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Welches sollte die wichtigste(n) Eigenschaft(en) für zukünftige Franchise-Nehmer sein? (Mehrfachnennung möglich)

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Dieter Kalmann

12.10.2011

Franchise-Ideen in der Nachbarschaft:

Viele Märkte in Europa setzen auf Franchising als Wachstumsmotor

Geschichtlich betrachtet geht die Vertriebsform des Franchising bereits auf Geschäftspraktiken aus dem Lehnswesen im Mittelalter zurück. Damals gestatteten Grundbesitzer den Bauern, ihre Felder gegen eine vorab vereinbarte Nutzungsgebühr sowie einen Anteil des Ertrags zu bewirtschaften.
Die Grundidee der Geschäftsidee „Franchise“ in der heutigen Wirtschaft ist diesem Prinzip nicht unähnlich: Gegen eine vereinbarte Einstiegsgebühr sowie eine prozentuale Abgabe (meist umsatzabhängig) erhält der Franchisenehmer das Recht, eine bestimmte Marke zu vertreten bzw. mit dem Geschäftskonzept seines Franchisegebers ein eigenes Geschäft aufzubauen.

Die Zuwachsraten der Franchiseindustrie waren besonders in den letzten 10 Jahren sehr beeindruckend. Im Zeitraum von 2000 bis 2009 stieg der Gesamtumsatz in Deutschland von 22 Mrd. auf über 48 Mrd. Damit haben sich die Umsatzzahlen im angesprochenen Zeitraum mehr als verdoppelt. Zwar sind die Vereinigten Staaten von Amerika zweifelsfrei Spitzenreiter wenn es um die Erfindung und Verbreitung von Franchisekonzepten geht, Deutschland und vor allem Europa haben hier aber in den letzten Jahren mächtig aufgeholt.

Die Entwicklung ist deshalb so bemerkenswert, weil Franchisesysteme heute in vielen Ländern in so gut wie allen Branchen zu finden sind. Die Vertriebsform Franchising ist nicht nur ein ausgezeichnetes Expansionsinstrument im Inland, es eignet sich auch hervorragend für den Sprung auf internationale Märkte.

Um eine regionale Weiterentwicklung des jeweiligen Konzeptes im entsprechenden Zielland zu erreichen, wird vom Unternehmen meist im jeweiligen Land ein Master-Franchisenehmer gesucht, der die Etablierung der Geschäftsidee auf dem heimischen Markt gezielt vorantreibt. Eine derartige Vorgehensweise hat vor allem dann Vorteile, wenn es neben rechtlichen Schranken auch Sprachbarrieren zu überwinden gilt. Ein Masterfranchisenehmer im jeweiligen Land, der sich vor Ort befindet und sowohl die Landessprache beherrscht, als auch die rechtlichen Gegebenheiten versteht, kann den Markteintritt eines neuen Konzeptes wesentlich besser vorbereiten als jemand, der sämtliche Prozesse vom Ausland aus steuern muss.

Einige Franchisefirmen aus dem europäischen Ausland versuchen schon seit einiger Zeit, sich auf dem deutschen Markt zu etablieren. Im Folgenden möchte ich Ihnen einige dieser Konzepte etwas genauer vorstellen:

Gesunden und erholsamen Schlaf verspricht das Franchisekonzept der österreichischen Firma SAMINA. Als Franchisepartner von SAMINA werden Sie zum zertifizierten Schlaf-Gesund-Berater ausgebildet und helfen Ihren Kunden dabei, aus der umfangreichen Produkt- und Dienstleistungspalette von SAMINA genau das Richtige für die optimale Nachtruhe auszuwählen. Die Erfolgsschancen des SAMINA-Franchisesystems sind ausgezeichnet: Sie profitieren nicht nur von einer außergewöhnlich hohen Kundenzufriedenheit, sondern auch ungewöhnlich hohen Weiterempfehlungsquote ihrer Kunden.

Auch der britische Franchisemarkt hat für deutsche Kunden Interessantes zu bieten: Die Firma Antal International beispielsweise ist einer der führenden Anbieter Dienstleistungsanbieter auf dem Recruitment-Markt.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 ist es der Firma gelungen, sich mittels motivierter und hochqualifizierter Franchisenehmer in 33 verschiedenen Ländern zu etablieren.

Eine berufliche Selbstständigkeit bei Antal ist besonders für Personen geeignet, die erfolgreich im Executive Recruitment selbstständig werden möchten. Hervorragende Verdienstaussichten dank hoher Verdienstspannen machen das Konzept noch attraktiver.

Auch unsere Nachbarn aus dem sonnigen Spanien haben mittlerweile das Vertriebskonzept „Franchising“ für sich entdeckt. Und was passt besser zu Spanien als die Schlagworte Sommer, Sonne, Party?

