10 Tips zur gelungenen Finanzierung Ihrer Selbstständigkeit als Franchise-Nehmer

Die wenigsten Franchisenehmer besitzen genug finanzielle Mittel, um die geplante Selbstständigkeit aus eigener Kraft zu finanzieren. Daher haben wir in diesem kurzen Artikel die wichtigsten 10 Punkte zusammengestellt, die Sie bei der Planung Ihrer Existenzgründung beachten sollten. Damit erhöhen sich auch Ihre Chancen auf finanzielle Unterstützung von Banken oder anderen Geldgebern. 

1. Je bekannter und etablierter die Marke ist, desto höher ist normalerweise auch der Prozentsatz der Startkosten, den Ihre Bank finanzieren wird. Dabei ist ein sorgfältig ausgearbeiteter Businessplan genauso wichtig wie die Markenstärke und der Ruf des Franchisegebers. Diese drei Bestandteile spielen bei der Festlegung der Kredithöchstsumme eine zentrale Rolle.

2. Sowohl den Businessplan Ihres zukünftigen Franchisegebers als auch sämtliche finanziellen Unterlagen sollten Sie im Vorfeld gründlich durcharbeiten. Überlegen Sie sich, welche verschiedenen Möglichkeiten Ihnen für die Finanzierung Ihres Vorhabens zur Verfügung stehen und stellen Sie die entsprechenden Unterlagen zusammen. Ähnlich wie bei einer Immobilienfinanzierung empfiehlt es sich, soweit möglich, auch bei der Finanzierung der beruflichen Selbstständigkeit, eine gewisse Streuung bei der Finanzierung anzustreben. Arbeiten Sie hier auch eng mit Ihrem zukünftigen Franchisegeber zusammen und informieren Sie sich, welche Art von Unterstützung Sie von Seiten der Franchisezentrale erhalten können.

3. Für die Finanzierung eines neueren Franchisesystems können von den Geldgebern höhere Sicherheiten verlangt werden als z. B. bei etablierten Franchisegebern. Auf diese Weise versuchen die Banken, Ihr eigenes Verlustrisiko zu minimieren. In diesem Fall kann die Wahl eines passenden Franchisekonzeptes also auch vom verfügbaren Eigenkapitalanteil abhängen.

4. Suchen Sie gezielt nach Banken, die schon länger in der Franchiseindustrie aktiv sind und recherchieren Sie den Markt gründlich. Empfehlenswert ist es, sich vor einem Gespräch eine Liste mit Argumenten anzulegen, die möglicherweise als Grund vorgebracht werden könnten, einen Kredit abzulehnen – und überlegen Sie sich entsprechende Gegenargumente. Falls bei der Recherche Unklarheiten auftauchen sollten, sprechen Sie sie ruhig mit Ihrem zukünftigen Franchisegeber ab.

5. Stellen Sie sich darauf ein, dass der zuständige Berater Ihre Idee im Gespräch genau prüfen wird. Überlegen Sie sich daher bereits im Vorfeld einige Schlüsselelemente, mit denen Sie die Argumente Ihres Gegenübers ggf. an richtiger Stelle entkräften können. Bleiben Sie aber auch flexibel und lassen Sie notwendige Anpassungen zu. Unterhalten Sie sich eventuell im Vorfeld auch mit anderen Franchisenehmern, die bereits Erfahrungen im Umgang mit Banken und anderen Geldgebern haben.

6. Stellen Sie alle Finanzinformationen zu Ihrem Kreditantrag möglichst umfassend und präzise zusammen. Besprechen Sie Ihren Kreditantrag auch mit Ihrem Franchisegeber, bestehenden Franchisenehmern oder anderen Selbstständigen aus Ihrem Bekanntenkreis. Je professioneller und geübter Sie Ihren Antrag vorbringen können, desto besser der Gesamteindruck, den Sie bei Ihrem Ansprechpartner hinterlassen werden.

7. Haben Sie bereits eine „Hausbank“, mit der Sie ein gutes Verhältnis unterhalten? Dann sollten Sie diese eventuell dort Ihren ersten Gesprächstermin vereinbaren. Wenn der zuständige Bankberater bereits kennt und Ihre Fähigkeiten im Umgang mit Geld einschätzen kann, könnte das auch die Erfolgsaussichten Ihres Kreditantrages positiv beeinflussen.

8. Informieren Sie sich auch über alternative Finanzierungsquellen für Ihre Existenzgründung. Sowohl von staatlicher als auch privatwirtschaftlicher Seite gibt es mittlerweile verschiedene Fördermöglichkeiten. Eine kurze Aufstellung verschiedener Förderprogramme finden Sie selbstverständlich auch auf Franchise Direkt. Möglicherweise kann Ihnen auch Ihr Franchisegeber einige Hinweise zu möglichen Finanzierungsstrategien geben, die sich in der Vergangenheit bereits bewährt haben.

9. Denken Sie bei Ihrer Finanzplanung auch daran, dass Ihr Unternehmen in der Anfangszeit keine Gewinne erwirtschaften wird. Daher sollten Sie bei der Festlegung der endgültigen Kredithöhe unbedingt daran denken, dass Sie für ca. ein Jahr ein finanzielles Polster benötigen werden, bis die Gewinnzone Ihres Unternehmens erreicht ist.

10. Die sorgfältige Ausarbeitung des Business-Planes ist nicht nur für Gespräche mit Bankern oder sonstigen Geldgebern wichtig – ein solches Dokument kann auch für den täglichen Geschäftsbetrieb ein wertvoller Leitfaden sein, der frühzeitig Hinweise auf Schwachstellen oder mögliche Probleme geben kann.

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