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Welches sollte die wichtigste(n) Eigenschaft(en) für zukünftige Franchise-Nehmer sein? (Mehrfachnennung möglich)

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Kathrin Kaltbeck

26.04.2010

Die Franchise EXPO 2010 in Paris - für Aussteller und Veranstalter ein Erfolg

Eines der Hauptziele von Franchise Direkt ist es, Franchising auf intenationaler Ebene zu fördern. Insgesamt betreibt die Firma 7 Franchiseportale für Kanada, Großbritannien, USA, Frankreich, Deutschland, Spanien und Irland. Seit kurzem gibt es auch noch ein achtes Portal, das sich mit Franchising auf europaweiter Ebene befasst.
Für eine gute Zusammenarbeit auf internationaler Ebene sind für unsere Mitarbeiter regelmäßige Auslandsaufenthalte und Messebesuche eine Selbstverständlichkeit.

salon-franchise-005Celia Marrec, zuständig für unser französisches Portal Franchise Directe zum Beispiel besuchte vor kurzem die Internationale Franchise Expo in Paris.
Meine Kollegin, Kate Tuomey, hat sich mit Celia nach ihrer Rückkehr über Ihre Erfahrungen und Eindrücke unterhalten. Von besonderem Interesse war hier natürlich das allgemeine Stimmungsbild in der Franchise Industrie in Frankreich im Hinblick auf die immer noch andauernde Wirtschaftskrise.

salon-franchise-001Celia zufolge findet die Webseite von Franchise Directe im allgemeinen bei unseren Klienten guten Anklang. Gelobt wurden demnach vor allem die Qualität unserer Webseite sowie unser Kundenservice. Auch für unsere französischen Kunden scheint die Messe ein Erfolg gewesen zu sein. Sie erhielten ebenfalls positives Feedback und konnten einige vielversprechende Kontakte zu potenziellen Franchise-Nehmern knüpfen. Aus diesen könnten sich im Verlauf der nächsten Monate einige Geschäftsneueröffnungen entwickeln. Die beigefügten Bilder sollen Ihnen einen Eindruck von der Atmosphäre auf der französischen Franchise EXPO vermitteln.

salon-franchise-0041Auch für die Veranstalter der Franchise EXPO in Paris war die Messe ein beachtlicher Erfolg. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Besucherzahl um 15,5% auf mehr als 31.000 Besucher in diesem Jahr. 400 Aussteller präsentierten Ihre Konzepte und neue Geschäftsideen. 40% der diesjährigen Messebesucher in Paris waren diesmal Angestellte, die eine berufliche Selbstständigkeit als Franchise-Nehmer anstreben (diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 66,98% angestiegen).

salon-franchise-013Weitere 39% (ein Plus von 87% im Vergleich zu 2009) der Besucher waren bereits als Selbstständige tätig (entweder als Franchisenehmer oder als unabhängiger Geschäftsinhaber). Die Quote der Messebesucher, die derzeit keiner geregelten Beschäftigung nachgehen und auf der Suche nach einer neuen Herausforderung waren, betrug dieses Jahr 20,4%. Auch diese Zahl ist, bezogen auf 2009, stark angestiegen.

Die größte Zahl an ausländischen Besuchern kam dieses Jahr aus Marocco, gefolgt von Besuchern aus Belgien, Spanien, Italien, Großbritannien und Kanada. Dies überrascht aber kaum, schließlich hatten die Veranstalter der Franchise Expo Paris Marocco für 2010 zum „Land des Jahres“ gewählt. Im nächsten Jahr wird Kanada diese Position einnehmen.

Im Großen und Ganzen lassen sich, der weltweiten Wirtschaftskrise zum Trotz, aus Celia’s kurzem Bericht und den Zahlen der Messeveranstalter durchaus positive Rückschlüsse für die Zukunft der französischen Franchise Industrie ziehen.


