Stephan Brovot von der Firma Brovot Directmarketing beispielsweise äußerte sich zum Thema  “Erfolgreiche Neukundengewinnung“, der Rechtsanwalt Marco Hero von der Kanzlei Tigges Rechtsanwälte informierte die Besucher ausführlich über  “News und Trends im nationalen und internationalen Gastrofranchiserecht“. Rolf Kirst, Vorstandsmitglied des Deutschen Franchise Verbandes stellte in seinem Vortrag mit dem Titel  “Was erwarten Franchisegeber und Franchisenehmer gegenseitig” die Beziehung zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer in den Vordergrund. Clemens Müller, seit Anfang des Jahres Partner beim Eventveranstalter Roßleben und Partner stellte in seinem Vortrag die Gleichung “Service = Leidenschaft am Kunden + Höflichkeit” auf und behandelte damit eines der wichtigsten Themen für einen erfolgreichen Existenzgründer. Abgeschlossen wurde die Vortragsreihe durch Herrn Raimond Roßleben, den Gründer der Rossleben Consulting GmbH. Er informierte in seiner Rede umfassend über “Die erfolgreiche Finanzierung Ihrer Gründung“.

Das Catering wurde an diesem Tag von “Spitz” aus Köln durchgeführt. Die Teilnehmer erlebten eine Renaissance der deutschen Wirtshauskultur mit Spezialitäten, die bei den meisten Kindheitserinnerungen weckte! Herr Schauhoff und Herr Scharlach erhielten von allen Seiten höchstes Lob für ihre gelungenen Kreationen.

Mit den folgenden Bildern möchten wir Ihnen einen kurzen Eindruck von der Atmosphäre und der Geschäftigkeit des erfolgreichen Franchise 1:1 Meetings vermitteln:

Die nächsten Franchise Branchen Events werden aufgrund des Erfolgs und der Akzeptanz im Februar 2012 im Bereich Management & Dienstleistung in Düsseldorf und im Bereich System-Gastronomie in Berlin stattfinden.

Wenn Sie bei den nächsten Franchise 1:1 Meetings - System-Gastronomie im Feburar 2012 in Berlin oder im Bereich Management & Dienstleistung in Düsseldorf dabei zu sein möchten, erhalten Sie demnächst weitere Infos über die Website der Rossleben & Partner Consulting oder direkt hier auf Franchise Direkt.


Gastbeitrag

24.03.2011

Gastbeitrag: Franchising in Schweden (Teil 1)

Bei dem nun folgenden Artikel handelt es sich um eine Übersetzung eines Artikels meines amerikanischen Kollegen Donald Cranford. Wie Sie im Verlauf dieses Berichtes lesen werden, befand sich unser Kollege in der Vergangenheit bereits öfter in Schweden. Bei seinen zahlreichen Reisen nutzte er unter anderem auch die Möglichkeit, sich die Franchise-Szene in Schweden einmal etwas genauer anzusehen.Falls Sie Interesse haben sollten, gelangen Sie hier zum Original-Artikel (in englischer Sprache).

Schon seit Längerem ist Schweden eine der stabilsten Binnenwirtschaften in Europa. Diese Tatsache scheint mit ein Grund dafür zu sein, dass sich die Franchisewirtschaft in Schweden über beeindruckende Zuwächse freuen kann. An dieser Stelle möchten wir Ihnen nun einige der vielen nationalen aber auch internationalen Geschäftskonzepte vorstellen, die sich erfolgreich auf dem schwedischen Markt etablieren konnten.

Der schwedische Franchise Verband wurde im Jahr 1972 gegründet. Leider gibt es zur genauen Anzahl an aktiven Franchise-Systemen nur vereinzelt verlässliche Statistiken. Recherchen haben jedoch ergeben, dass im Jahr 2003 circa 350 verschiedene Franchise-Systeme am Markt aktiv waren. Seitdem ist diese Zahl sicherlich angestiegen. Die Bandbreite an verschiedenen Franchisekonzepten aus Schweden selbst reicht hierbei von Marken wie Pressbyrån, einer sehr erfolgreichen Kioskgruppe, die vornehmlich an U-Bahn-Stationen anzutreffen sind und Card Group Greetings, einem international agierenden Vertriebsunternehmen für Gruß- und Glückwunschkarten aller Art bis hin zum Tier- und Zoobedarfshandel Arken Zoo. Viele der erfolgreichsten Franchiseunternehmen nutzen in Schweden das Geschäftsmodell Franchising. Darunter auch Schwedens bekanntester Franchise-Export IKEA.

