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Kathrin Kaltbeck

30.06.2011

Franchising im Internet und auf Social-Media-Plattformen

Als reines Internet-Unternehmen wissen sowohl die Betreiber von Franchise Direkt als auch die Mitarbeiter die Vorteile des Online-Geschäftes bestmöglich zu nutzen. Ein Vorteil ist sicherlich die Möglichkeit, im Notfall auch problemlos von zu Hause aus arbeiten zu können. Im letzten Winter beispielsweise kam dies einigen Kollegen sehr gelegen (nachdem es zeitweise unmöglich war, überhaupt ins Büro / wieder zurück nach Hause zu kommen). Auch die schlankeren Managementstrukturen sind ein klarer Wettbewerbsvorteil für Firmen, die Ihre Geschäftsmodelle rein auf das Internet hin ausrichten.

Aber auch traditionelle Unternehmen mit Ladengeschäften können heutzutage die Macht des Internets nicht mehr ignorieren. Expertenschätzungen gehen davon aus, dass sich die Kraft des Internets in der heutigen Wirtschaftslandschaft bis auf Weiteres jedes Jahr verdoppeln wird.

Dieser Wachstumstrend macht auch vor sogenannten Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter nicht halt. Waren diese vor 5 Jahren noch so gut wie unbekannt, werden die dort veröffentlichten Inhalte heute bereits in die Ermittlung von Google-Suchergebnissen mit einbezogen. Auch als Marketing-Tool für kleine und mittelständische Unternehmen gewinnen diese Plattformen immer mehr an Bedeutung.

Heutzutage findet sich im Internet eine täglich größer werdende Auswahl an Werbemöglichkeiten zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis.

Nehmen wir beispielsweise das SEO-Tool von Google Analytics, ein kostenloses und extrem leistungsfähiges Online Werkzeug zur zielgerichteten Erfolgskontrolle eines Internetauftritts. Die großen Vorteile: Google Analytics ist leicht zu installieren und zu bedienen und kostet darüber hinaus in der Anwendung keinen Cent.

Sowohl Facebook als auch Twitter sind ebenfalls kostenlose Anwendungen im Internet. Auch sie sind einfach einzurichten und unkompliziert in der Anwendung. Auch die kostenlosen Ergänzungen wie Hootsuite, TweetDeck oder auch Involver können kostenlos heruntergeladen und auf dem eigenen PC installiert werden. Sie helfen dabei, die Möglichkeiten, die durch einen gelungenen Auftritt im Social Media-Bereich entstehen, noch besser auszunutzen.

Bekannte Franchise-Firmen wie Yves Rocher oder auch Call a Pizza nutzen die Plattform Facebook schon seit längerer Zeit für Ihre Firmenpräsentation, oder auch zur Suche neuer Partner. Der Hauptvorteil der Nutzung solcher „Netzwerke“ liegt eindeutig in der potenziellen Multiplizierung der Werbebotschaft. Wenn zum Beispiel einer Person mit 300 „Freunden“ auf Facebook ein Profil „gefällt“, dann ist diese Botschaft über die jeweilige Pinnwand für alle 300 Kontakte sichtbar. Auch wenn Facebook rein als Netzwerk für die private Kommunikation gegründet wurde, so können heute auch Firmen den Einfluss dieser Webseiten nicht mehr ignorieren – und richten Ihre Marketing-Aktivitäten dementsprechend neu aus.