Dieter Kalmann

19.04.2010

Der Franchise-Standort Deutschland

Was den Bekanntheitsgrad betrifft, hinkt die Verkaufsform des Franchising in Deutschland zwar noch weit hinter Ländern wie den USA oder Großbritannien her, trotzdem kann man, bei genauerer Betrachtung der Zahlen, erkennen, dass sich dieser Industriezweig auf einem soliden Wachstumskurs befindet.

Innerhalb von 10 Jahren (zwischen 1998 und 2008) ist die Gesamtzahl an Franchiseunternehmen, die nach Franchise-Nehmern in Deutschland suchen, von 630 auf 950 gestiegen. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Zahl der in der Franchiseindustrie beschäftigten Arbeitnehmer von 250.000 auf 450.000.

euro-banknotesAuch der Gesamtumsatz der Franchise-Industrie kann sich, bezogen auf einen 10-Jahres-Zeitraum, sehen lassen: 2009 wurden in diesem Industriesektor insgesamt 48 Mrd. € umgesetzt. 1999 hingegen lag diese Zahl noch bei 19.4 Mrd. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 150% in 10 Jahren.

Der Löwenanteil des Umsatzes wird hierbei im Dienstleistungssektor generiert. Mehr als 50% aller Franchise-Systeme in Deutschland können, im Hinblick auf Ihre Produkte oder Leistungen, dem Dienstleistungssektor zugeordnet werden. Und selbstverständlich gibt es auch hier Branchen, die in hohem Maße Erfolg versprechend zu sein scheinen.

Ein großer Wachstumsmarkt der Zukunft scheint zum Beispiel im Betreuungs- und Pflegedienst für ältere Menschen zu liegen. Die Geburtenrate in Deutschland (im Jahr 2007 durchschnittlich 1,37 Kindern) liegt deutlich unter dem Ersatzniveau für eine stabile Bevölkerung. Das wiederum bedeutet, dass die älteren Generationen von heute sich weit weniger auf die Unterstützung ihrer Kinder verlassen können, als dies noch vor 20 Jahren der Fall gewesen wäre. Zusätzlich dazu hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland in den letzten 30 Jahren, vor allem durch eine bessere medizinische Versorgung, von 69,6 auf 78,5 Jahre erhöht. Experten schätzen, dass sich die Gesamtzahl der Menschen, die Pflege- oder Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen müssen, bis zum Jahr 2050 auf 4.5 Mio. Menschen erhöht haben wird.

SeniorenbetreuungBetrachtet man nun diese drei Teilaspekte hinsichtlich ihrer Folgen für die Gesellschaft, so wird klar, dass es bereits innerhalb der nächsten 10-20 Jahre einen deutlich höheren Bedarf an Pflege- und Betreuungsdienstleistungen geben wird, da die Erbringung von häuslichen Pflegeleistungen innerhalb einer Familie immer schwieriger zu realisieren sein wird. Auch die Abdeckung solcher Leistungen durch die gesetzliche Krankenversicherung wird dank der klammen Finanzkassen des Bundes immer unwahrscheinlicher.
Professionelle und bezahlbare Betreuungs- und Pflegedienstleistungen werden sich demzufolge zu einem der großen Wachstumssektoren in Deutschland entwickeln.

Und dieser Wachstumsmarkt kann viele Gesichter haben: Bereits heute haben sich einige erfolgreiche Franchise-Systeme ihre Nische auf diesem Markt gesichert. Das Franchise-Unternehmen Modemobil zum Beispiel bringt modische Kleidung direkt zu Senioren-Einrichtungen und ermöglicht die Anprobe direkt vor Ort. Dies bietet den Senioren die Gelegenheit, sich einerseits auch mal etwas Schönes zu gönnen, ohne andererseits (abhängig von ihrem gesundheitlichen Zustand) den Komfort der Betreuungseinrichtung verlassen zu müssen.

Eine weitere gute Geschäftsidee verwirklicht die Firma „Ich bleib daheim“-Senioren- und Haushalt-Dienstleistungen seit dem Jahr 2000. Im Agenturbetrieb bietet das Franchise-System verschiedenste Dienstleistungen für Senioren an, die auch im Alter nicht auf ihr gewohntes Lebensumfeld verzichten möchten. Dazu zählen unter anderem: Hauswirtschaftshilfe, Personenbetreuung, Gartenpflege und Begleitung bei Einkäufen etc.