Damit schleicht sich Franchising langsam aber sicher in alle Lebensbereiche der Schweden ein. Im Folgenden möchten wir Ihnen daher zwei sehr erfolgreiche Konzepte etwas näher vorstellen, die auf meinen Kollegen Donald auf seinen Reisen durch Schweden einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben:

1) Schweden und Fika

Anders als beispielsweise in Irland, findet das gesellschaftliche Leben in Schweden nicht vornehmlich in einer Gaststätte oder einer Kneipe statt. Das soll jetzt nicht heißen, dass die Schweden keinen Alkohol trinken. Aufgrund von hohen Steuern ist Alkohol in Schweden jedoch empfindlich teuer. Daher treffen sich die Schweden lieber zu einer gemütlichen Tasse Kaffee, auf schwedisch Fika genannt. In der Alltagssprache ist „Fika“ in Schweden ein sehr gebräuchliches Wort. Die Tatsache, dass auch heute noch viele alte Cafés rund um Stockholm zu finden sind, beweist, wie tief verwurzelt diese Tradition in Schweden ist. Diesen Trend haben vor einiger Zeit auch Franchisegeber erkannt und versuchen nun verstärkt, aus der Fika-Tradition Kapital zu schlagen. Weiterhin interessant ist die Tatsache, dass viele dieser neuen Cafés englische Namen tragen. Damit versuchen die Eigentümer, Ihren Lokalen einen noch trendigeren Touch zu verleihen und so noch mehr Geld damit zu verdienen.

2) Der schwedische Schnellimbiss

In Schweden ist Fast Food genauso beliebt wie anderswo auf der Welt. Die meisten bekannten Fast-Food Marken konnten sich auch in Schweden erfolgreich etablieren. Werfen wir jedoch in diesem Artikel einen etwas genaueren Blick auf die schwedische Fast-Food Variante:

Das Franchiseunternehmen Max Burger ist wahrscheinlich die bekannteste Fast-Food-Marke Schwedens, besonders im Einzugsgebiet von Stockholm. Das erste Max Burger Restaurant wurde im Oktober 1990 eröffnet. Seitdem wächst das Franchisekonzept in Schweden, aber auch in Europa kontinuierlich.

Die nun folgenden Bilder sollen Ihnen einen Eindruck von der Atmosphäre in Burger Max- Restaurants vermitteln:

Der großzügige Eingangsbereich eines Burger Max-Restaurants in Stockholm mit Sitzbänken für Liebhaber der frischen Luft.

Auch wenn Burger Max auf den ersten Blick aussieht wie so manches amerikanische Schnellrestaurant, so finden sich, besonders im Design, Elemente, die „typisch schwedisch” sind. Beispielsweise fetzige Neonstäbe an der Decke.

Um den Kunden zu lange Wartezeiten zu ersparen, können Bestellungen auch direkt über die bereitgestellten Automaten aufgegeben werden.

Auch Gesundheitsbewusste kommen bei Burger Max auf Ihre Kosten. Das sogenannte „Green Meal“ beispielsweise bietet einen vegetarischen Burger als Hauptgericht an.

Im Großen und Ganzen ist ein deutlicher Einfluss der amerikanischen Franchiseszene in Schweden erkennbar.

Im nächsten Artikel dieser Serie werden wir uns daher der Frage widmen, wie sich die amerikanischen Franchisekonzepte auf dem schwedischen Markt schlagen.


Oliver Gieseck

12.08.2010

KfW Fördermittel für Existenzgründer und Selbständige

Die Vorteile der KfW Fördermittel für Existenzgründer und Selbstständige nutzen

Gerade in der Startphase der Selbständigkeit steht oftmals die Finanzierung der Investitionsvorhaben an erster Stelle der Prioritätenliste. Für Existenzgründer ist es besonders wichtig, dass günstige Finanzierungen und Starthilfen gefunden werden, die den Aufbau der Existenz unterstützen. Einige Möglichkeiten bieten hier die diversen Förderprogramme der KfW-Bank, die es auch speziell für Selbständige und Existenzgründer gibt.

