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Welches sollte die wichtigste(n) Eigenschaft(en) für zukünftige Franchise-Nehmer sein? (Mehrfachnennung möglich)

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Dieter Kalmann

26.06.2008

Die drei Grundtypen des Franchising

Franchising hat sich inzwischen in nahezu allen wirtschaftlichen Bereichen durchgesetzt. Ob Fitness-Studio, Schnellrestaurant, Autovermietung, Handwerksbetrieb, Nachhilfe und Musikschule, in allen erdenklichen Branchen wird das Erfolgskonzept als Vertriebsform genutzt. Dabei wird zwischen den drei Franchise-Typen Vertriebsfranchising, Dienstleistungsfranchising und Produktfranchising unterschieden.

Vertriebsfranchising

Der Franchise-Nehmer verkauft bestimmte Produkte oder den Inbegriff bestimmter Waren in seinem Geschäft. Der Laden trägt dabei den Namen des Franchise-Gebers, wobei die Franchise-Lizenz nicht auf ein einzelnes Produkt oder eine Warengruppe begrenzt ist: Das Franchising beinhaltet das gesamte Leistungspaket, das den Franchisenehmer-Betrieb prägt wie Ausstattung des Ladenlokals oder Organisation der Unternehmensführung. Beispiele dafür sind die OBI-Baumärkte, The Body Shop, Fressnapf, Aral oder Mango. Vertriebs-Franchising ist die älteste Form des Franchising. Nähmaschinen-Hersteller Singer gestattete es schon im 19. Jahrhundert fahrenden Händlern, Singer-Nähmaschinen auf eigene Rechnung zu vertreiben.

Dienstleistungsfranchising

Der Franchise-Nehmer bietet eine Dienstleistung unter dem Namen – also unter der Geschäftsbezeichnung, dem Handelsnamen oder dem Warenzeichen - des Franchise-Gebers an, wobei er zur Einhaltung bestimmter Richtlinien und Vorgaben des Franchise-Gebers verpflichtet ist. Dienstleistungs-Franchising gibt es inzwischen in fast allen Branchen. In Branchen wie dem Hotel-Gewerbe und Gastronomie hat Franchising sich seit Langem etabliert, aber auch in jüngeren Dienstleistungsbereichen wie der Senioren-Betreuung, Haarentfernung oder mobilen Telefonie entstehen Franchise-Unternehmen. Prominente Beispiele für diese Wirtschaftsform sind Schülerhilfe, Sunpoint, Hertz, Burger King, Holiday Inn oder Kieser Training. Der Bereich Dienstleistungs-Franchising hat den größten Anteil an der Franchise-Wirtschaft und wächst seit Jahren kontinuierlich weiter.

Produktfranchising (industrielles Franchise)

Nach Anweisungen wie etwa Rezepten des Franchise-Gebers produziert der Franchise-Nehmer eine Ware. Er verkauft das selbst hergestellte Erzeugnis unter dem Warennamen des Franchise-Gebers. Typische Vertreter dieses Zweiges sind Getränkehersteller wie Coca-Cola oder Pepsi und Hersteller von Drucker-Verbrauchsmaterial wie Cartridge World. Der Bereich Produkt-Franchising nimmt in der Franchise-Wirtschaft nur einen geringen Anteil ein.

S.D.


Dieter Kalmann

18.06.2008

Einmalig in Deutschland: Studiengang zum Franchise-Manager

Hoch ist die Nachfrage an qualifizierten Franchise-Partnern und Mitarbeitern. Denn obwohl mittlerweile über 900 Franchise-Systeme am deutschen Markt agieren, gibt es bislang kaum adäquate Aus- oder Weiterbildungsmöglichkeiten. Der Trend zum Franchising wurde vom deutschen Bildungssystem bisher regelrecht ignoriert.

Einzig die Wilhelm-Knapp-Schule in Hessen bildet seit 2006 in Vollzeit zum staatlich geprüften Betriebswirt Fachrichtung Franchising aus - auf Initiative des Deutschen Franchise-Verbandes. Die zweijährige Weiterbildung beinhaltet neben allgemeinen und franchisespezifischen betriebswirtschaftlichen Seminaren auch übergreifendes Allgemeinwissen wie Fremdsprachen, Kommunikation und Rhetorik. Die ersten Franchise-Manager haben im Mai diesen Jahres erfolgreich ihr Studium abgeschlossen –  und alle Absolventen sind heiß begehrt auf dem Arbeitsmarkt!