Jahr für Jahr steigt die Anzahl der Stunden, die durchschnittlich im Internet „gesurft“ werden. Werbe- und Marketingagenturen haben diesen neuen Trend schon längst erkannt und entwickeln entsprechende, zielgruppenorientierte, Kampagnen für Ihre Kunden, die speziell auf das „Medium Internet“ ausgerichtet sind. Aber das ist nicht das Besondere an der Wirkung von Social Media Auftritten als Werbeinstrument. Mit Hilfe von Social Media Plattformen ist es heute erstmals möglich, sich direkt mit seinen Kunden zu vernetzen und über die im jeweiligen Profil hinterlassenen Postings Rückschlüsse auf Kundenzufriedenheit und Empfehlungsverhalten zu ziehen bzw. direkt darauf Einfluss zu nehmen.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine freie Übersetzung eines Originalartikels meiner Kollegin Kate Tuomey in englischer Sprache. Wenn Sie Interesse haben, so finden Sie den Artikel mit dem Titel Franchising and Social Media. Wenn Sie auf der Suche nach weiteren Informationen zum Thema Franchising oder Existenzgründung sind, so finden Sie im Info-Center von Franchise Direkt eine umfangreiche Bibliothek an Artikeln.


Gastbeitrag

07.04.2011

Gastbeitrag: Franchising in Schweden (Teil 2) - Von der „Schwedifizierung“ amerikanischer Franchisesysteme

Bei dem nun folgenden Artikel handelt es sich um den zweiten Teil eines Artikels unseres amerikanischen Kollegen Donald Cranford. In diesem Beitrag befasst sich unser Kollege mit dem Phänomen der Anpassung von amerikanischen Franchisesystemen an die Bedürfnisse der schwedischen Kundschaft.

Falls Sie Interesse haben sollten, gelangen Sie hier zum Original-Artikel (in englischer Sprache).

Ausländische Franchisesysteme wie beispielsweise Manpower, McDonald’s oder Burger King sind in Stockholm und Umgebung sowohl bekannt als auch beliebt. In Stockholm beispielsweise scheint das amerikanische Franchise-Unternehmen 7-11 zu den schwedischen Favoriten zu zählen. Fast überall in Stockholm findet man mittlerweile erfolgreiche Filialen der Kette 7-11. Und die schwedischen Niederlassungen sind Ihren amerikanischen Vorbildern auch in vielem sehr ähnlich: Frischer Kaffee und verschiedenes Gebäck werden genauso verkauft wie leckere Hot Dogs - und die sind bei Schweden mindestens genauso beliebt wie bei Amerikanern. Was ist dann der entscheidende Unterschied zwischen einer amerikanischen 7-11-Filiale und einer schwedischen? Im Unterschied zu den amerikanischen 7-11-Fans finden die Kunden in Schweden in fast jedem 7-11 auch einen kleinen Internet-Kiosk. An einer kleinen Bar nahe am Fenster werden den Besuchern Computer zum Surfen im Internet für ca. 3$ pro Viertelstunde zur Verfügung gestellt.

Das klingt zwar teuer, wenn man das Internet einmal dringend braucht, kann der Internet-Kiosk an der nächsten Ecke schnell zum besten Freund werden. Die meisten Schweden bringen ein hohes Maß an Computererfahrung mit. Interessanterweise gibt es außer den Internetkiosk von 7-11 nur noch sehr wenige andere Internetcafés in Stockholm. Hier hat sich 7-11 eindeutig gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Kombination von Gastronomie und Technik in Zukunft auch in Amerika bzw. weltweit durchsetzen wird.

Die schwedischen Schnellrestaurants von Macdonalds sind weitere Beispiele für Filialen eines Franchisesystems, das sich einem bestimmten Zielmarkt angepasst hat – in Schweden besonders bei der Inneneinrichtung seiner Schnellrestaurants. Schicke Stühle und rückengerechte Sitzgelegenheiten animieren, anders als bei amerikanischen MacDonalds-Restaurants dazu, gerne auch einmal einen ganzen Nachmittag dort zu verbringen.

Amerikanische Fast-Food-Ketten konnten sich trotz eines hohen Konkurrenzdrucks von Seiten einheimischer Gastronomiebetriebe in Schweden sehr gut behaupten. Auf dem Bild unten sehen Sie beispielsweise eine Filiale der Restaurantkette TGIFridays im bekannten Kungsträdgarden-Park im Zentrum von Stockholm. Hervorragend platziert in einem der beliebtesten Orte großstädtischer Unterhaltung, scheint in diesem Restaurant immer etwas los zu sein.