Das dachten sich auch die Verantwortlichen des Franchiseunternehmens Party Fiesta, das sich auf außergewöhnliches Party-Zubehör spezialisiert hat. Seit der Eröffnung des ersten Party Fiesta Stores in Barcelona im Jahr 1994 ist die Firma langsam aber stetig weitergewachsen.

Nach Franchisepartnern in Portugal und Frankreich kamen im Jahr 2011 auch die ersten Franchisepartner in Großbritannien auf den Markt.

Für den deutschen Markt ist Party Fiesta derzeit noch auf der Suche nach geeigneten Franchisepartnern. Besuchen Sie bitte das Profil von Party Fiesta für weitere Informationen.

Das Immobilienfranchise Eco Travaux aus Frankreich steht noch ziemlich am Anfang seiner Expansion nach Deutschland. Derzeit ist die Firma, die  ein etabliertes Geschäftskonzept zur fachmännischen Baukoordination und -begleitung verschiedener Bauvorhaben anbietet, auf der Suche nach einem motivierten Masterfranchisenehmer für Deutschland.

Wenn auch Sie sich für eine berufliche Zukunft als Franchisenehmer interessieren, so finden Sie auf der Webseite von Franchise Direkt eine große Auswahl an Franchisekonzepten aus den unterschiedlichsten Branchen.


Kathrin Kaltbeck

11.05.2011

Franchising richtig finanzieren – damit Ihre Selbstständigkeit ein voller Erfolg wird

Eines der größten Risiken und Scheiterungsgrund Nr. 1 bei einer Existenzgründung ist nach wie vor die Finanzierung des neuen Unternehmens. Planungsfehler in diesem Bereich können den Gründer buchstäblich „sein Unternehmen kosten“ und ihn für eine sehr lange Zeit in finanzielle Bedrängnis bringen. Daher haben wir im folgenden Artikel die unterschiedlichen Möglichkeiten kurz zusammengestellt, aus denen sich die Finanzierung eines Gründungsvorhabens realisieren lässt.

Grundlage jeder Unternehmensfinanzierung ist immer ein gut ausgearbeiteter Finanzplan.

Er setzt sich aus folgenden Einzelbestandteilen zusammen:

  • Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
  • Liquiditätsrechnung
  • Berechnung des Kapitalbedarfs
  • Rentabilitätsplanung

Jedes Finanzierungsvorhaben, gleich ob im privaten oder beruflichen Umfeld, sollte immer auf mehrere „Geldquellen“ verteilt werden. Dadurch wird das Risiko einer zu dünnen Finanzdecke (vor allem in der Anfangsphase) vermindert.

Für Franchisenehmer gibt es heute glücklicherweise eine Vielzahl von verschiedenen Franchisekonzepten zur Auswahl. Je nach Geschäftskonzept und Größe der jeweiligen Geschäftseinheit gibt es daher auch bei den benötigten Investitionssummen große Unterschiede. Etwa die Hälfte (45%) der Franchise-Systeme in Deutschland sind beispielsweise für eine Mindestinvestition von weniger als 50.000 € zu haben. 5% der angebotenen Geschäftskonzepte können ohne eigene Investition gestartet werden, für die restlichen 50% benötigt man zwischen 50.000 und 650.000 € (Quelle: Deutscher Franchise Verband).

Auf den Internetseiten von Franchise Direkt finden Sie eine breite Auswahl an Franchise-Konzepten für nahezu jedes Budget. Die eingebauten Filterfunktionen erlauben Ihnen auch eine gezielte Suche nach Franchise-Systemen innerhalb einer gewissen Investitionskategorie.

Es empfiehlt sich daher bereits im Vorfeld, die „Spreu vom Weizen“ zu trennen und sich genau zu überlegen, wie viel Geld höchstens in das neu zu gründende Unternehmen gesteckt werden kann. Erst danach sollte man sich gezielt auf die Suche nach „dem“ Franchisesystem für die eigene berufliche Zukunft machen.

Viele Franchisenehmer unterstützen ihre neuen Partner auch bei der Ausarbeitung eines aussagekräftigen Businessplanes. Dieses grundlegende Strategiepapier dient als Grundlage (bei Banken sogar als Voraussetzung) für sämtliche Finanzierungsverhandlungen. Hier helfen die Erfahrung und das Know-How des Franchisegebers bereits im Vorfeld.

Durch die Erfahrungswerte etablierter Geschäftseinheiten des Franchisesystems können hinsichtlich des zu erwartenden Umsatzes bzw. der Rentabilität der Unternehmung wesentlich genauere Voraussagen getroffen werden, als bei einer konventionellen Neugründung, bei der vieles auf Schätzungen beruht.

Empfehlenswert ist es darüber hinaus, Verhandlungen mit mehreren potenziellen Geldgebern parallel zu führen. So bekommen Sie einen Überblick über die zu erwartenden Kosten und können sich die vorteilhaftesten Angebote aussuchen.