Erfolgreiche Franchise-Systeme unterstützen die Weiterbildung

Während eines Praxis-Moduls lernen die Studenten Spezialwissen des Wirtschaftszweigs Franchising in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Franchise Verband und Partner-Systemen vor Ort kennen. Dazu zählen Studienreisen zu exemplarischen Franchise-Zentralen und Praktika in den branchenrelevanten Geschäftsfeldern ebenso wie Projekte mit am Markt erfolgreiche Franchise-Unternehmen. Zu den Dozenten zählen externe Experten wie Franchiseberater und Juristen. Bekannte Franchise-Systeme wie McDonald’s, Burger King, Mövenpick, Blume 2000, Ihr Platz, Bitburger oder Schülerhilfe unterstützen den Studiengang an der Wilhelm-Knapp-Schule.

An wen richtet sich der Studiengang Betriebswirt mit Fachrichtung Franchising?

Wer im Management einer Franchise-Systemzentrale verantwortlich sein wird, wer beabsichtigt ein Franchisesystem aufzubauen oder sich als Franchise-Nehmer selbstständig machen will, der kann von der Ausbildung profitieren. Der Studiengang berücksichtigt dabei etablierte Systeme und sich neu gründende Konzepte.

Die genauen Studieninhalte, Fördermöglichkeit und Zugangsvoraussetzungen erfahren Sie bei der Wilhelm-Knapp-Schule Fachschule für Wirtschaft unter www.franchising-fachschule.de.

S.D.


Dieter Kalmann

13.06.2008

Das Marketing-Genie hinter dem Erfolgsfranchise McDonald’s

Vielen Leuten kommt beim Begriff Franchise als Erstes der Name McDonald’s in den Sinn. Und das obwohl McDonald’s gar nicht das erste Franchise-Unternehmen war: Der US-amerikanische Geschäftsmann und Hersteller der bekannten Nähmaschine Isaac Singer hat die Franchise-Idee ins Leben gerufen. Das Beispiel der beliebten Fast Food-Kette veranschaulicht aber deutlich den weltweiten Erfolg von Franchising.

Das erste McDonald’s Restaurant wurde 1940 von den Brüdern Richard und Maurice McDonald eröffnet, gelegen an der Route 66 in San Bernadino, Kalifornien. Die Speisekarte bot 25 Gerichte an, die von der Bedienung, den sogenannten “Carhops”, zu den meist jugendlichen Kunden direkt ans Auto gebracht wurden.

Heute betreibt das McDonald’s-Netzwerk mehr als 30.000 Restaurants in 100 Ländern und ist damit in der Gastronomie weltweit führend. Mehr als 70 Prozent der Filialen gehören unternehmerisch unabhängigen Franchise-Nehmern. In Deutschland eröffnete der erste McDonald’s Schnellimbiss 1971 in München, inzwischen sind es mehr als 1.300. Neben Großbritannien und Frankreich ist Deutschland damit einer der drei größten europäischen Märkte.

Wie wurde aus einem einzelnen Restaurant eine weltweit erfolgreiche Fast-Food-Kette?

Esrtes McDonald's Restaurant, KalifornienDie treibende Kraft hinter dem großen Erfolg war Raymond Kroc, der zwar selbst kein Restaurant-Besitzer war, aber als Zulieferer und Verkäufer der Milchshake-Maschine “Multimixer” auf den zum Selbstbedienungs-Restaurant umgestellten Schnellimbiss der Brüder McDonald aufmerksam wurde.

Nach einem Besuch 1954 war Kroc dermaßen von der effizienten Arbeitsweise, mit der so viele Kunden gleichzeitig bedient werden konnten, beeindruckt, dass er den Brüdern ein Angebot machte: Er schlug ihnen vor, weitere Filialen des Selbstbedienungs-Restaurants außerhalb Kaliforniens zu betreiben. (Ray Kroc war übrigens nicht der Einzige, den die Effizienz des Betriebes überzeugt hat, James McLamore, der Begründer von Burger King, besuchte das Selbstbedienungs-Restaurant der Brüder McDonald ebenfalls.)