Business GraphZwar nicht dem Dienstleistungssektor zuzuorden, nichtsdestoweniger aber auf Wachstumskurs ist die Electronic-Games Industrie. Das Schaffen von und das „Leben“ in virtuellen Realitäten jeglicher Art gewinnt immer mehr an Reiz. Schon heute ist es möglich, „aktiv“ mit Hilfe eines Avatars Teil einer Spielehandlung zu sein und sich gleichermaßen „in anderen Welten zu bewegen“.

Mit der Entwicklung immer neuer Technologien und Spiele wird sich diese Entwicklung noch verstärken. Das wird auch deutlich, wenn man in Betracht zieht, dass selbst mitten in der Wirtschaftskrise die wichtigste Computermesse Deutschlands (CEBIT) in diesem Jahr einen Anstieg der Besucherzahlen von 3,7% im Vergleich zum Vorjahr verbuchen konnte.

Auch in diesem Marktsegment gibt es bereits Franchise-Systeme, die sich erfolgreich etablieren konnten und weiter auf Wachstumskurs sind. Der österreichische Videospielehändler Videogames Pilko sei hier nur beispielhaft genannt. Gegründet wurde die Firma vor 15 Jahren. Heute verfügt sich bereits über 9 Geschäftseinheiten in Österreich und will nun seinen Geschäftsbereich nach Deutschland ausdehnen.

Wie der vorangegangene Artikel zeigt, sind die Zukunftsaussichten für das Franchising in Deutschland sehr gut, in manchen Industrien sogar exzellent. Viele Franchise-Firmen sind derzeit auf der Suche nach neuen Franchise-Nehmern. Gerade im derzeitigen wirtschaftlichen Klima sind Arbeitsplätze alles andere als sicher. Vielleicht wäre jetzt genau der richtige Zeitpunkt, mit Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit und dem richtigen Franchise-System die Zeichen der Zeit zu erkennen, statt zu waren und auf wirtschaftlichen Aufschwung „von außen“ zu hoffen.


Gastbeitrag

07.04.2010

Gastbeitrag: Franchising in Indien (Teil 1)

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung eines Artikels, der uns von unserem amerikanischen Kollegen Donald Cranford zur Verfügung gestellt wurde.

Wie sie im Verlauf dieses Artikels lesen werden, befand sich unser Kollege vor kurzem auf „Entdeckungsreise“ in Indien. Ganz besonders interessierte er sich hierbei für das rasche Wachstum und die Zukunftsaussichten des Franchisings auf dem asiatischen Kontinent. Auf anschauliche Weise erzählt er von persönlichen Erfahrungen mit Küche, Land und Leuten:

Seit Jahren höre ich mir nun schon an, dass das 21. Jahrhundert zum „asiatischen“ Jahrhundert werden wird. Hauptdarsteller dieser Entwicklung sollen die beiden Länder China und Indien sein. Diese oder ähnliche Stellungnahmen liest man in den letzten Jahren immer häufiger in verschiedenen Wirtschaftszeitungen und –zeitschriften. Und langsam beginnt man sich doch zu fragen, ob all diese Behauptungen nun Fakt oder eher Fiktion sind.

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Im Rahmen meiner kürzlich durchgeführten Reise hatte ich das Glück, die beiden Großstädte Mumbai und Neu Delhi zu besuchen. Nach allem, was ich dort sehen und erleben durfte, kann auch ich guten Gewissens sagen, dass die wirtschaftliche Zukunft Indien gehören wird, insbesonderes im Hinblick auf das Franchising.
Doch bevor ich Ihnen meine ganz persönlichen Erlebnisse in Indien schildere, lassen Sie mich zuerst einige Fakten nennen, die belegen, warum Franchising in Indien solch ein großer Erfolg mit exzellenten Zukunftsaussichten ist:
Die Bevölkerung Indiens ist mittlerweile auf über 1 Mrd. Menschen angewachsen, im direkten Vergleich leben dreimal mehr Menschen in Indien als in den USA. Hält diese Entwicklung an, wird Indien in wenigen Jahrzehnten die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt sein.