Grundsätzlich sollte eine Geschäftsgründung immer auf Grundlage mehrerer Geldquellen finanziert werden.

Je größer die Anzahl der Ihnen zur Verfügung stehenden Finanzierungsmittel, desto leichter wird Ihnen der Start als Unternehmer fallen. Zudem können Sie mit einer vernünftig ausgestalteten Kapitaldecke auch die immer etwas schwierige Anfangszeit leichter überbrücken als bei einer zu knapp berechneten.

Die folgende Abbildung veranschaulicht im 3-Säulen-Modell eine tragfähige Finanzplanung:

1) (Teil)Finanzierung über Eigenkapital

Die erste Säule der obigen Abbildung, das Eigenkapital, stellt mit den wichtigsten Stützpfeiler einer Unternehmensfinanzierung dar. Je mehr Kapital man aus „eigener Tasche“ aufbringen kann, desto weniger muss man sich zu Anfang seiner Selbstständigkeit verschulden. Da jedoch nur sehr wenige Menschen dazu in der Lage sind, hohe Geldsummen vom eigenen Konto zu investieren, kann sich bei der Suche nach dem richtigen Franchisekonzept ein genauer Preisvergleich genauso auszahlen wie die gezielte Suche nach einem Franchisekonzept mit einer überschaubaren Anfangsinvestition. Die eigentliche Berechnung des verfügbaren Eigenkapitals ist relativ unkompliziert und läuft grundsätzlich nach dem folgenden Schema ab:

Ermittlung des Eigenkapitals:

1. Schritt: Ermittlung des Geldvermögens als Summe der verfügbaren Guthaben auf verschiedenen Konten

2.Schritt: Berechnung der vorhandenen Schulden als Summe der ausstehenden Zahlungsbeträge für verschiedene finanzielle Belastungen (z. B. Hypotheken, Bauspardarlehen, Kontoüberziehungen etc.)

3.Schritt: Berechnung des zur Verfügung stehenden Eigenkapitals:

Gesamtes Geldvermögen

- vorhandene Schulden

________________________

Nettovermögen

- 10% Kapitalreserve

________________________

Verfügbares Eigenkapital

2) Finanzielle Unterstützung durch Geschäfts- oder Franchisepartner

Viele Franchisegeber bieten Ihren Partnern auch an, sie bei der Finanzierung des jeweiligen Geschäftskonzeptes zu unterstützen. Diese Unterstützung kann entweder direkt über den jeweiligen Franchisegeber abgewickelt werden, oder über eine sogenannte „Drittpartei“, meistens eine Bank oder ein Kreditinstitut, mit dem der Franchisegeber direkt zusammenarbeitet. In den Vorgesprächen können Sie vom Franchisegeber genauere Informationen hinsichtlich der Finanzierungskonditionen erfragen.

3) Externe Finanzierungsunterstützung durch Banken oder staatliche Förderprogramme

Angetrieben durch die beeindruckenden Wachstumszahlen, die in der Franchise-Industrie Jahr für Jahr erwirtschaftet werden, ist in den letzten Jahren auch auf dem Finanzierungsmarkt einiges in Bewegung gekommen. Die folgende kurze Aufstellung nennt einige Beispiele von Förderprogrammen und Finanzierungshilfen, die potenziellen Existenzgründern heute zur Verfügung stehen, inklusive einiger wichtiger Eckdaten. Es ist jedoch darauf zu achten, dass bei der Beantragung staatlicher Fördermittel i. d. R. eine Eigenkapitalquote von mindestens 15% vorausgesetzt wird.

a)    Der Unternehmerkredit der KfW Mittelstandsbank

Darlehenshöchstbetrag in Euro: 10 Mio.
Maximale Laufzeit: 10 Jahre (davon max. 2 Jahre tilgungsfrei)
Zinskonditionen: ab 2,88% Effektivzins pro Jahr

b)    Das START-Geld der KfW Mittelstandsbank

Darlehenshöchstbetrag in Euro: 100.000 Euro
Maximale Laufzeit: 10 Jahre (davon max. 2 Jahre tilgungsfrei)
Zinskonditionen: ab 5,69% Effektivzins pro Jahr, 100%-Finanzierung möglich

c)    Der Darlehensfonds für Existenzgründer und KMU des Landesförderinstituts Mecklenburg-Vorpommern

Darlehenshöchstbetrag in Euro: 100.000 €
Laufzeit für Investitionsdarlehen: 10 Jahre (davon max. 2 Jahre tilgungsfrei)
Laufzeit für Betriebsmitteldarlehen: 8 Jahre
Zinskonditionen: EU-Referenzsatz plus Ausfallszuschlag

d) Die Franchise-Finanzierung der Deutschen Bank

Bei diesem Finanzierungskonzept handelt es sich um eine speziell für Franchisefirmen ausgearbeitete Unternehmensfinanzierung, die individuell an die jeweiligen Bedürfnisse des Kreditnehmers angepasst wird und sich aus verschiedenen Finanzierungswerkzeugen zusammensetzt (Eigenkapital, Deutsche Bank Investitionsdarlehen, Deutsche Bank Leasing, Deutsche Bank Businesskreditlinie). Die einzelnen Rückzahlungskonditionen sind (je nach Zusammensetzung des individuellen Kreditpaketes) unterschiedlich.