piggy-bank-123x200_edited-1Die staatliche KfW-Bank bietet derzeit (2010) konkret zwei verschiedene Sonderprogramme an, die speziell für Personen geeignet sind, die sich selbständig machen möchten und sich in der Phase der Existenzgründung befinden. Dabei handelt es sich auf der einen Seite um das Sonderprogramm „KfW-StartGeld“ und auf der anderen Seite um das Sonderprogramm „ERP-Kapital für Gründung“. Darüber hinaus gibt es auch noch einige Sonderprogramme für etablierte Unternehmen, die bereits seit einiger Zeit bestehen. Diese Programme fallen dann zwar nicht in den Bereich der Existenzgründung, sind aber natürlich dennoch für viele Personen interessant, die bereits seit einiger Zeit selbständig sind.

Das KfW-Sonderprogramm „KfW-StartGeld“

Das KfW-StartGeld ist ein Sonderprogramm aus dem Bereich Existenzgründungs-Förderung, welches für Vorhaben geeignet ist, die nicht mehr als 50.000 Euro an Kosten in Anspruch nehmen werden. Angeboten wird dieses Förderprogramm allen Existenzgründern, Freiberuflern Selbständigen und kleineren Unternehmen, die noch keine drei Jahre am Markt vorhanden und tätig sind. Unter diesen beiden Voraussetzungen (weniger als drei Jahre, bis 50.000 Euro) kann man das KfW-StartGeld Programm bei der KfW-Bank beantragen.

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Diese Förderung weist einige Vorteile für den Existenzgründer bzw. den Selbständigen auf. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Kosten nach Abzug vorhandener Eigenmittel bis zu 100 Prozent finanziert werden können. Ferner gilt eine Haftungsfreistellung von 80 Prozent für die Hausbank, was den Erhalt des Darlehens deutlich vereinfacht.

Zudem ist auch ein zweiter Antrag möglich, falls die Maximalsumme von 50.000 Euro bisher nicht ausgeschöpft worden ist.

Mitfinanziert werden unter anderem der Kauf von Grundstücken und Gebäuden, der Kauf von Maschinen und Einrichtungsgegenständen, die Betriebs- und Geschäftsausstattung, sowie die Erstausstattung.
(Weitere Informationen zu KfW-StartGeld)

Die Rückzahlungsmodalitäten und Konditionen

Neben den genannten Vorteilen und Bedingungen des KfW-Sonderprogramms „KfW-StartGeld“, sind für den Kreditnehmer natürlich vor allem auch die Rückzahlungsmodalitäten wichtig. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die maximale Kreditlauf beim maximalen Kreditbetrag von 50.000 Euro bei zehn Jahren liegt. Dabei können zudem maximal zwei tilgungsfreie Jahre in Anspruch genommen werden.

doing-business-230x170Alternativ kann bei einer Rückzahlungsdauer von bis zu fünf Jahren ein tilgungsfreies Jahr genutzt werden. Die Zins- und Tilgungszahlung erfolgt monatlich und Sondertilgungen sind jederzeit kostenfrei möglich. Die Auszahlung der Darlehenssumme erfolgt zu 100 Prozent und ab einem Monat nach der Kreditzusage fällt für die nicht abgerufenen Kreditteile eine Bereitstellungsprovision von 0,25 Prozent pro Monat an.

Über den gültigen Zinssatz muss man sich stets aktuell bei der KfW-Bank informieren, da dieser sich am Kapitalmarkt orientiert.

Das KfW-Sonderprogramm „ERP-Kapital für Gründung“

Dieses Förderprogramm ist vor allem für junge Unternehmer / Selbständige und Existenzgründer gedacht, denen es an Eigenkapital mangelt, was natürlich sehr häufig der Fall ist. Konkret handelt es sich um ein nachrangiges Darlehen der KfW-Bank, welches die Eigenkapitalbasis des Existenzgründers stärkt und somit den Weg für andere Fremdfinanzierungen, zum Beispiel seitens der Hausbank, deutlich erleichtert.

