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Gastbeitrag

25.01.2010

Startschuss für BMWi-Initiative “Gründerland Deutschland”

Bundeswirtschaftsminister Brüderle und Wirtschaftsverbände wollen Gründungskultur in Deutschland stärken

Heute haben der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, und die Spitzenvertreter des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) sowie des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB) die neue Initiative “Gründerland Deutschland” des Bundeswirtschaftsministeriums vorgestellt. Die Vorstellung der Initiative fand im Rahmen eines gemeinsamen Besuchs des 2007 gegründeten Unternehmens 3S Antriebe GmbH in Berlin statt. Die Initiative bündelt Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Gründungskultur in Deutschland. Das Bundeswirtschaftsministerium wird bei der Durchführung der Initiative vom DIHK, ZDH und BFB unterstützt.

Bundeswirtschaftsminister Brüderle: “Gründungen schaffen Wachstum und Beschäftigung. Sie stehen für Kreativität und unternehmerische Freiheit. Deutschland braucht deshalb eine stärkere Gründungskultur. Unsere Initiative soll die Menschen für unternehmerisches Denken und Handeln sensibilisieren. Sie soll ihnen die Chancen und Möglichkeiten der Selbständigkeit besser vermitteln. Politik und Wirtschaft werden eng zusammenarbeiten, um Gründerinnen und Gründer zielgerichtet zu unterstützen.”

Der Hauptgeschäftsführer des DIHK, Dr. Martin Wansleben: “Die Gründungsberatung gehört zu den strategischen Kernaufgaben der IHK-Organisation. Jährlich unterstützen die Industrie- und Handelskammern über 300.000 Existenzgründer mit Gesprächen und Beratungen zu ihrem Geschäftskonzept. In ihren Startercentern wollen die IHKs bundesweit einen Gründerservice aus einer Hand anbieten - von der Erstauskunft über den Businessplan-Check bis hin zur Gewerbeanmeldung. Hier sind die Bundesländer gefordert, den IHKs die rechtsgültige Gewerbeanzeige zu ermöglichen und den erfolgreichen Beispielen aus Hamburg und Rheinland-Pfalz zu folgen.”

Der Generalsekretär des ZDH, Holger Schwannecke: “Uns im Handwerk ist vor allem daran gelegen, nachhaltig erfolgreiche Gründungen zu initiieren. Wir bieten geeignete Qualifizierungen an, nicht zuletzt mit der Meisterausbildung. Mit einer umfassenden Beratung und Unterstützung müssen Gründerinnen und Gründer darüber hinaus auf den harten Wettbewerb vorbereitet werden.”

Der Präsident des BFB, Dr. Ulrich Oesingmann: “Die Selbständigkeit ist für Freiberufler eher die Regel als die Ausnahme und insoweit ein typisches Kennzeichen eines Freiberuflers. Die Gründungsdynamik in Freien Berufen ist seit Jahren hoch und könnte durch günstige Rahmenbedingungen noch höher werden.”

Die Initiative “Gründerland Deutschland” zielt auf vier Teilbereiche: Erweiterte Informationsangebote und Aktionen sowie eine “Gründerwoche Deutschland” sollen die Lust am eigenen Unternehmen wecken und für den Schritt in die Selbständigkeit werben. Gezielte Maßnahmen im Bereich der schulischen Bildung und an den Hochschulen sollen Unternehmertum und Selbständigkeit stärker als berufliche Option vermitteln. Verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten sprechen vor allem die besonders wachstumsintensiven innovativen Gründungen an. Zu Fragen der Unternehmensnachfolge, die gerade für den Mittelstand von großer Bedeutung sind, startet eine Informationsoffensive; besonders erfolgreiche Unternehmensnachfolgen werden ausgezeichnet.