Wir hoffen, dass der obige Artikel eine gewisse Hilfestellung auf Ihrem Weg zum erfolgreichen Franchise-Gründer darstellt. Bitte beachten Sie, dass es sich hier lediglich um einen groben „Wegweiser“ handelt und er keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Abhängig von der individuellen Existenzgründung werden sowohl der individuelle Finanzbedarf, als auch die passenden Finanzierungsinstrumente unterschiedlich sein.

Falls Sie sich näher mit dem Vertriebskonzept „Franchise“ beschäftigen möchten, besuchen Sie bitte auch das Infocenter von Franchise Direkt. Dort finden Sie eine Vielzahl von weiteren Informationen rund um die Themen Franchising und Existenzgründung, unter anderem auch eine umfangreiche Aufstellung von Kredit-und Förderprogrammen inkl. der zugehörigen Kontaktdaten.


Kathrin Kaltbeck

23.09.2010

Fehler in der Planung:

Warum auch Franchisepartner scheitern (können)

Das Geschäftsmodell des Franchising wird zwar gemeinhin als „Königsweg der Selbstständigkeit“ bezeichnet, bietet jedoch keineswegs ein Allheilmittel gegen die Risiken einer beruflichen Selbstständigkeit. Im folgenden Artikel soll nun näher beleuchtet werden, wo die Hauptproblemquellen einer Existenzgründung zu suchen sind und wie man sie gegebenenfalls bereits im Vorfeld vermeiden kann.

Die folgende Grafik gibt einen Überblick darüber, welche Hauptgründe am häufigsten zu Problemen beim Start in die Selbstständigkeit führen können. Schlimmstenfalls stehen die ambitionierten Neugründer sogar bereits am Anfang vor dem Ende Ihres Traums von der Selbstständigkeit:

Web

Grafik erstellt mit Daten aus
Individuelle Existenzgründung und Franchisegründung
Raimund Wingral / Existenzgründertag Rendsburg

05.03.2010

Die oben eingefügte Grafik macht auf anschauliche Weise deutlich, welche Rolle bestimmte Schlüsselfaktoren bei Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmensgründung spielen können.
Zwar ist das Risiko, mit einem Franchisesystem zu scheitern, wesentlich geringer als bei einer „Geschäftseröffnung auf eigene Faust“, dennoch sind auch zukünftige Franchisenehmer nicht vor Pannen in der Gründungsphase geschützt.
Man(n) ist schließlich auch als Franchisenehmer nur „Mensch“.  Daher ist die Lektüre der folgenden Erklärungen für alle Gründungswilligen (auch für Franchisenehmer) von sehr großem Interesse.

1)    Mängel bei der Finanzierung (69%):
Es ist relativ einfach zu verstehen, warum Mängel bei der Finanzierung die Hauptursache für das Scheitern von Firmenneugründungen sind. Zum Einen wird der tatsächliche Kapitalbedarf einer Existenzgründung bei der Planung oft unterschätzt und zum anderen werden in den seltensten Fällen Rücklagen gebildet (oft einfach aus Kapitalmangel). Bei unvorhergesehen eintretenden Sonderausgaben (z. B. für ein neues Firmenauto etc.) kann das junge Unternehmen schnell in eine wirtschaftliche Schieflage geraten.

Folgende Kosten sollte man bei der Planung einer Geschäftseröffnung unbedingt im Auge behalten:

  • euro-banknotesBetriebsausgaben (Einrichtung, Bürobedarf, Telefon, Geschäftsreisen, Kfz-Kosten, Personalkosten, Materialkosten etc.)
  • Private Lebenshaltungskosten
  • Krankenversicherung (privat oder staatlich)
  • Rentenversicherung (privat oder staatlich)
  • Arbeitslosenversicherung (freiwillig – schützt Sie im Notfall vor ALG II und Hartz 4)
  • Weitere Kosten (Ratenkredite, Unterhaltszahlungen)

Verschaffen Sie sich unbedingt vorab bereits einen Überblick über die monatliche Kostenbelastung, die bei Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit auf Sie zukommt und lassen Sie diese unbedingt in Ihre Finanzkalkulation einfließen. Das gilt auch für die Beantragung von staatlichen Fördermitteln – Sie müssen davon ausgehen, dass Sie als Selbstständiger nach einer Geschäftseröffnung eine Durststrecke von 6 Monaten bis zu 2 Jahren (abhängig von Ihrer Geschäftsentwicklung) zu überbrücken haben, bis Sie von den Einkünften Ihrer selbstständigen Tätigkeit werden leben können.