Die Vorteile dieses KfW-Förderdarlehens bestehen vor allem darin, dass das Kapital über sieben Jahre hinweg zur vollen Verfügung steht, der Zinssatz subventioniert wird und der Kreditnehmer für das nachrangige Darlehen keinerlei von Sicherheiten stellen muss.
(Weitere Informationen zum ERP-Kapital für Gründung)

Die Rückzahlungsmodalitäten und Konditionen

Zu den großen Vorteilen und gleichzeitig zu den Rückzahlungsmodalitäten und Konditionen zählt, dass die Tilgung des erhaltenen Darlehensbetrages erst nach Ablauf von sieben Jahren beginnt, was die Liquidität des Kreditnehmers natürlich sehr positiv beeinflusst. Finanziert werden können maximal 500.000 Euro, wobei der Eigenkapital-Anteil des Antragstellers stets bei mindestens 15 Prozent im Bezug auf die förderungsfähigen Kosten betragen muss. Die Laufzeit des Kredites beträgt 15 Jahre.

Der Zinssatz wird für die ersten zehn Jahre garantiert und ist aufgrund der Subventionierung extrem günstig. In den ersten drei Jahren der Kreditlaufzeit liegt der Zinssatz in den alten Bundesländern und Berlin bei 1,05 Prozent, in den neuen Bundesländern werden 0,80 Prozent veranschlagt. Im vierten bis zum zehnten Jahr der Kreditlaufzeit liegt der Zinssatz dann bei 3,47 Prozent (Mischeffektivzins alte Bundesländer) bzw. bei 3,22 Prozent (neue Bundesländer). Nach Ablauf der Zinsgarantie von zehn Jahren richtet sich der Zinssatz am Kapitalmarkt aus.

Fazit

Insgesamt betrachtet bieten die KfW-Förderprogramme sicherlich vielen Selbständigen und Existenzgründern eine sehr gute Starthilfe und erleichtern die Finanzierung von Investitionen. Aufgrund der sehr günstigen Konditionen und der kaum vorhandenen „Einschränkungen“ sollte man als Existenzgründer nicht auf diese Hilfen verzichten, zumal Nachteile ohnehin nicht vorhanden sind.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von ForwardDarlehen-Vergleich.de – Der Ratgeber für Kredite und Baufinanzierungen


Gastbeitrag

13.05.2010

Gastbeitrag: Franchising in Indien (Teil 3)

Dieser Artikel enthält den letzten Teil des „indischen Franchise-Reiseberichtes“ unseres amerikanischen Online-Redakteurs Donald Cranford. Dieser Teil befasst sich sowohl mit Franchise-Konzepten indischen Ursprungs als auch einem direkten Vergleich zwischen einem indischen Lebensmittel-Franchise-Konzept und einem amerikanischen.

eaters-in-dosa-hutAufgrund der vielen interessanten Begebenheiten, die unser Kollege in Indien miterleben durfte, hat er sich dazu entschlossen, diesen Beitrag mit einer kleinen, persönlichen Anekdote zu beginnen. Im ersten Absatz dieses Artikels erzählt er zum Beispiel von einem indischen Restaurantbetrieb, der einige interessante Besonderheiten aufweist: Das nebenstehende Bild zeigt eines der gut besuchten indischen Franchise-Restaurants in einer Stadt namens Pune im Bundesstaat Maharastra.

Insgesamt hat Pune eine Bevölkerung von rund 4 Mio. Einwohnern. Das Restaurant nennt sich Dosa Hut und liegt direkt neben einem ebenso vollen McDonalds.

Das Interessante an diesem Restaurant ist die Tatsache, dass es zwar kein Franchise-Unternehmen ist, aber so entworfen wurde, dass man es problemlos für eines halten könnte. Traditionell werden Dosas in Indien von Straßenhändlern verkauft. Den Erfindern des Dosa Hut fiel jedoch auf, dass westliche Franchise-Unternehmen aufgrund Ihres Designs eine große Anziehungskraft auf die junge Generation Indiens haben. Dementsprechend wurde das Design des Dosa Hut konzipiert. Im Großen und Ganzen ist die Franchise-Industrie in Indien ähnlich strukturiert wie in allen anderen Ländern auch. Die Mehrheit der Franchise-Unternehmen findet sich im Vertrieb von einheimischen bzw. ausländischen Speisen. Beispiele hierfür sind Hummous Hut, Chawla’s und Grillz und Coolz, ein Franchise-Konzept, das sich auf den Verkauf von Sandwiches und Eiscreme spezialisiert hat. Doch nicht nur Restaurant-Franchises sind auf dem Vormarsch. Schulungs-und Bildungskonzepte wie SmartKids und The Global Classroom, die geschaffen wurden, um den Wissensdurst der jungen Inder zu stillen, Dienstleistungsunternehmen für den handwerklichen Bereich zu Hause (z. B. TanClean) und Immobilienkonzepte (z. B. REBI) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Auch von offizieller Seite erhält die Franchise-Industrie in Indien sehr große Unterstützung. Der dortige Franchise-Verband zum Beispiel bemüht sich sehr, seinen Mitgliedern die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Das Markenbewusstsein innerhalb der indischen Bevölkerung steigt. Diese Lektion lehrt uns der Erfolg der Dosa-Hut-Idee. Selbst wenn die westlichen Marken momentan noch auf der Beliebtheitsskala ganz oben stehen, so stehen die indischen Franchisenehmer doch vor der Herausforderung, die Bekanntheit der landeseigene Konzepte stetig auszubauen.