Zum Zweck des Franchise-Aufbaus gründete Kroc 1955 die “McDonald’s Systems, Inc.” als Rechtsform. Im Vertrag mit den McDonald-Brüdern war vereinbart, dass Kroc für die Expansion der Kette zuständig war, während die Brüder weiterhin die Kontrolle über die Produktion behielten und an den Gewinnen beteiligt wurden. Mit dieser Situation war Kroc aber auf die Dauer nicht zufrieden.

1961 stimmten die McDonald-Brüder zu, alle unternehmerischen Rechte an Kroc zu verkaufen, für eine Summe von 2,7 Millionen $. 1960 wurde seine Firma in “McDonald’s Corporation” umbenannt. Populär wurde das Unternehmen dann ab 1965. Schon 1967 wurde das erste McDonald’s Franchise-Restaurant außerhalb der USA in British Columbia, Kanada eröffnet. Seit dem verbreitet sich die Kette auf der ganzen Welt. Den größten Franchise-Betrieb gibt es übrigens seit 1992 in China, in Beijing, mit mehr als 700 Sitzplätzen.

erstes McDonald's Restaurant in Deutschland, München 1974Nach ersten unternehmerischen Fehlschlägen gelang es Kroc schließlich, das heute so erfolgreiche Franchisesystem zu entwickeln. Ein grundlegender Faktor für den andauernden Erfolg des Schnellimbiss-Imperiums ist die strenge Einhaltung von Qualitätsstandards. Weltweit sind die McDonald’s Restaurants für die von Kroc entwickelten Grundsätze bekannt geworden: Qualität, Service, Sauberkeit und Preiswürdigkeit. Kunden konnten stets auf die einheitlichen Standards vertrauen, wenn sie einen McDonald’s besuchten – egal wo.

Krocs brillante Marketing-Strategien haben viele Meilensteine geschaffen. So gründete er 1961 die “Hamburger Universität” in Elk Grove, Illinois, um Franchise-Nehmer im Managen eines McDonald’s Restaurants zu schulen. Kroc hat außerdem Familien als Zielgruppe erschlossen. Im Zuge dessen wurde ab 1963 der Clown “Ronald McDonald” in der TV-Werbung eingesetzt.

Der Erfolg von Mc Donald’s: die Anpassung an die Bedürfnisse der Konsumenten

Der Schlüssel zum andauernden Erfolg der Franchise-Kette war eine Idee, die auf den ersten Blick widersprüchlich zu den Prinzipien des Franchisings erscheint: die kontinuierliche Anpassung an die Bedingungen des Markts. Zunächst als einfaches Restaurant für Hamburger, Pommes frites und Milchshakes gestartet, erweitert und verändert die McDonald’s seine Speisekarte immer wieder nach dem Geschmack der Kunden.

  • Im Jahr 1963 beispielsweise führt McDonald’s den “Filet-o-Fish” in Cincinnati ein, einer katholischen Gegend, in der traditionell freitags kein Fleisch gegessen wird. Dies war das erste Produkt, das neu zum Standard-Angebot hinzugekommen ist.
  • Viele Neuerungen wurden von Franchise-Nehmern kreiert. Zum Beispiel wurde der 1968 auf dem Markt eingeführte “Big Mac” von Jim Delligatti erfunden, einem der ersten Franchise-Nehmer. Geistiger Vater des “Egg McMuffin” ist Franchise-Partner Herb Peterson. Und ein kanadischer Franchisenehmer dachte sich 1997 das Eis “McFlurry” aus.
  • 2005 reagierte die Fast Food-Kette mit der Verbindung zu WiFi und Nintendo in ausgewählten Lokalen und mit der Einführung eines 24 Stunden Lieferservices in Singapur auf neue Kundenbedürfnisse. McDonald’s hat inzwischen an geschäftigen Plätzen wie Flughäfen oder Einkaufszentren Fußgängerschalter bzw. Kioske installiert.