2) Informationsdefizite (61%):
Defizite in diesem Bereich können sowohl beim Existenzgründer selbst als auch bei seinen Partnern liegen.
Ein Beispiel für ein Informationsdefizit, dass der Existenzgründer  selbst zu vertreten hat, wäre beispielsweise eine ungenügende Marktrecherche im Vorfeld der Gründung. Wenn bei diesem zentralen Punkt der Unternehmensgründung von falschen Voraussetzungen ausgegangen wird, kann es später zu enormen Problemen kommen:

helpless-150x220_edited-1Beispielsweise schätzen Sie die Größe Ihrer Zielgruppe vor Ort zu hoch ein. Darauffolgend werden Sie bei der Planung Ihrer wahrscheinlichen Umsatzzahlen die Variable „potenzielle Verkäufe“ zu hoch kalkulieren. Weiter gedacht kann diese Situation im schlimmsten Fall dazu führen, dass Sie Schwierigkeiten bei der Rückzahlung eines Kredites haben werden, da Ihnen die Bank (auf Basis des zu positiv kalkulierten Unternehmensumsatzes) eine zu hohe Kreditsumme bewilligt hat – an dieser Stelle liegt das Informationsdefizit plötzlich auch bei der Bank und geht damit fließend in den wichtigsten Grund für das Scheitern von Existenzgründungen über, die Mängel in der Finanzierung.

3) Mangelnde oder falsche Qualifikation (48%):
Immerhin fast die Hälfte aller Unternehmensgründungen scheitern innerhalb von relativ kurzer Zeit an diesem Punkt. Zwar sind ein Großteil der in Deutschland als Gewerbe zu betreibenden Geschäftsideen als sogenannter „freier Beruf“ auszuüben, jedoch gibt es einige Regelungen, die bei der Aufnahme von bestimmten Tätigkeiten beachtet werden müssen (z. B. die Meisterprüfung in einem bestimmten Handwerk oder das Vorliegen von Gesundheitszeugnissen bei der Arbeit mit Lebensmitteln). Bisherige Erfahrungen oder Qualifikationen müssen daher bereits bei der Auswahl (oder Entwicklung) einer Geschäftsidee eine große Rolle spielen.
Es macht beispielsweise wenig Sinn, sich für die Eröffnung eines 1-Mann-Übersetzungsbüros zu entscheiden wenn man nicht die nötigen Fremdsprachenkenntnisse besitzt, um die Aufträge zur vollen Zufriedenheit des Kunden abzuwickeln.
Auch bei der Entscheidung für ein bestimmtes Franchisesystem sollte man sich daher eher von seiner bisherigen Berufserfahrung und seinen Talenten leiten lassen als von dem Gedanken „einmal etwas völlig Neues auszuprobieren“.

4) Unzureichende Planung (30%):
businessplan-150x225Dieser Punkt steht eng mit den weiter oben erwähnten Informationsdefiziten in Verbindung, aber auch damit, dass „im Eifer des Gefechtes“ oftmals wichtige Dinge übersehen werden und dann in Vergessenheit geraten.
Typisch ist hier die Aussage: „Ich dachte, ich hätte schon…“
Abhilfe kann hier ein sorgfältig ausgearbeiteter Businessplan schaffen. Mit dessen Hilfe können Sie die Stärken und Schwächen Ihres Konzeptes schwarz auf weiß nachvollziehen und sie strategisch abarbeiten.

Das Risiko, dass etwas Wichtiges damit in Vergessenheit gerät, nimmt dadurch spürbar ab. Da ein detaillierter Businessplan sowohl Voraussetzung für erfolgreiche Bankgespräche als auch Hilfsmittel zur Sammlung von Informationen ist, sollte er zentraler Bestandteil der Planung einer jeden Existenzgründung sein (egal ob als Franchisenehmer oder unabhängiger Unternehmensgründer). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie stellt auf seiner Internetseite zur Unterstützung von Unternehmensgründungen einen Zeitplaner zur Verfügung. Er beinhaltet alle wichtigen Schritte zur erfolgreichen Existenzgründung und kann beliebig angepasst werden.

5) Familiäre Probleme (30%):
Der Rückhalt und die Unterstützung innerhalb der Familie sollte bei jeglichem Gründungsvorhaben bereits im Vorfeld abgeklärt werden. Als Chef eines neugegründeten Unternehmens werden Sie, vor allem in der Anfangsphase, wesentlich mehr arbeiten müssen als in einem Angestelltenverhältnis. Dies muss Ihnen, aber auch Ihrer Familie klar sein. Ein gut ausgeklügeltes Zeitmanagement, mit allen Familienmitgliedern im Vorfeld abgesprochen, kann hier helfen. Wenn Sie Ihren „Arbeitstag“ gut durchplanen, sollte es möglich sein, nach wie vor ausreichend Zeit mit Ihren Lieben zu Hause verbringen zu können – wenn auch vielleicht zu anderen Zeiten als bisher.