rajdhani-inside-2Auf lange Sicht könnten dann in Indien Konzepte entstehen, die es problemlos mit der westlichen Konkurrenz aufnehmen können. Ein gutes Beispiel hierfür sind zum Beispiel die Restaurants der Franchise-Kette Rajdhani. Dort werden die sogenannten Thalis, eine traditionelle Zusammenstellung kleiner indischer Gerichte, verkauft.

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Das Konzept dieser Franchise-Kette gehört sicherlich zu den interessantesten Erfahrungen, die ich je machen durfte: Alles läuft nach einem ganz bestimmten Plan ab:  Man sucht sich mit seiner Gruppe einen Platz im Restaurant. Anschließend serviert der Kellner jedem Gast etwas Wasser. Auf eine Speisekarte wartet man in diesem Restaurant vergebens. Vom Kellner erhält man zunächst nur einen kleinen Teller. Anschließend werden einem über einen Zeitraum von 15-20 min die unterschiedlichsten kleinen Gaumenfreuden auf einer Silberplatte serviert. Dieses Ess-Erlebnis kostet insgesamt 125 rupees, das entspricht umgerechnet etwa 2.20 €. Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieses Restaurants könnte angesichts der Fülle an unterschiedlichen Speisen besser nicht sein. Und offensichtlich scheint das Konzept der Rajdhani-Kette noch weiteren Erfolg zu versprechen:

Mittlerweile gibt es bereits Restaurants in ganz Indien und sogar in Dubai. Es sieht ganz so aus, als ob diese Restaurant-Kette nicht das einzige erfolgreiche Franchise-Unternehmen dieser Art in Indien bleiben würde. Nur ein paar Blocks vom Rajdhani-Restaurant entfernt, auf dem Connaught Place in Neu Delhi, findet sich ein bekannterer Vertreter der Fast-Food-Ketten: Der amerikanische Restaurant-Riese KFC. Wie in einem der vorigen Artikel bereits geschildert, hatte das amerikanische KonkurrenzunternehmenMcDonalds beim Markteintritt in Indien mit einigen kulturellen Schwierigkeiten zu kämpfen.

kfc-menuKFC erging es nicht wesentlich besser. Auch das Flagschiff des YUM!-Konzerns musste seine Speisekarte umarbeiten und dem indischen Markt und seinen Bedürfnissen anpassen (z. B. mit vegetarischen Burgern und einem KFC Thali). Und natürlich bekommen die Kunden in Indien auch die berühmten KFC-Hähnchengerichte. Die beiliegenden Bilder vermitteln einen Eindruck von der allgemeinen Betriebsamkeit im Restaurants. Die Kunden werden in Restaurants mit winziger Grundfläche bedient – und kein Restaurant kommt ohne einen Wachmann aus.

Mit diesen interessanten Anmerkungen zum normalen Geschäftsbetrieb in einem indischen Franchise-Restaurant möchte ich die Artikelserie, die uns von unserem amerikanischen Kollegen zur Verfügung gestellt wurde, gerne zum Abschluss bringen. Wenn Sie gerne mehr über das Franchising in Indien lesen möchten, oder Interesse an dem Bericht über McDonalds in Indien haben sollten, finden Sie diese Informationen selbstverständlich hier auf unserem Franchise Direkt Blog.