Dies beweist auch, dass Schweden und Amerikaner, trotz Ihrer kulturellen Unterschiede, vielleicht gar nicht so verschieden sind – besonders was Ihre Freizeitgestaltung angeht.

Falls Sie den ersten Teil unserer Franchising in Schweden-Serie verpasst haben - hier nochmal zum Nachlesen


Gastbeitrag

24.03.2011

Gastbeitrag: Franchising in Schweden (Teil 1)

Bei dem nun folgenden Artikel handelt es sich um eine Übersetzung eines Artikels meines amerikanischen Kollegen Donald Cranford. Wie Sie im Verlauf dieses Berichtes lesen werden, befand sich unser Kollege in der Vergangenheit bereits öfter in Schweden. Bei seinen zahlreichen Reisen nutzte er unter anderem auch die Möglichkeit, sich die Franchise-Szene in Schweden einmal etwas genauer anzusehen.Falls Sie Interesse haben sollten, gelangen Sie hier zum Original-Artikel (in englischer Sprache).

Schon seit Längerem ist Schweden eine der stabilsten Binnenwirtschaften in Europa. Diese Tatsache scheint mit ein Grund dafür zu sein, dass sich die Franchisewirtschaft in Schweden über beeindruckende Zuwächse freuen kann. An dieser Stelle möchten wir Ihnen nun einige der vielen nationalen aber auch internationalen Geschäftskonzepte vorstellen, die sich erfolgreich auf dem schwedischen Markt etablieren konnten.

Der schwedische Franchise Verband wurde im Jahr 1972 gegründet. Leider gibt es zur genauen Anzahl an aktiven Franchise-Systemen nur vereinzelt verlässliche Statistiken. Recherchen haben jedoch ergeben, dass im Jahr 2003 circa 350 verschiedene Franchise-Systeme am Markt aktiv waren. Seitdem ist diese Zahl sicherlich angestiegen. Die Bandbreite an verschiedenen Franchisekonzepten aus Schweden selbst reicht hierbei von Marken wie Pressbyrån, einer sehr erfolgreichen Kioskgruppe, die vornehmlich an U-Bahn-Stationen anzutreffen sind und Card Group Greetings, einem international agierenden Vertriebsunternehmen für Gruß- und Glückwunschkarten aller Art bis hin zum Tier- und Zoobedarfshandel Arken Zoo. Viele der erfolgreichsten Franchiseunternehmen nutzen in Schweden das Geschäftsmodell Franchising. Darunter auch Schwedens bekanntester Franchise-Export IKEA.

Damit schleicht sich Franchising langsam aber sicher in alle Lebensbereiche der Schweden ein. Im Folgenden möchten wir Ihnen daher zwei sehr erfolgreiche Konzepte etwas näher vorstellen, die auf meinen Kollegen Donald auf seinen Reisen durch Schweden einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben:

1) Schweden und Fika

Anders als beispielsweise in Irland, findet das gesellschaftliche Leben in Schweden nicht vornehmlich in einer Gaststätte oder einer Kneipe statt. Das soll jetzt nicht heißen, dass die Schweden keinen Alkohol trinken. Aufgrund von hohen Steuern ist Alkohol in Schweden jedoch empfindlich teuer. Daher treffen sich die Schweden lieber zu einer gemütlichen Tasse Kaffee, auf schwedisch Fika genannt. In der Alltagssprache ist „Fika“ in Schweden ein sehr gebräuchliches Wort. Die Tatsache, dass auch heute noch viele alte Cafés rund um Stockholm zu finden sind, beweist, wie tief verwurzelt diese Tradition in Schweden ist. Diesen Trend haben vor einiger Zeit auch Franchisegeber erkannt und versuchen nun verstärkt, aus der Fika-Tradition Kapital zu schlagen. Weiterhin interessant ist die Tatsache, dass viele dieser neuen Cafés englische Namen tragen. Damit versuchen die Eigentümer, Ihren Lokalen einen noch trendigeren Touch zu verleihen und so noch mehr Geld damit zu verdienen.