6) Überschätzung der Betriebsleistung (21%):
successEin unerwarteter Großauftrag flattert Ihnen ins Haus – das lässt das Herz eines jeden „Neuselbstständigen“ höher schlagen. Allerdings sind damit auch gewisse Risiken verbunden. Unter dem Druck, die neue Firma möglichst schnell in die Gewinnzone zu führen, kann man sehr schnell dazu neigen, seine eigenen und die Kapazitäten seines Unternehmens zu überschätzen.

Problematisch wird dies vor allem dann, wenn eine Vorfinanzierung des Projektes nötig ist. Stellt sich dann in der Produktionsphase heraus, dass der Auftrag „aus Mangel an Kapazitäten“ nicht erfolgreich ausgeführt werden kann, hat man plötzlich zwei Probleme:
Einen unzufriedenen Kunden, der Sie sicher nicht weiterempfehlen wird und einen Bankmanager, der Ihnen auch nicht besonders gut gesinnt sein wird da er um die Rückzahlung des bewilligten Kredites fürchten muss. Auf beides können Sie in jeder Phase Ihrer Selbstständigkeit gut verzichten.
Abhängig von der jeweiligen Branche sind auch Franchisenehmer nicht vor diesem Problem gewappnet. Wenn Sie beispielsweise mit einem Franchisesystem in der Baubranche tätig sind, können aufwendige Vorfinanzierungen auch in diesem Bereich auf Sie zukommen.
Lassen Sie daher bei der Annahme von Aufträgen immer Vorsicht walten und behalten Sie einen kühlen Kopf bei der Kalkulation, auch wenn der neue Großauftrag allzu verlockend ist – er könnte ein wenig zu groß für Sie sein und Sie unnötigerweise in Schwierigkeiten bringen.

7) Äußere Einflüsse (15%):
Dieser Punkt macht zwar den geringsten Teil der gescheiterten Firmengründungen aus, ist aber leider auch am schwersten zu bekämpfen. Unter „äußeren Einflüssen“ fasst man in diesem Zusammenhang alle Faktoren zusammen, die vom Existenzgründer nicht oder nur beschränkt beeinflusst werden können. Dazu zählen unter anderem plötzliche Erkrankungen bei sich selbst oder in der Familie, aber auch ausstehende Zahlungen von Seiten Ihrer Geschäftspartner oder eine vorübergehende Behinderung des Zugangs zu Ihrem Ladenlokal (z. B. durch Baumaßnahmen) etc.  Leider hat man als „Betroffener“ hier nur wenig Möglichkeiten, direkt etwas gegen die  „Behinderung der Geschäftstätigkeit“ zu unternehmen. Versicherungen können zwar in einigen Bereichen (Krankheit etc.) Schutz bieten, jedoch lohnt sich hier aufgrund der zusätzlichen Kosten ein genauer Vergleich sowie eine umsichtige Auswahl.

Falls Sie sich für eine berufliche Selbstständigkeit interessieren, Ihnen selbst jedoch die „zündende Idee“ fehlt, finden Sie auf den Seiten von „Franchise Direkt“ eine große Auswahl an Franchisekonzepten aus verschiedenen Branchen. Gehen Sie einfach mal stöbern…


Oliver Gieseck

12.08.2010

KfW Fördermittel für Existenzgründer und Selbständige

Die Vorteile der KfW Fördermittel für Existenzgründer und Selbstständige nutzen

Gerade in der Startphase der Selbständigkeit steht oftmals die Finanzierung der Investitionsvorhaben an erster Stelle der Prioritätenliste. Für Existenzgründer ist es besonders wichtig, dass günstige Finanzierungen und Starthilfen gefunden werden, die den Aufbau der Existenz unterstützen. Einige Möglichkeiten bieten hier die diversen Förderprogramme der KfW-Bank, die es auch speziell für Selbständige und Existenzgründer gibt.

piggy-bank-123x200_edited-1Die staatliche KfW-Bank bietet derzeit (2010) konkret zwei verschiedene Sonderprogramme an, die speziell für Personen geeignet sind, die sich selbständig machen möchten und sich in der Phase der Existenzgründung befinden. Dabei handelt es sich auf der einen Seite um das Sonderprogramm „KfW-StartGeld“ und auf der anderen Seite um das Sonderprogramm „ERP-Kapital für Gründung“. Darüber hinaus gibt es auch noch einige Sonderprogramme für etablierte Unternehmen, die bereits seit einiger Zeit bestehen. Diese Programme fallen dann zwar nicht in den Bereich der Existenzgründung, sind aber natürlich dennoch für viele Personen interessant, die bereits seit einiger Zeit selbständig sind.