Doch allein durch die Größe der Bevölkerung lässt sich der Erfolg des Franchising in Indien nicht erklären. Die kontinuierliche Aufwärtsbewegung der indischen Wirtschaft wird vor allem von einer aufstrebenden Mittelschicht angetrieben, die sich immer weiter der westlichen Welt und insbesondere Amerika zuwendet.
Während meiner Streifzüge durch das Nachtleben von Neu Delhi hat mich die Ähnlichkeit indischer Diskotheken zu ihren amerikanischen Gegenstücken sehr überrascht. Doch diese Entwicklung ist durchaus erklärbar: viele junge Inder und Inderinnen aus gutem Hause verbringen heutzutage Zeit (sei es während ihres Studiums oder ihres Jahresurlaubs) in Amerika oder Großbritannien. Kehren diese jungen Leute nun in ihre Heimat zurück, bringen Sie nicht nur neue Erfahrungen mit nach Hause, sondern auch den Geschmack und das Interesse an westlichen Gütern, Nahrungsmitteln und Dienstleistungen.

Hierbei spielt natürlich die Tatsache, dass, historisch gesehen, bedeutende (sprachlich-wirtschaftliche) Bindeglieder zwischen Indien und Großbritannien existieren, eine große Rolle. Darüber hinaus ist Indien bekannt für seine unternehmerfreundlichen Rahmenbedingungen und seine niedrigen Steuersätze. Zufällig fand während meines Aufenthaltes gerade der sogenannte „Budget-Day“ statt. Dort wurde die neue Finanzplanung der indischen Regierung für das neue Geschäftsjahr vorgestellt. Am interessantesten waren hier die angeregten Diskussionen, die von einzelnen Punkten des Haushaltsplanes ausgelöst wurden.

Ganz im Gegensatz dazu ist die indische Wirtschaft aber nach wie vor von falscher Bürokratie und Korruption auf höchster Ebene belastet. Und dennoch hat das Land in den letzten Jahren sprunghafte Zuwachsraten bei seiner wirtschaftlichen Entwicklung realisieren können. Schuld an dieser Entwicklung sind ein ausgeprägter nationaler Ehrgeiz innerhalb der indischen Bevölkerung, der weit höher ist als bei den meisten anderen Entwicklungsländern. Eines jedenfalls ist sicher: Die Geschäfte stehen in Indien erst am Anfang.

Um auf die Franchise-Branche zurückzukommen: auch hier lassen sich rasante Zuwächse beobachten. Sowohl in Mumbai als auch in Neu Delhi war ich weitgehend zu Fuß unterwegs. Die meisten der Franchise-Unternehmen (sowohl in- als auch ausländische) gehörten zur Lebensmittelbranche. Des Weiteren gab es noch eine Niederlassung von UPS und einiger anderer Transport-Franchise-Unternehmen. Obwohl sich noch immer die meisten Menschen ihr Mittagessen beim Straßenverkäufer holen, tauschen immer mehr (vor allem jüngere) Menschen diese Tradition gegen „exotisches“ und billigeres Essen aus der westlichen Hemisphäre ein.

Meine erste Mahlzeit in Indien kaufte ich mir in Felafal’s Veg Hummous House, einem Franchise-Restaurant am Colaba Causeway, einer der Hauptstraßen von Mumbais Touristenzentrum. Ich musste nicht lange auf mein Essen warten und, zusammen mit einer Cola, hat es ungefähr 90 rupees, umgerechnet unter 2 Dollar gekostet. Sowohl mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis als auch mit der Qualität des Essens war ich vollauf zufrieden. Besser hätte meine erste Erfahrung mit indischen Franchise-Unternehmen nicht ausfallen können.

In den nächsten Tagen werden wir weiter über meine Reise durch Indien berichten, im nächsten Artikel beispielsweise über meine Erfahrungen mit indischen McDonalds Restaurants.



 

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