2) Der schwedische Schnellimbiss

In Schweden ist Fast Food genauso beliebt wie anderswo auf der Welt. Die meisten bekannten Fast-Food Marken konnten sich auch in Schweden erfolgreich etablieren. Werfen wir jedoch in diesem Artikel einen etwas genaueren Blick auf die schwedische Fast-Food Variante:

Das Franchiseunternehmen Max Burger ist wahrscheinlich die bekannteste Fast-Food-Marke Schwedens, besonders im Einzugsgebiet von Stockholm. Das erste Max Burger Restaurant wurde im Oktober 1990 eröffnet. Seitdem wächst das Franchisekonzept in Schweden, aber auch in Europa kontinuierlich.

Die nun folgenden Bilder sollen Ihnen einen Eindruck von der Atmosphäre in Burger Max- Restaurants vermitteln:

Der großzügige Eingangsbereich eines Burger Max-Restaurants in Stockholm mit Sitzbänken für Liebhaber der frischen Luft.

Auch wenn Burger Max auf den ersten Blick aussieht wie so manches amerikanische Schnellrestaurant, so finden sich, besonders im Design, Elemente, die „typisch schwedisch” sind. Beispielsweise fetzige Neonstäbe an der Decke.

Um den Kunden zu lange Wartezeiten zu ersparen, können Bestellungen auch direkt über die bereitgestellten Automaten aufgegeben werden.

Auch Gesundheitsbewusste kommen bei Burger Max auf Ihre Kosten. Das sogenannte „Green Meal“ beispielsweise bietet einen vegetarischen Burger als Hauptgericht an.

Im Großen und Ganzen ist ein deutlicher Einfluss der amerikanischen Franchiseszene in Schweden erkennbar.

Im nächsten Artikel dieser Serie werden wir uns daher der Frage widmen, wie sich die amerikanischen Franchisekonzepte auf dem schwedischen Markt schlagen.


Kathrin Kaltbeck

01.11.2010

Pop-Ikone Madonna gründet Fitness-Franchise

Die Welt des Franchising wird offensichtlich auch für Stars und Sternchen zunehmend interessanter. Nachdem Tennis-Legende Steffi Graf als Mitgründerin des Franchise-Systems Mrs. Sporty bereits in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfolgreich ist und sich vor allem in Deutschland als Marktführer etablieren konnte, will nun auch die „Queen of Pop“ ein eigenes Franchise-System gründen.

Der Entschluss zur Gründung eines Fitness-Franchise-Systems scheint bei der mittlerweile 52-jährigen Sängerin mehr als naheliegend. Immerhin überzeugt die Künstlerin auch in einem Alter, in dem sich manche ihrer Kolleginnen bereits zur Ruhe gesetzt haben, immer noch mit mitreißenden Liveauftritten und energiegeladenen Bühnenshows.

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Madonna ist schon seit Jahren als begeisterte Sportlerin bekannt. Im Laufe der Jahre hat sie, nach Angaben auf ihrer eigenen Homepage, in Hunderten von Fitnessstudios auf der ganzen Welt trainiert.

Aus diesen Erfahrungen heraus hat Madonna nun ihr eigenes Fitness-Franchise-Konzept entwickelt. Die Klubs sollen unter dem Namen Hard Candy Fitness auf den Markt gebracht werden.

Die Grundidee des Geschäftskonzeptes, eine Verbindung zwischen Sport und Entertainment zu schaffen ist zwar nicht neu, dennoch darf man auf die Umsetzung mehr als gespannt sein, wenn die kommerziell erfolgreichste Künstlerin der Welt als kreativer Kopf dahintersteckt.