Bundeswirtschaftsminister Brüderle: “Für mich ist das Thema ‘Gründungen’ zentral für unsere Mittelstandspolitik. Es tritt neben die Mittelstandsfinanzierung, der ich meine besondere Aufmerksamkeit widme - die Gefahr einer Kreditklemme ist schließlich noch nicht gebannt. Mit Verbesserungen beim Wirtschaftsfonds Deutschland und dem Kreditmediator haben wir hier bereits wichtige Akzente gesetzt. Die mittelstandspolitischen Schwerpunkte haben wir in einem Neun-Punkte Plan zusammengefasst.”

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie


Kathrin Kaltbeck

12.01.2010

Der Nutzen eines Messebesuchs in der Gründungsphase Ihres Unternehmens

Die Gründung und der Aufbau eines Unternehmens kann so individuell sein wie die Persönlichkeit des jeweiligen Firmengründers.
Besonders in der ersten Phase nach Treffen der Entscheidung zu Gunsten der Selbstständigkeit kommt es nicht selten zu fragwürdigen, wenn nicht sogar falschen, Geschäftsentscheidungen.
Eine solide Vorplanung sowie das Sammeln möglichst vieler Informationen aus verschiedenen Quellen kann vor Fehlentscheidungen und somit vor einem eventuellen „bösen Erwachen“ bewahren.

Der wohlgeplante Besuch einer Messe kann hierbei eine sehr ergiebige Quelle an Informationen sein. Der große Vorteil eines Messebesuchs liegt in der Tatsache, dass, auf relativ kleinem Raum, viele der Ansprechpartner, die in der Gründungsphase eines Unternehmens wichtig sind, zur Verfügung stehen.

Banken oder Kreditinstitute zum Beispiel betreiben oft eigene Messestände. Ein unverbindliches Gespräch mit einem der anwesenden Banker kann dahin gehend gestaltet sein, dass allgemein über Kreditrahmen und aktuelle Zinssätze gesprochen wird, ohne jedoch zu explizit auf die eigene Situation einzugehen. Die so gesammelten Informationen können zu Vergleichszwecken oder als Grundlage für Gespräche mit der eigenen Hausbank von großem Nutzen sein.

Des Weiteren ist ein Messebesuch sehr gut geeignet um sich einen Überblick über Mitbewerberdichte und Konkurrenzsituation zu verschaffen. Die Anzahl der Aussteller, die ähnliche Produkte vertreiben, kann einen Eindruck davon vermitteln, wie stark die Konkurrenz innerhalb eines bestimmten Sektors oder einer bestimmten Region ist. Hieraus können Rückschlüsse darüber gezogen werden, ob ein bestimmtes Vorhaben überhaupt zu realisieren ist, oder ob man sich gegebenenfalls noch einmal neu orientieren sollte.
Bei dieser Art von Messebesuch gilt der Grundsatz: „Je früher, desto besser“.

Hände

Hinter einer erfolgreichen Firma steht in fast allen Fällen ein starkes und langlebiges Netzwerk aus Kontakten. Dies bezieht sich nicht nur auf den direkten Kundenstamm, sondern auch auf Kontakte zu Firmen die im gleichen Marktsegment tätig sind. Firmenkontakte dieser Art sind vor allem im Hinblick auf eine eventuelle Konkurrenzsituation sinnvoll.
Auch unter diesem Gesichtspunkt sind Messen ein hervorragendes „Mittel zum Zweck“. Aufgrund der relativ ungezwungenen Atmosphäre fällt es nicht schwer, mit Kollegen (oder Mitbewerbern) ein lockeres Gespräch zu beginnen.  Nicht selten können sich so gute Kontakte ergeben, die langfristig Ihrem Unternehmen zu Gute kommen können.

Wie aus dem vorangegangenen Artikel hervorgeht, birgt ein Messebesuch gerade in der Gründungsphase eines Unternehmens enormes Potenzial hinsichtlich Informationsbeschaffung und Netzwerkaufbau. Der eine oder andere Messebesuch ist daher jedem anzuraten, der sich mit dem Gedanken der Selbstständigkeit trägt bzw. sich gerade in der Aufbauphase seines Jungunternehmens befindet.



 

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