Das KfW-Sonderprogramm „KfW-StartGeld“

Das KfW-StartGeld ist ein Sonderprogramm aus dem Bereich Existenzgründungs-Förderung, welches für Vorhaben geeignet ist, die nicht mehr als 50.000 Euro an Kosten in Anspruch nehmen werden. Angeboten wird dieses Förderprogramm allen Existenzgründern, Freiberuflern Selbständigen und kleineren Unternehmen, die noch keine drei Jahre am Markt vorhanden und tätig sind. Unter diesen beiden Voraussetzungen (weniger als drei Jahre, bis 50.000 Euro) kann man das KfW-StartGeld Programm bei der KfW-Bank beantragen.

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Diese Förderung weist einige Vorteile für den Existenzgründer bzw. den Selbständigen auf. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Kosten nach Abzug vorhandener Eigenmittel bis zu 100 Prozent finanziert werden können. Ferner gilt eine Haftungsfreistellung von 80 Prozent für die Hausbank, was den Erhalt des Darlehens deutlich vereinfacht.

Zudem ist auch ein zweiter Antrag möglich, falls die Maximalsumme von 50.000 Euro bisher nicht ausgeschöpft worden ist.

Mitfinanziert werden unter anderem der Kauf von Grundstücken und Gebäuden, der Kauf von Maschinen und Einrichtungsgegenständen, die Betriebs- und Geschäftsausstattung, sowie die Erstausstattung.
(Weitere Informationen zu KfW-StartGeld)

Die Rückzahlungsmodalitäten und Konditionen

Neben den genannten Vorteilen und Bedingungen des KfW-Sonderprogramms „KfW-StartGeld“, sind für den Kreditnehmer natürlich vor allem auch die Rückzahlungsmodalitäten wichtig. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die maximale Kreditlauf beim maximalen Kreditbetrag von 50.000 Euro bei zehn Jahren liegt. Dabei können zudem maximal zwei tilgungsfreie Jahre in Anspruch genommen werden.

doing-business-230x170Alternativ kann bei einer Rückzahlungsdauer von bis zu fünf Jahren ein tilgungsfreies Jahr genutzt werden. Die Zins- und Tilgungszahlung erfolgt monatlich und Sondertilgungen sind jederzeit kostenfrei möglich. Die Auszahlung der Darlehenssumme erfolgt zu 100 Prozent und ab einem Monat nach der Kreditzusage fällt für die nicht abgerufenen Kreditteile eine Bereitstellungsprovision von 0,25 Prozent pro Monat an.

Über den gültigen Zinssatz muss man sich stets aktuell bei der KfW-Bank informieren, da dieser sich am Kapitalmarkt orientiert.

Das KfW-Sonderprogramm „ERP-Kapital für Gründung“

Dieses Förderprogramm ist vor allem für junge Unternehmer / Selbständige und Existenzgründer gedacht, denen es an Eigenkapital mangelt, was natürlich sehr häufig der Fall ist. Konkret handelt es sich um ein nachrangiges Darlehen der KfW-Bank, welches die Eigenkapitalbasis des Existenzgründers stärkt und somit den Weg für andere Fremdfinanzierungen, zum Beispiel seitens der Hausbank, deutlich erleichtert.

Die Vorteile dieses KfW-Förderdarlehens bestehen vor allem darin, dass das Kapital über sieben Jahre hinweg zur vollen Verfügung steht, der Zinssatz subventioniert wird und der Kreditnehmer für das nachrangige Darlehen keinerlei von Sicherheiten stellen muss.
(Weitere Informationen zum ERP-Kapital für Gründung)

Die Rückzahlungsmodalitäten und Konditionen

Zu den großen Vorteilen und gleichzeitig zu den Rückzahlungsmodalitäten und Konditionen zählt, dass die Tilgung des erhaltenen Darlehensbetrages erst nach Ablauf von sieben Jahren beginnt, was die Liquidität des Kreditnehmers natürlich sehr positiv beeinflusst. Finanziert werden können maximal 500.000 Euro, wobei der Eigenkapital-Anteil des Antragstellers stets bei mindestens 15 Prozent im Bezug auf die förderungsfähigen Kosten betragen muss. Die Laufzeit des Kredites beträgt 15 Jahre.

Der Zinssatz wird für die ersten zehn Jahre garantiert und ist aufgrund der Subventionierung extrem günstig. In den ersten drei Jahren der Kreditlaufzeit liegt der Zinssatz in den alten Bundesländern und Berlin bei 1,05 Prozent, in den neuen Bundesländern werden 0,80 Prozent veranschlagt. Im vierten bis zum zehnten Jahr der Kreditlaufzeit liegt der Zinssatz dann bei 3,47 Prozent (Mischeffektivzins alte Bundesländer) bzw. bei 3,22 Prozent (neue Bundesländer). Nach Ablauf der Zinsgarantie von zehn Jahren richtet sich der Zinssatz am Kapitalmarkt aus.