Das McDonald’s-Franchise-Konzept hat also nicht nur einfach überdauert, sondern es floriert in Zeiten von Rezession genauso wie während Phasen des Wirtschaftswachstums. Es hat immer erfolgreich und schnell auf sich verändernde Markttrends reagiert. Als eines der ersten Unternehmen veröffentlichte der Fast-Food-Riese Nährwertangaben zu seinen Produkten und hat heute neben gehaltvollen Burgern auch Salat und Geflügel auf der Speisekarte.

Sind Sie jetzt auf den Geschmack gekommen und wollen sich auch mit einem profitablen Restaurant-Konzept selbstständig machen? Dann informieren Sie sich doch über aktuelle Gastronomie-Systeme im Franchising, die alle beeinflusst sind vom erfolgreichsten Franchise-Unternehmen weltweit – McDonald’s.

S.D.

Fotos: McDonald’s, www.mcdonalds.de


Dieter Kalmann

12.06.2008

Im Juli START-Messe in Nürnberg

Am 4. und 5. Juli findet nun zum zweiten Mal die Start-Messe in Nürnberg statt. Wie im Vorjahr gibt es hier zahlreiche lokale Infos rund um die berufliche Selbstständigkeit und Ihre Karriere als Unternehmer! Gründerzentren und Beratungsstellen bieten einen Überblick über die gesamte Bandbreite an Ideen und Möglichkeiten. Ein Besuch der START-Messe bildet die ideale Basis, wenn Sie nach einem Konzept suchen, sich erfolgreich selbstständig zu machen.

START Logo

Die START ist freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, Veranstaltungsort ist die Halle 10 der NürnbergMesse. Eine Tageskarte kostet 15 €, ermäßigt 10 €. Das genaue Programm finden Sie unter www.start-messe.de 


Dieter Kalmann

11.06.2008

Bauen Sie das Franchise-System auf – mit einer Master-Lizenz!

Sicher haben Sie bei den Investitionsmöglichkeiten auf unserem Portal schon mal den Begriff Master-Franchise gelesen. Eine Reihe internationaler Franchise-Unternehmen vergeben für den deutschen oder deutschsprachigen Markt neben Einzel-Lizenzen sogenannte Master-Lizenzen. Aber was heißt das eigentlich genau?

Mit einer Master-Lizenz erwirbt der Franchise-Partner das Recht, das Franchise-System im Ausland aufzubauen. Der Master-Franchise-Nehmer übernimmt dabei im Prinzip die Aufgabe eines Franchise-Gebers und akquiriert neuen Franchise-Partner in dem ihm vertraglich zugesicherten Bereich und vergibt in eigener Verantwortung Franchise-Lizenzen. Er wird also nicht selber als Franchise-Nehmer tätig, sondern verpflichtet sich, neue Partner als Franchise-Geber zu finden und zu betreuen. Im Grunde ist der Master-Partner zugleich Franchise-Nehmer und Franchise-Geber.

Warum vergeben Unternehmen Master-Lizenzen?

In der Regel sind es ausländische Unternehmen, die Master-Franchisen für den deutschen Markt vergeben. Die Franchising-Systeme setzen darauf, dass ein Master-Franchise-Nehmer den nationalen Markt und die jeweiligen kulturellen Eigenheiten besser kennt und dementsprechend erfolgreicher ist. So muss er Sorge dafür tragen, dass das Franchise-System gegebenenfalls den Bedürfnissen des deutschen Marktes angepasst wird.

Was gibt es zu beachten?

Grundsätzlich hat der Master-Franchise-Nehmer eine hohe Verantwortung zu übernehmen, die in der erfolgreichen Erschließung des ihm zugeteilten Gebietes liegt. Das erfordert neben der essenziell notwendigen Motivation auch eine beträchtliche Arbeitsleistung. Fremdsprachenkenntnisse sind für den Master-Franchise-Nehmer unabdingbar, will er seine Geschäfte gewissenhaft auf nationaler und internationaler Ebene abwickeln. Außerdem muss der Master-Partner eine zum Teil sehr hohe Investitionssumme für die Lizenzgebühr und die Unternehmensgründung investieren. Allerdings kann er bei geschäftlichem Erfolg auch mit entsprechend höheren Umsätzen rechnen.

S.D.


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