Gastbeitrag

06.05.2010

Gastbeitrag: Franchising in Indien (Teil 2)

Wie versprochen hier nun der nächste Teil des Gastbeitrages mit den Reiseerfahrungen unseres amerikanischen Kollegen Donald Cranford:

Woran denken die Menschen als erstes, wenn das Wort Franchising fällt? Die Antwort lautet: Fast immer an McDonalds. Das war mit ein Grund, warum ich unbedingt wissen wollte, wie McDonalds in Indien arbeitet. Auf dem sich ständig vergrößernden Markt Indiens mit all seinen verschiedenen ethnischen Bevölkerungsgruppen sicherlich eine spannende Frage.

Das erste indische McDonalds-Restaurant wurde 1996 eröffnet. Mit dieser Expansion stand der McDonalds Konzern plötzlich vor ganz neuen Herausforderungen:
Hinduisten, die größte religiöse Gruppierung Indiens, leben traditionell vegetarisch. Dazu kommt noch, dass die Kuh in Indien als heiliges Tier verehrt wird (vor meinem Hotel im Mumbai zum Beispiel waren Tag und Nacht vier Kühe an einem Baum angebunden…)
Dann gibt es da noch die Bevölkerungsgruppe der Moslems. Dieser Religion gehören etwa 133 Mio. Inder an. Und die Anhänger dieser religiösen Glaubensrichtung essen traditionell kein Schweinefleisch…

Menütafel McDonalds IndienFür den Fastfood-Konzern bereits vor Geschäftseröffnung eine ganz schöne Zwickmühle: Ist ein McDonalds ohne BicMac oder einen herzhaften Hamburger wirklich noch ein McDonalds? Es galt, auf diese Frage möglichst schnell eine Antwort zu finden. Kurzerhand wurden sämtliche Gerichte, die Schweine- oder Rindfleisch enthielten, von der indischen Speisekarte gestrichen und völlig neue Gerichte entwickelt, die die Geschmäcker der indischen Kunden begeistern sollten.

Dennoch gab es hin und wieder einige Probleme: Als McDonalds im Jahr 2001 verriet, dass die Pommes frites in Rinderfett ausgebacken werden, kam es vor den indischen McDonalds-Filialen zu schweren Tumulten. Diese „kulturellen Startschwierigkeiten“ scheinen jedoch mittlerweile überwunden zu sein – meiner Beobachtung als „Augenzeuge“ zu Folge können sich die Inhaber der McDonalds-Restaurants hier in Indien nicht über mangelnde Kundschaft beklagen.

picture-3-menu-300x230Die beiliegenden Bilder zeigen ein McDonalds-Restaurant in der Fort Area, einem der Hauptgeschäftsviertel in ganz Mumbai. Den ganzen Tag über herrscht in den vielen Gebäuden, die noch auf die Regierungszeit der Königin Viktoria zurückgehen, Hochbetrieb. In einem dieser viktorianischen Bauten befindet sich auch das bereits erwähnte McDonalds-Restaurant.

picture-4-outdoor-signSitzplätze gibt es sowohl im Restaurant als auch in einem schön gestalteten Picknick-Aussenbereich entlang der Strasse.
Die Gäste können aus einer Vielzahl der verschiedensten Speisen auswählen (die hiesige Speisekarte dürfte wahrscheinlich abwechslungsreichste McDonalds-Speisekarte auf der ganzen Welt sein).  Vom vegetarischen Burger über heiße Cheese-Wraps bis hin zur sogenannten McPizza Puff ist hier alles möglich.

picture-5-terasseAn dem Abend, als ich das Restaurant in der Fort Area besuchte, war es dort brechend voll. Das scheint jedoch keineswegs ein Einzelfall zu sein, denn das gleiche Bild bot sich mir einige Tage später im McDonalds in Neu Delhi. Offensichtlich hat es McDonalds hier in Indien geschafft, sich bei der jungen Generation aus gutem Hause das Image eines gesunden und vegetarierfreundlichen Restaurants aufzubauen.  Darüber hinaus bietet McDonalds in Indien auch einen Lieferservice an – ein weiteres großes Novum in der Geschäftspolitik des Fast-Food-Riesen. Die Zukunft hier scheint also für das Franchise-Unternehmen genauso zu glänzen, wie sein Markenzeichen.

Hier finden Sie den ersten Teil unserer Artikelreihe über Franchising in Indien zum Nachlesen.  Auch der nächste Teil wird uns wieder viele interessante Einblicke zum Thema „Franchising“ in Indien liefern. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.


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