Fazit

Insgesamt betrachtet bieten die KfW-Förderprogramme sicherlich vielen Selbständigen und Existenzgründern eine sehr gute Starthilfe und erleichtern die Finanzierung von Investitionen. Aufgrund der sehr günstigen Konditionen und der kaum vorhandenen „Einschränkungen“ sollte man als Existenzgründer nicht auf diese Hilfen verzichten, zumal Nachteile ohnehin nicht vorhanden sind.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von ForwardDarlehen-Vergleich.de – Der Ratgeber für Kredite und Baufinanzierungen


Dieter Kalmann

14.12.2009

Gründungszuschuss für Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit

Gründungen aus der Arbeitslosigkeit können durch den Gründungszuschuss gefördert werden. Der Gründungszuschuss ist – kurz gefasst – für alle Gründerinnen und Gründer gedacht, die einen Anspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 90 Tagen haben (Achtung: kein ALG II) und sich beruflich selbständig machen möchten.

Förderung in zwei Phasen
Insgesamt beträgt die Förderdauer bis zu 15 Monate. Sie ist in zwei Phasen unterteilt:

GeschäftsfrauPhase 1: Viele Jungunternehmerinnen und -unternehmer erwirtschaften in der Anlaufphase noch keinen ausreichenden Umsatz, um ihre privaten Lebenshaltungskosten davon bestreiten zu können. Der neue Gründungszuschuss trägt dem Rechnung. In den er sten neun Monaten nach dem Unternehmensstart erhalten Gründerinnen und Gründer daher Leistungen in Höhe ihres individuellen monatlichen Arbeitslosengeldes. Zusätzlich gibt es eine monatliche Pauschale von 300 Euro, damit sie sich so freiwillig in den gesetzlichen Sozialversicherungen absichern können.

Phase 2: Nach Ablauf der ersten neun Monate kann sich eine zweite Förderphase von weiteren sechs Monaten Förderung vollständig verbraucht. Wer sich allerdings freiwillig in der Arbeitslosenversicherung weiterversichert, kann einen neuen Anspruch auf Arbeitslosengeld erwerben.

Gründung im Haupterwerb
Es werden nur Haupterwerbsgründungen gefördert (also keine Nebenerwerbsgründungen), die einen Arbeitsumfang von mindestens 15 Stunden pro Woche haben müssen.

Arbeitslosengeld beziehen
Gefördert wird nur, wer auch tatsächlich arbeitslos ist und bei Aufnahme der selbständigen Tätigkeit noch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 90 Tagen hat. Gründerinnen und Gründer, die den neuen Gründungszuschuss beantragen möchten, müssen durch die Existenzgründung ihre Arbeitslosigkeit beenden. Ein direkter Übergang von einer Angestelltentätigkeit in eine geförderte Selbständigkeit ist also nicht möglich.

Anspruch auf Arbeitslosengeld
Ein noch bestehender Anspruch auf Arbeitslosengeld wird während der Förderung vollständig verbraucht. Wer sich allerdings freiwillig in der Arbeitslosenversicherung weiterversichert, kann einen neuen Anspruch auf Arbeitslosengeld erwerben.

Fachkundige Stellungnahme
Ein Antrag auf Gründungszuschuss kann nur bewilligt werden, wenn Gründerinnen und Gründer die positive Stellungnahme einer fachkundigen Stelle vorlegen. Diese Stellungnahme gibt Auskunft über die Tragfähigkeit des Existenzgründungsvorhabens. Fachkundige Stellen sind z.B. Industrie und Handelskammern, Handwerkskammern, Kreditinstitute oder Gründungszentren.

Persönliche und fachliche Eignung
Außerdem müssen Antragsteller die für sie zuständige Agentur für Arbeit von ihrer persönlichen und fachlichen Eignung überzeugen. Sollten Zweifel an der Eignung bestehen, kann von dem Antragsteller verlangt werden, an einer Maßnahme zur Eignungsfeststellung oder an einem Existenzgründungskurs teilzunehmen.

Sperrzeit
Arbeitnehmer, die ohne wichtigen Grund ihr bestehendes Arbeitsverhältnis selbst kündigen, um sich selbständig zu machen, erhalten für die Dauer von drei Monaten keine Förderung („Sperrzeit“). Sofern die hauptberufliche Selbständigkeit dann schon innerhalb der Sperrzeit begonnen wird, erhält der Gründer den Gründungszuschuss jedoch nach Ablauf der Sperrzeit für volle neun Monate anschließen. In diesem Zeitraum wird nur noch die Pauschale von 300 Euro für die Sozialversicherung gezahlt. Allerdings müssen Gründerinnen und Gründer vor Beginn der zweiten Förderphase ihre Geschäftstätigkeit und ihre hauptberuflichen unternehmerischen Aktivitäten nachweisen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie


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