Schon die Namensgebung des Hard Candy Fitness-Konzeptes lässt die starke Verbindung zwischen der Sängerin Madonna und der Geschäftsfrau Madonna Louise Ciccone erkennen: Im Jahr 2008 veröffentlichte Madonna das gleichnamige Album „Hard Candy“ und belegte damit monatelang Spitzenplätze in den weltweiten Charts. Die dazugehörige „Sticky-and-Sweet-Tour“ gilt als die erfolgreichste Tour einer Solokünstlerin aller Zeiten. Diese großen musikalischen Erfolge will Madonna nun auch außerhalb der Musikszene fortsetzen:

Fitness-StudioZum Programm der Hard Candy Fitnessstudios sollen standardmäßig verschiedene Kurse, ein Spinning-Studio, ein Mind&Body Studio sowie eine Saftbar gehören. Am 29.11.2010 soll das erste Hard Candy Studio in Mexico City eröffnen. Zur Eröffnung will Madonna persönlich anreisen und Ihr neues Konzept der Öffentlichkeit präsentieren. Weitere Eröffnungen sind in Russland, Brasilien, Argentinien, Europa und Asien geplant.

Selbstverständlich wird Franchise Direkt gespannt die weitere Entwicklung der Hard Candy Studios verfolgen. Sollten wir mit diesem Artikel Ihr Interesse an einer Selbstständigkeit im Fitnessbereich geweckt haben, so finden Sie auf Franchise Direkt bereits jetzt eine breite Palette an verschiedenen Franchisekonzepten aus dem Sportbereich.


Gastbeitrag

13.05.2010

Gastbeitrag: Franchising in Indien (Teil 3)

Dieser Artikel enthält den letzten Teil des „indischen Franchise-Reiseberichtes“ unseres amerikanischen Online-Redakteurs Donald Cranford. Dieser Teil befasst sich sowohl mit Franchise-Konzepten indischen Ursprungs als auch einem direkten Vergleich zwischen einem indischen Lebensmittel-Franchise-Konzept und einem amerikanischen.

eaters-in-dosa-hutAufgrund der vielen interessanten Begebenheiten, die unser Kollege in Indien miterleben durfte, hat er sich dazu entschlossen, diesen Beitrag mit einer kleinen, persönlichen Anekdote zu beginnen. Im ersten Absatz dieses Artikels erzählt er zum Beispiel von einem indischen Restaurantbetrieb, der einige interessante Besonderheiten aufweist: Das nebenstehende Bild zeigt eines der gut besuchten indischen Franchise-Restaurants in einer Stadt namens Pune im Bundesstaat Maharastra.

Insgesamt hat Pune eine Bevölkerung von rund 4 Mio. Einwohnern. Das Restaurant nennt sich Dosa Hut und liegt direkt neben einem ebenso vollen McDonalds.

Das Interessante an diesem Restaurant ist die Tatsache, dass es zwar kein Franchise-Unternehmen ist, aber so entworfen wurde, dass man es problemlos für eines halten könnte. Traditionell werden Dosas in Indien von Straßenhändlern verkauft. Den Erfindern des Dosa Hut fiel jedoch auf, dass westliche Franchise-Unternehmen aufgrund Ihres Designs eine große Anziehungskraft auf die junge Generation Indiens haben. Dementsprechend wurde das Design des Dosa Hut konzipiert. Im Großen und Ganzen ist die Franchise-Industrie in Indien ähnlich strukturiert wie in allen anderen Ländern auch. Die Mehrheit der Franchise-Unternehmen findet sich im Vertrieb von einheimischen bzw. ausländischen Speisen. Beispiele hierfür sind Hummous Hut, Chawla’s und Grillz und Coolz, ein Franchise-Konzept, das sich auf den Verkauf von Sandwiches und Eiscreme spezialisiert hat. Doch nicht nur Restaurant-Franchises sind auf dem Vormarsch. Schulungs-und Bildungskonzepte wie SmartKids und The Global Classroom, die geschaffen wurden, um den Wissensdurst der jungen Inder zu stillen, Dienstleistungsunternehmen für den handwerklichen Bereich zu Hause (z. B. TanClean) und Immobilienkonzepte (z. B. REBI) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Auch von offizieller Seite erhält die Franchise-Industrie in Indien sehr große Unterstützung. Der dortige Franchise-Verband zum Beispiel bemüht sich sehr, seinen Mitgliedern die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Das Markenbewusstsein innerhalb der indischen Bevölkerung steigt. Diese Lektion lehrt uns der Erfolg der Dosa-Hut-Idee. Selbst wenn die westlichen Marken momentan noch auf der Beliebtheitsskala ganz oben stehen, so stehen die indischen Franchisenehmer doch vor der Herausforderung, die Bekanntheit der landeseigene Konzepte stetig auszubauen.

rajdhani-inside-2Auf lange Sicht könnten dann in Indien Konzepte entstehen, die es problemlos mit der westlichen Konkurrenz aufnehmen können. Ein gutes Beispiel hierfür sind zum Beispiel die Restaurants der Franchise-Kette Rajdhani. Dort werden die sogenannten Thalis, eine traditionelle Zusammenstellung kleiner indischer Gerichte, verkauft.

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Das Konzept dieser Franchise-Kette gehört sicherlich zu den interessantesten Erfahrungen, die ich je machen durfte: Alles läuft nach einem ganz bestimmten Plan ab:  Man sucht sich mit seiner Gruppe einen Platz im Restaurant. Anschließend serviert der Kellner jedem Gast etwas Wasser. Auf eine Speisekarte wartet man in diesem Restaurant vergebens. Vom Kellner erhält man zunächst nur einen kleinen Teller. Anschließend werden einem über einen Zeitraum von 15-20 min die unterschiedlichsten kleinen Gaumenfreuden auf einer Silberplatte serviert. Dieses Ess-Erlebnis kostet insgesamt 125 rupees, das entspricht umgerechnet etwa 2.20 €. Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieses Restaurants könnte angesichts der Fülle an unterschiedlichen Speisen besser nicht sein. Und offensichtlich scheint das Konzept der Rajdhani-Kette noch weiteren Erfolg zu versprechen:

Mittlerweile gibt es bereits Restaurants in ganz Indien und sogar in Dubai. Es sieht ganz so aus, als ob diese Restaurant-Kette nicht das einzige erfolgreiche Franchise-Unternehmen dieser Art in Indien bleiben würde. Nur ein paar Blocks vom Rajdhani-Restaurant entfernt, auf dem Connaught Place in Neu Delhi, findet sich ein bekannterer Vertreter der Fast-Food-Ketten: Der amerikanische Restaurant-Riese KFC. Wie in einem der vorigen Artikel bereits geschildert, hatte das amerikanische KonkurrenzunternehmenMcDonalds beim Markteintritt in Indien mit einigen kulturellen Schwierigkeiten zu kämpfen.

kfc-menuKFC erging es nicht wesentlich besser. Auch das Flagschiff des YUM!-Konzerns musste seine Speisekarte umarbeiten und dem indischen Markt und seinen Bedürfnissen anpassen (z. B. mit vegetarischen Burgern und einem KFC Thali). Und natürlich bekommen die Kunden in Indien auch die berühmten KFC-Hähnchengerichte. Die beiliegenden Bilder vermitteln einen Eindruck von der allgemeinen Betriebsamkeit im Restaurants. Die Kunden werden in Restaurants mit winziger Grundfläche bedient – und kein Restaurant kommt ohne einen Wachmann aus.

Mit diesen interessanten Anmerkungen zum normalen Geschäftsbetrieb in einem indischen Franchise-Restaurant möchte ich die Artikelserie, die uns von unserem amerikanischen Kollegen zur Verfügung gestellt wurde, gerne zum Abschluss bringen. Wenn Sie gerne mehr über das Franchising in Indien lesen möchten, oder Interesse an dem Bericht über McDonalds in Indien haben sollten, finden Sie diese Informationen selbstverständlich hier auf unserem Franchise Direkt Blog.


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